Eigentor eines Kritikers: Oh mei, oh mei!


Liebe Besucherinnen und Besucher,

 dass Kritiken, insbesondere über Lyriktitel, in Tageszeitungen immer kürzer werden, ist ein an sich trauriger Befund. Aber in der Kürze kann durchaus Würze liegen, wie es viele gelungene Gedichte und auch manche Kurzkritiken beweisen. Allerdings kann es auch anders kommen.

 Vor einigen Tagen flatterte mir der Beleg einer Buchbesprechung aus dem Münchner Merkur vom 10. August 2009 ins Haus, hinter der sich ein Rezensent mit dem Kürzel „mei“ versteckt. Dass dieser Kritiker tatsächlich allen Grund hat, seinen Namen zu verschleiern, habe ich nach der Lektüre seiner 23 Zeilen zu meinen drei kleinen dtv-Anthologien „smile“, relax“ und „power“ begriffen. Denn Herr oder Frau „mei“ − fast wäre ich versucht, ihn oder sie auf gut bayerisch „Oh mei Oh mei“ zu nennen, was auf Hochdeutsch ungefähr „um Himmels willen“ bedeuten würde − zeigt, dass es heute tatsächlich möglich ist, im Feuilleton einer auflagenstarken Regionalzeitung über etwas zu schreiben, von dem man offensichtlich nicht allzu viel versteht.

 Zunächst mokiert sich „mei“ über die englischen Buchtitel „power“, „relax“ und „smile“, die „wenig“ erwarten ließen. Das Wenige auch noch zu unterbieten, sei mir als Herausgeber gelungen. Denn: „Die Bände wimmeln nur von Originalbeiträgen unbekannter, zweitklassiger Lyriker, deren Texte ohne Leitner nie gedruckt worden wären“, behauptet „mei“, selbstverständlich, ohne seine Behauptungen mit Namen zu unterfüttern. Lediglich einen bekannten Namen hat Lyrikexperte „mei“ unter all den „zweitklassigen Autoren“ ausfindig gemacht: Josef Hader: „Pro Band ein unveröffentlichtes, sprachlich und gedanklich brillantes Gedicht des Wiener Kabarettisten Josef Hader, das aber das Kraut auch nicht mehr fett macht“. Spätestens jetzt hat sich unser Rezensent selbst ein Bein gestellt, denn einer der wenigen (noch) unbekannten Lyriker in allen drei Sammlungen ist ausgerechnet Josef Hader, der dichtende Cousin des großen österreichischen Kabarettisten mit gleichem Vor- und Nachnamen. Ohne Zweifel: Es hat was, wenn ein Kritiker seine eigene These, nämlich unbekannte Lyriker könnten keine guten Gedichte schreiben und sollten deshalb am besten unbekannt bleiben, gleich selbst widerlegt, in ein und dem selben Artikel! (Un-)kritisches Eigentor oder kabarettistisches Kabinettsstückchen im weiß-blauen Sommerloch, nach dem Motto: liest eh keiner?

 Ansonsten empfehle ich Herrn oder Frau „mei“ für zukünftige Lyrikkritiken im Münchner Merkur als allgemein- und besonders bildende Lektüre höchstvorsorglich Prof. Karl Otto Conrady’s Standardwerk „Der große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte“, erschienen bei Artemis & Winkler in Düsseldorf. Da finden sich nämlich viele der „zweitklassigen Lyriker“, allerdings nicht mit Originalbeiträgen. Aber auch die vielleicht kostengünstigere Möglichkeit der Internetrecherche könnte sich anbieten, um mehr über die Autorinnen und Autoren von „power“, „relax“ und „smile“ mit Originalbeiträgen zu erfahren, darunter Friedrich Ani, Ulrich Johannes Beil, Manfred Chobot, Alex Dreppec, Tanja Dückers, Wolfgang Hermann, Semier Insayif, Fitzgerald Kusz, Axel Kutsch, Augusta Laar, Christine Langer, Theres Lehn, Werner Lutz, Arne Rautenberg, Walle Sayer, Ludwig Steinherr, Rainer Stolz, Suleman Taufiq, Jan Wagner, Tiger Willi, Lino Wirag, Siegfried Völlger oder Frantz Wittkamp. Und einem Lyrikrezensenten sollten doch eigentlich auch die Namen der restlichen Autoren geläufig sein: Bas Böttcher, Nora Bossong, Beat Brechbühl, Lydia Daher, Wiglaf Droste, Fritz Eckenga, Hans Magnus Enzensberger, Robert Gernhardt, Jürg Halter, Andrea Heuser, Helmut Krausser, Björn Kuhligk, Johannes Kühn, Paul Maar, Kurt Marti, Hellmuth Opitz, Albert Ostermaier, Dirk von Petersdorff, Matthias Politycki, Lutz Rathenow, Gerhard Ruiss, Joachim Sartorius, Michael Schönen, Xochil A. Schütz, Ron Winkler, Mario Wirz und viele mehr …

 Dass solche feuilletonistischen Ausrutscher aber erfreulicherweise eher die Ausnahme sind und man in der Regel Gedichte bzw. Lyriksammlungen anders kritisiert, zeigt beispielsweise der Beitrag von Hans Jansen zu „smile“ in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vom Samstag, den 8. August 2009.

Schon seit langem greift Hans Jansen für die Wochenendausgabe der WAZ aus einer aktuellen lyrischen Neuerscheinung einen Text heraus, interpretiert ihn kundig und kritisiert begleitend nicht selten auch den Band, aus dem er stammt. „Gedicht der Woche“ heißt seine vierspaltige Rubrik, die eigentlich für alle anderen Tageszeitungen im deutschen Sprachraum, auch für den Münchner Merkur, ein nachahmenswertes Vorbild sein müsste. Jansen hat sich aus „smile“ Gernhards Gedicht „Kant“ zur Interpretation ausgesucht.

„smile“, so Hans Jansen in der WAZ, ist „eine kleine Anthologie mit heiteren Versen, die eine gehörige Portion Humor bergen und selbst dem notorischen Griesgram ein Lächeln auf die Lippen zaubern“.

 Mit diesen erfreulichen Zeilen melde ich mich heute
mit einem Augenzwinkern von meinem Blog ab,
nicht ohne Sie dabei herzlich aus Weßling zu grüßen.
Besuchen Sie mich wieder!
Bis bald also,
Ihr Anton G. Leitner

Meine Anthologie “Feuer, Wasser, Luft & Erde” jetzt als Hardcover bei Reclam

Neues Cover der Anthologie "Feuer, Wasser, Luft & Erde" bei Reclam

Anton G. Leitner (Hrsg.): "Feuer, Wasser, Luft & Erde". Reclam 2009 (Hardcover-Neuausgabe)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

es hat ein wenig gedauert, bis ich mich an dieser Stelle wieder bei Ihnen melden konnte. Mein Abtauchen im Blog  hatte nicht etwa den Grund, dass ich mir eine Fernreise auf die Malediven gegönnt hätte, sondern dass ich insbesondere in meiner Tätigkeit als Herausgeber und Lyrikvermittler im Juli soviel gefragt war, dass ich bis heute schlichtweg nicht die Zeit gefunden habe, Sie auf dem Laufenden Stand über meine Aktivitäten zu halten.

Wieviel ich in den vergangenen Monaten gearbeitet habe, lässt sich recht anschaulich  an meinen neuen Herausgaben ersehen: Im Dezember 2008 erschien bei dtv meine Anthologie “Gedichte für Nachtmenschen” (in Zusammenarbeit mit Gabriele Trinckler), im April 2009 folgte dort die Sammlung “Ein Nilpferd schlummerte im Sand” (ebensfalls gemeinsam ediert mit Gabriele Trinckler) mit Gedichten “für Tierfreunde”, die kein Geringerer als Reinhard Michl illustriert hat.  Im Juni 2009 schließlich startete bei dtv meine Serie “dtv lyrik” mit den Bänden “power”, relax” und “smile”. Und nachdem alle fünf  Titel bei den Leserinnen und Lesern sowie bei der Kritik so gut  ankommen,  wie es sich der Verlag und ich gewünscht haben, kann ich heute erneut eine frohe Kunde verbreiten, dieses Mal meine langjährige Zusammenarbeit mit dem Hause Philipp Reclam jun. betreffend.

Von den über 30 Lyriksammlungen, die ich bislang ediert habe, liegt mir eine ganz besonders am Herzen: Meine erstmals im Jahre 2003 in Reclams Universalbibliothek erschienene Anthologie “Feuer, Wasser, Luft & Erde. Die Poesie der Elemente”.  Es war mein erstes Buch bei Philipp Reclam jun., mit dem ich mir einen persönlichen Schülertraum erfüllte: Autor und Herausgeber in der UB-Kultreihe von Reclam zu werden.

Die umfangreiche Sammlung erntete großes Lob bei der Kritik, so schrieb beispielsweise der von mir sehr geschätzte Autorenkollege und Literaturwissenschaftler Hanns-Josef Ortheil in der Berliner Tageszeitung DIE WELT darüber: “Anton G. Leitner stellt Höhepunkte deutscher Lyrik so geschickt neben ganz neue oder noch unbekannte Gedichte, dass man zunächst einmal von Gipfel zu Gipfel hüpft, plötzlich aber auch das Geheimnishafte der Täler und Aufstiege erkennt.” Zu den neu entdeckten Autoren zählte damals übrigens auch Nico Bleutge (geboren 1972), der in “Feuer, Wasser, Luft & Erde” gewissermaßen als Lyriker debütierte und heute zu den wichtigsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Lyrik gezählt wird.

Nachdem die ersten 10.000 Exemplare meiner Sammlung in der Universalbibliothek verkauft waren, hat sich der Reclam-Verlag entschlossen, sie nunmehr zum Hardcover “aufzuwerten”. Seit gestern liegt die jetzt wirklich prächtig ausgestattet Elemente-Anthologie als Neuausgabe auf meinem Schreibtisch und ich freue mich jedes mal wieder, wenn ich sie zur Hand nehme. Mit 10 Euro ist der Preis für “Feuer, Wasser, Luft & Erde” wirklich demokratisch ausgefallen und ich bin sicher nicht der Einzige, der bereits Exemplare in Stuttgart nachgeordert hat. Besonders edel wirkt das kleine, handliche Format der Sammlung in Verbindung mit der Fadenheftung.

Übrigens beginnt auch dtv damit, einzelne meiner dort erschienenen Bücher als Hardcover neu herauszubringen: Im kommenden Frühjahr erscheint im dtv mein bereits als Taschenbuch-Originalausgabe sehr erfolgreicher “Garten der Poesie” wieder, dieses Mal gebunden mit Schutzumschlag …

Das sind doch alles sehr erfreuliche Zeichen, die darauf  hindeuten, dass die Zeiten für Lyrik gar nicht ganz so schlecht sind, wie uns manche Leute gerne glauben lassen möchten. Wenn das Konzept der “Vermittlung” stimmt, findet gute Lyrik beispielsweise über sorgfältig zusammengestellte Anthologien immer ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern.

Ansonsten arbeite ich gerade zusammen mit meinem Mitherausgeber Friedrich Ani und Gabriele Trinckler intensiv an der neuen Ausgabe Nr. 17 von DAS GEDICHT, die im Laufe des Septembers erscheinen wird. “Fürchte dich nicht –  spiele!”, ist sie betitelt und sie verspricht, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Friedrich Ani, eine besonders spannende Ausgabe zu werden.

Sobald ich ein freies Zeitfenster finde, melde ich mich wieder bei Ihnen. Für heute grüße ich Sie herzlich aus Weßling und feiere hier noch ein wenig mit meiner Frau Felizitas ihren Geburtstag.

Bis bald also,
Ihr Anton G. Leitner

Die drei Anthologien “smile”, “relax” und “power” sind Bayern2-Favoriten der Woche!

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,

meine drei Lyrikbände im CD-Format “smile”, “relax” und “power” sind die Buch-Favoriten der Woche im Hörfunk des BR / Bayern 2-Radio. Ich freue mich natürlich sehr, dass die BR2-Redaktion die drei farbenfroh gestalteten Anthologien zu ihren Lieblingen der Woche gekürt hat.

Am heutigen Dienstag, den 23.06.2009 läuft ab 14:05 Uhr im Bayerischen Rundfunk (Programm Bayern 2 Radio) die Sendung “Bayern 2 – Favoriten” (bis 15 Uhr). Sie kann auch im Internet via Live-Stream mitverfolgt werden.

Ich besuche den Moderator der Sendung, Christoph Leibold, im Bayern2-Studio, um mit ihm ein Gespräch über meine lyrische Triologie zu führen. Darüber hinaus werden Gedichte von Melanie Arzenheimer, Tanja Dückers, Robert Gernhardt, Eva Philipp und Axel Kutsch aus den drei Sammlungen gesendet. Sie sollen Appetit auf alle Gedichte der Mini-Anthologien machen.

Mit diesen guten Nachrichten verabschiede ich mich von Ihnen schon wieder an diesem regnerischen Tag und werde weiter mein poetisches Tagewerk verrichten.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald
Ihr Anton G. Leitner

relax-Lyrik in “Die Welt” und “Süddeutsche Zeitung”

Liebe Besucherinnen und Besucher,

es freut mich sehr, dass meine drei dtv-Mini-Anthologien “power”, relax” und “smile” innerhalb weniger Tage schon von zwei wichtigen Tageszeitungen besprochen worden sind. Am Samstag, den 30. Mai 2009 widmete Dorothea von Törne in der Berliner Tageszeitung “Die Welt” relax-lyrik einen Beitrag in ihrer Rubrik “Kurz und knapp”, der auch online  publiziert ist.

Und am heutigen Freitag, den 5. Juni 2009, rezensiert Harald Eggebrecht die drei Minis unter dem Titel “Lust auf Lyrik” auf der Literaturseite der “Süddeutschen Zeitung” (S. 14).

Meine drei dtv-Mini-Anthologien laufen, soweit ich es als Herausgeber mitbekomme, glänzend an.  Es hat mir ein großes Vergnügen, aber auch ziemlich viel Arbeit bereit, zusammen mit dtv dieses neue Buchformat für Lyrik zu entwickeln, das ja auch Jugendliche ansprechen soll, genaugenommen also Leserinnen und Leser zwischen 15 und 100 Jahren, ein “Crossover-Projekt”, wie es unter Buchmenschen so schön heißt. dtv hat für dieses neue Buchformat sogar ein eigenes Verkaufsdisplay fertigen lassen, das 30 dieser Bücher fassen kann. Angesichts der Tatsache, dass die drei Titel überwiegend Originalbeiträge enthalten, kosten sie mit € 4,95 pro Band wirklich wenig.

Ich halte es für goldrichtig, dass dtv mitten in der Wirtschaftskrise meine neue Lyrikserie mit Nachdruck und unbeirrt auf den Markt gebracht hat. Denn die Lyrik entzieht sich für meine Begriffe weitgehend der materiellen Bewertung, ist also völlig unabhängig von wechselnden Aktienkursen, ihr immaterieller Wert ist aber, im Gegensatz zu Wertpapieren, erheblich. Ich wage zu behaupten, dass auch unseren Managern und Politikern die Lektüre von Lyrik gut,  ja sogar sehr gut  täte. Dies würde vielleicht ihre Phantasie stimulieren und folglich manche ihrer Entscheidungen kreativer und nachhaltiger ausfallen lassen.

Der Deutsche Taschenbuch Verlag (dtv) ermöglicht übrigens inzwischen auch auf seiner Website einen elektronischen Blick in “power-lyrik“, “relax-lyrik” und “smile-lyrik“. Lesen Sie also selbst und investieren Sie ggf. 3 mal € 4,95 in diese Titel. Ich glaube, die Investition lohnt sich. Und die Mini-Anthologien sind auch ein schönes Mitbringsel …

Ich bin übrigens auch über die Gestaltung der drei Titelblätter sehr glücklich und habe selten so schön gestaltete Bücher “außer Haus” machen dürfen. Ein dickes Dankeschön an meine beiden Lektorinnen Maria Schedl-Jokl und Eva-Maria Prokop, die meinen Enthusiasmus für Poesie teilen und von denen selbst so ein erfahrener Lyrikarbeiter wie ich (inzwischen vermittle ich ja seit fast 30 Jahren Poesie) noch etwas dazulernen kann.

Ansonsten arbeiten derzeit Friedrich Ani und ich auf Hochtouren an der neuen Ausgabe von DAS GEDICHT (Nr. 17), die zur Frankfurter Buchmesse 2009 erscheint. Ich glaube, wir werden eine ganz besondere Folge vorlegen. Es geht darin um Angst und um poetische Wege aus der Angst, ein spanndendes Thema, für das auch viele sehr bekannte Kolleginnen und Kollegen eigens zur Feder gegriffen haben …

Ich wünsche Ihnen ein sonniges und poetisches Wochenende und melde mich an dieser Stelle demnächst wieder mit Neuigkeiten. Heute werde ich noch meine Mittelschnauzerin “Nelly” um den Weßlinger See ausführen, sie steht gerade neben meinem Schreibtisch im Verlag und fordert mit wedelndem Schwanz ihr Gassi-Recht ein.

Ich muss also jetzt schnell weg. Bis bald
Ihr Anton G. Leitner

Sie sind da! Die drei kleinen neuen dtv-Anthologien von Anton G. Leitner: power-lyrik, relax-lyrik und smile-lyrik

power-lyrik - Im warmen Rot, im neuen Mini-Format: Poesie, die Kraft gibt. Auf 64 Seiten Gedichte, die motivieren. Fast durchwegs Originalbeiträge für € 4,95 bei dtv (ISBN 978-3-423-13777-5)

power-lyrik - Im warmen Rot, im neuen Mini-Format: Poesie, die Kraft gibt. Auf 64 Seiten Gedichte, die motivieren. Fast durchwegs Originalbeiträge für € 4,95 bei dtv (ISBN 978-3-423-13777-5)

relax-lyrik - Im fröhlichen Orange, im neuen Mini-Format: Poesie, die entspannt. Auf 64 Seiten Gedichte, die beruhigen. Fast durchwegs Originalbeiträge für € 4,95 bei dtv (ISBN 978-3-423-13778-2)

relax-lyrik - Im fröhlichen Orange, im neuen Mini-Format: Poesie, die entspannt. Auf 64 Seiten Gedichte, die beruhigen. Fast durchwegs Originalbeiträge für € 4,95 bei dtv (ISBN 978-3-423-13778-2)

smile-lyrik - Im sonnigen Gelb, im neuen Mini-Format: Poesie, die Spaß macht. Auf 64 Seiten Gedichte, die zum Lächeln bringen. Fast durchwegs Originalbeiträge für € 4,95 bei dtv (ISBN 978-3-423-13779-9)

smile-lyrik - Im sonnigen Gelb, im neuen Mini-Format: Poesie, die Spaß macht. Auf 64 Seiten Gedichte, die zum Lächeln bringen. Fast durchwegs Originalbeiträge für € 4,95 bei dtv (ISBN 978-3-423-13779-9)

Welttag der Poesie am 21. März 2009


Liebe Besucherinnen und Besucher,

 am diesjährigen UNESCO-Welltag der Poesie bin ich selbst so sehr mit meiner eigenen Lyrik beschäftigt (ich arbeite zur Zeit an einem neuen Gedichtband), dass ich mich nur kurz an dieser Stelle im Netz bei Ihnen melden kann.

 Apropos  „Welttag der Poesie”: In diesen Tagen habe ich mich sehr gefreut, weil ich aus der Hauptstadt der Mongolei Ulaanbaatar ein Belegstück des neuen „World Poetry almanac 2008″ erhalten habe. Er versammelt in englischer Sprache Gedichte von 150 Lyrikern aus 70 Ländern der Welt, darunter Bei Dao, Luo Ying (China), Fernando Rendón (Kolumbien), Yves Bonnefoy (Frankreich), Hugo Claus (Belgien, 2008 verstorben) und Adonis (Syrien).

 Natürlich betrachte ich es als besondere Ehre, dass Chefherausgeber Hadaa Sendoo, selbst ein bekannter Lyriker, zwei Gedichte von mir („Isarsommer” und „Schnee, Mann”) aufnahm, die Richard Dove ins Englische übertragen hat („Summer by the river Isar” und „Snow, Man”).

 Ich stelle Ihnen zum diesjährigen „Welttag der Poesie” ein Gedicht aus dem neuen Gedichtband „Come back to earth” von Hadaa Sendoo vor, dessen Poesie in 20 Sprachen übersetzt wurde und der als Professor an der Mongolischen Nationaluniversität lehrt:

Root

I am live and I can see
The root of rivers, the root of grass
The root of the sky, the root of rocks
The root of poetry

When I pass away, I will dream
The poetry of the root, the rocks of the root
The sky oft the root, the grass of the root
The rivers of the root