Da scheene Schein

Hervorgehoben

Need oiss, wos is,
Is aa so, wiasd moansd,
Dass is. Awa

Wennsd moansd, dass so
Sei soi, nachad lassmas
Hoid so sei.

Anton G. Leitner


aus:
Anton G. Leitner
Wadlbeissn. Zupackende Verse
Volk Verlag 2021
200 S., Hardcover, 18,- €
www.wadlbeissn.de
mit hochdt. Übersetzungen durch den Autor

Der schöne Schein // Nicht alles, was ist, /
Ist auch wirklich so, wie du / Meinst. Aber //
Wenn du wirklich meinst, dass es so /
Sein soll, dann lassen wir es / Halt so sein.

 

Der Anton G. Leitner Verlag wird zum dritten Mal in kurzer Folge mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet – DAS GEDICHT wird als Periodikum trotzdem eingestellt, doch der Verlag verkleinert fortgeführt

(übernommen von »DAS GEDICHT blog«, dort veröffentlicht am 27.09.2026)

Weßling / Berlin. Es ist eine Menge los im Anton G. Leitner Verlag: Der Verlag verkleinert sich deutlich, sein Flaggschiff, die regelmäßig erscheinende Reihe DAS GEDICHT, wird mit einer Doppelausgabe, die dieses Jahr erscheint, eingestellt, der Vorlass des 65-jährigen Dichters, Herausgebers und Verlegers Anton G. Leitner wird an die Monacensia, das Literaturarchiv der Stadt München, übergeben.

Und zum Abschied, der doch kein ganzer ist, wird Anton G. Leitners Verlag zum drittten Mal in kurzer Folge mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet: 2022 und 2023 konnte Leitner jeweils einen Preis von der damaligen Kulturstaatsministerin Claudia Roth in Empfang nehmen, 2026 nun steht der AGL Verlag auf der Preisträgerliste ihres Nachfolgers Wolfram Weimer. Ausführlich über all die Neuerungen im Verlag und den erneuten Preissegen, der nicht nur zum ohnehin geplanten Weitermachen motiviert, sondern es auch finanziell erleichtert (die 79 Auszeichnungspreise sind mit 18.000 Euro dotiert, die drei Hauptpreise mit 50.000 Euro) berichtet etwa auch der Münchner Merkur. Die Preisverleihung erfolgt am 9. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.

Das Redaktionsteam für die letzte regelmäßig erscheinende Ausgabe bei einer der legendären Auswahlsitzungen im Verlagsgarten (v. l.): Melina Stein (Magdeburg), Gabriele Trinckler (München), Anton G. Leitner (Weßling), Sophia Lunra Schnack (Wien), Lorena Pircher (Wien). (Foto: AGL Verlag)

Der Gewinn eines der Deutschen Verlagspreise passt dabei sehr gut dazu, dass es Leitner auf der Zielgeraden noch einmal richtig krachen lassen will: Eben erst ist mit »Spät öffnet sich das Licht« eine Werkausgabe seiner Gedichte erschienen sowie im prall gefüllten Lyrik Kabinett München auf einer Festlesung vorgestellt worden, und der letzte Band von DAS GEDICHT wird als Doppelnummer sowie erstmals mit einer Doppel-Co-Herausgeberschaft erscheinen: Sophia Lunra Schnack und Lorena Pircher unterstützen Leitner, der die Zeitschrift seit knapp dreieinhalb Jahrzehnten führt, für die Ausgabe zum Thema »Metamorphosen«. Zudem mit im Redaktionsteam: Verlagsassistentin Gabriele Trinckler, die aus dem Verlag eigentlich gar nicht wegzudenken ist, ihn nach Erscheinen der Ausgabe 34/35 von DAS GEDICHT aber verlässt, und Verlagspraktikantin Melina Stein. Die zugehörige Premierenlesung wird am Dienstag, den 24. November 2026, ab 19 Uhr im Münchner Lyrik Kabinett stattfinden.

Als Anton G. Leitner an diesem Freitag, 25. September 2026, davon erfahren hat, dass sein Verlag und damit ein zentraler Teil seines Lebenswerks abermals beim Deutschen Verlagspreis bedacht wird, hat er sich selbstverständlich gleich ordentlich gefreut. Aber ebenso betont, dass ein Verlag immer Teamarbeit bedeutet, der Preis also nicht nur für ihn alleine, sondern für alle rund um DAS GEDICHT und AGLV gedacht ist. Zudem war und ist es ihm wichtig zu betonen, dass sich für seinen Verlag und ihn selbst zwar vieles ändert, aber ebenso vieles weiterläuft, auch wenn etwa die Zeitschrift DAS GEDICHT nicht mehr regelmäßig erscheinen wird. Er formuliert das so, wie unter anderem in seinen Kanälen auf den sozialen Netzwerkplattformen nachzulesen ist:

»Mein Verlag bleibt natürlich bestehen, und ich arbeite auf kleinerer Flamme weiter, dann halt so, wie es für einen Mann im 66. Lebensjahr zuträglich ist. Ich werde mich dann insbesondere auf den Online-Bereich sowie auf lyrische Nachwuchsförderung auch im Print konzentrieren und dies natürlich weiter unter dem bewährten Label DAS GEDICHT tun. Auch dem Reclam-Verlag bleibe ich selbstverständlich als Autor und Herausgeber erhalten.

Und dann möchte ich mir noch viel mehr Zeit zum eigenen Schreiben nehmen und für eigene Auftritte. Und last but not least: viel mehr Zeit zum Ausspannen und Wandern und vielleicht auch mal zum Campen.

Ein Schriftsteller geht eh nicht in Ruhestand. Meine Verlagsräume am Weßlinger Buchenweg nutze ich klarerweise weiter. Und meine riesige Dienstbibliothek mit Lyrik (sicherlich um die 10.000 Titel umfassend) wird dann endlich mal wieder geordnet, hunderte von Neuerscheinungen alphabetisch einsortiert. Obwohl schon rund hundert Umzugskisten in der Monacensia im Hildebrandhaus sind, ist’s noch immer so voll bei uns im Verlag. Aber das ist eine altbewährte Verlagskrankheit. Schließlich gibt’s uns ja auch schon fast 35 Jahre als Verlag. Und vorher war ich zehn Jahre lang Vorsitzender des Initiative Junger Autoren e. V., also über 45 Jahre lang im Dienst der Poesie unterwegs.« (jeh)

 

»Das Erleben von heute ist die Erinnerung von morgen«: Unter diesem Motto stellt Anton G. Leitner am 20. September im Brechthaus Augsburg seine poetische Welt vor und sein Lebenswerkbuch »Spät öffnet sich das Licht«

Cover des lyrischen Lebenswerksammelbandes »Spät öffnet sich das Licht« von Anton G. Leitner

Die Welt des Dichters Anton G. Leitner lässt sich erkunden am Sonntag, 20. September 2026, ab 11 Uhr. Im Brechthaus Augsburg stellt er dort nämlich seinen Lebenswerk-Band »Spät öffnet sich das Licht« in der traditionsreichen Matinee-Lesungsreihe vor, die kuratiert wird von Siegfried Völlger. Unter der Überschrift »Das Erleben von heute ist die Erinnerung von morgen« nimmt der Weßlinger Poet und Herausgeber sein Publikum mit auf eine durchaus wilde und lebenslustige, aber auch kritisch-nachdenkliche Rückschau auf seinen Lebensweg und die Veränderungen seiner Umwelt über die Jahrzehnte hinweg. Der Eintritt beträgt 8 Euro, um eine telefonische Anmeldung Im Brechthaus unter 0821-45098231 wird gebeten. Im Programmheft findet sich die Matinee-Lesung so beschrieben:

»Komisch und ernst sind diese Verse, satirisch, melancholisch, fein und derb, mal gelassen und mal grantig. Da greift der Dichter hinein ins volle Menschenleben und entfaltet eine Comédie humaine von Balzac’scher Saftigkeit«, so beschreibt der Literaturkritiker Alexander Altmann die poetische Grundhaltung von Anton G. Leitner.

Anlässlich seines 65. Geburtstages im Juni 2026 erscheint unter dem Titel »Spät öffnet sich das Licht« Leitners umfangreiche »lyrische Retrospektive« aus 45 Jahren (1980 bis 2025). Der Münchner Schriftsteller hat sein ganzes Leben der Poesie verschrieben, als Dichter und Verskabarettist, aber auch als Herausgeber und Verleger. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Vermittler von Lyrik im deutschen Sprachraum. Neben 40 Anthologien in Premium-Verlagen wie Reclam, dtv oder dtv/Hanser gibt er im 34. Jahrgang die buchstarke Jahressschrift DAS GEDICHT heraus. Er wurde vielfach ausgezeichnet, sein literarischer Vorlass wird vom Literaturarchiv Monacensia der Landeshauptstadt München verwaltet.


Die Eckdaten zum Buch:

Anton G. Leitner
Spät öffnet sich das Licht
Ein Leben in Gedichten
Retrospektive 1980 bis 2025

Werkausgabe mit 420 Gedichten

Mit Essays von Alexander Altmann,
Ulrich Johannes Beil, Norbert Göttler,
Christoph Leisten und Lorena Pircher.
Mit einer editorischen Notiz von
Gabriele Trinckler und Johanna Trischberger.
Bonus: »Die Macht der Poesie.
Eine Selbstbefragung von Anton G. Leitner«

Hardcover, Neuleinen
in Fadenheftung mit Lesebändchen
13,5 cm x 21 cm, 576 Seiten
€ 34,- [D] / € 35,- [A]
ISBN 978-3-929433-41-8
edition DAS GEDICHT


Download-Material (bitte gerne frei verwenden):


Literatur im Kino: Anton G. Leitner und Wolfgang Ramadan live plus Rosenmüller-Film »Die Perlmutterfarbe« beim Fünf-Seen-Film-Festival am 8. September im Breitband Gauting

Weiter geht’s auch in diesem Jahr mit der längst schon etablierten Reihe »Literatur im Kino« im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals (FSFF), und das Aufgebot ist diesmal durchaus als urbayrisch zu bezeichnen: Im Kino Breitwand in Gauting sind am Dienstag, 8. September 2026, ab 19.45 Uhr erst der Stammdichter der Reihe, Anton G. Leitner, und Wolfgang Ferdinand Ramadan, bekannt u. a. als Poet und Kabarettist, als Lese- sowie Wortartisten-Duo zu erleben, und danach gibt’s den Film »Die Perlmutterfarbe« des bayrischen Kultregisseurs Marcus H. Rosenmüller, der in einer fiktiven bayrischen Kleinstadt angesiedelt ist. Alle drei, Leitner, Ramadan und Rosenmüller, prägen inzwischen seit Jahrzehnten die bayrische Kulturszene und sind auch untereinander verbunden. Was sie dabei auch alle vereint: Sie arbeiten sich liebevoll-kritisch an ihrer Heimat ab, ohne Tümelei und mit viel Sinn für Humor.


Und hier der ganze offizielle Veranstaltungstext:

LITERATUR IM KINO

20. Fünf Seen Filmfestival  – Internationales Festival des mitteleuropäischen Films
fsff 2026, Literatur + Kino, Leitner & Ramadan & Film »Die Perlmutterfarbe«

Dienstag, 8.9.2026, 19.45 Uhr
Kino Breitwand Gauting
Bahnhofplatz 2, 82131 Gauting
Eintritt: € 15,- (Vorverkaufsgebühr: zzgl. € 1,50)
Kartenreservierungen unter www.fsff.de

ODEON. Teil 1: Lese-Duo Anton G. Leitner und Wolfgang Ramadan
Anton G. Leitner und Wolfgang Ramadan haben vor über vier Jahrzehnten ganz klein angefangen und im Laufe der Zeit mit ihrem künstlerischen Schaffen beinahe Berge versetzt. Ramadan bereichert als Poet, Impresario, Regisseur, Veranstalter und Kabarettist die Kulturlandschaft. Leitner hat sein Leben voll und ganz der Poesie verschrieben und fühlt sich heute mit bairischer Mundart auf kabarettistischen Bühnen wohl. Nach dem urbairischen Lese-Duo Ramadan und Leitner läuft der in einer fiktiven bayerischen Kleinstadt handelnde Film »Die Perlmutterfarbe« des Regisseurs Marcus H. Rosenmüller. Er und Leitner schätzen einander sehr. 2015 wurden sie beide mit dem bayerischen Poetentaler ausgezeichnet. Nun kommt in Gauting einmal mehr zusammen, was zusammengehört und sich gegenseitig befeuert.

Teil 2: Film
Die Perlmutterfarbe
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Maria Jokl spielt im Voralpenland des Jahres 1931. Der 13-jährige Alexander kaschiert das versehentliche Verschütten eines unwiederbringlichen Fläschchens Farbe mit einer Lüge, durch die er seine Schuld auf einen Freund abzuwälzen versucht. Daraus entbrennt ein immer heftiger werdender Zwist zwischen zwei Schulklassen. Die Handlung spiegelt im Kleinen wider, wie aus Angst und mangelndem Mut zur Wahrheit eine Hetzkampagne und sogar rohe Gewalt entstehen können. Aber durch Ehrlichkeit findet die Eskalation schließlich doch ein Ende.

DE 2008, 103 Min. | Regie: Marcus H. Rosenmüller | Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch | Kamera: Torsten Breuer | Schnitt: Georg Söring | Darsteller: Markus Krojer, Zoë Mannhardt, Josef Hader, Sigi Zimmerschied und andere.

Anton G. Leitner und Marcus H. Rosenmüller (Foto: Katharina Kreye)

Die Reihe »literatur im kino« ist eine Kooperation des Fünf Seen Filmfestivals (www.fsff.de) / Breitwand Kinos (www.breitwand.com) mit der Zeitschrift DAS GEDICHT (www.dasgedicht.de). Mit freundlicher Unterstützung des Landratsamts Starnberg.

Infos zu Anton G. Leitner und Wolfgang Ferdinand Ramadan im Netz unter:
www.antonleitner.de und www.dasgedicht.de | www.wolfgangramadan.de


Download-Bereich (Inhalte sind frei zu nutzen):

– Veranstaltungsplakat Leitner und Ramadan (jpg)
– Veranstaltungsplakat Leitner (jpg)
– Veranstaltungsplakat Ramadan (jpg)
– Portrait Rosenmüller und Leitner (Foto: Katharina Kreye; jpg)
– Ausführlicher Veranstalungsflyer (PDF)

Ein Lebenswerk wird am 16. Juni 2026 gefeiert: Anton G. Leitner präsentiert seinen Gedichtband »Spät öffnet sich das Licht« an seinem 65. Geburtstag im Münchner Lyrik Kabinett

(übernommen von »DAS GEDICHT blog«, dort veröffentlicht am 29.05.2026)

Portrait von Anton G. Leitner am Starnberger See 2026

Portrait von Anton G. Leitner, am Starnberger See im April 2026 aufgenommen von Peter Boerboom.

Sein Lebenswerk hat er sorgsam gesichtet, im Team lektoriert und aufbereitet, hat es überdies von zahlreichen Weggefährten essayistisch ausleuchten lassen. Und nun, pünktlich am 65. Geburtstag von Anton G. Leitner, darf der 576 Seiten starke Band »Spät öffnet sich das Licht« Premiere haben und zwar an renommierter Stelle, nämlich im Lyrik Kabinett München. Die Location ist dem Lyriker und Poesievermittler bestens vertraut, da er dort die neuen Folgen seiner Jahresschrift DAS GEDICHT regelmäßig präsentiert. »Ein Leben in Gedichten«, so der Untertitel des Buches, wird hier am 16. Juni 2026 ab 19 Uhr gefeiert.

Durch den Abend führt Christoph Leisten, selbst Dichter und Lyrikvermittler und unter anderem im DAS GEDICHT-Umfeld als Moderator bestens etabliert.

Nach einer fundierten Einführung durch Leisten liest Leitner eine Auswahl seiner Gedichte aus rund fünf Jahrzehnten. Neben viel Poesie, Anekdoten und Gesprächen gibt’s natürlich auch einen Geburtstagsumtrunk, Fingerfood und Gelegenheit für Austausch und Nostalgie. Dass diese Buchpremiere es in sich haben wird, ahnen alle, die den Lyrikbesessenen kennen und denen klar ist, dass seine Verse nicht marmorschwer, sondern lebensleicht, deftig und kräftig sind. Nicht zuletzt sind sie auch tatsächlich von seinem eigenen Erleben grundiert. All dies fasst Leitner auch schon im folgenden lyrischen Bonmot trefflich zusammen: »Das Leben schwitzt / die besten Gedichte aus.«
(jeh)

Die Eckdaten zur Veranstaltung:

Anton G. Leitner 
liest aus: 
Spät öffnet sich das Licht
Ein Leben in Gedichten

Buchpremiere am 65. Geburtstag des Dichters

Moderation: Christoph Leisten

Dienstag­, 16.06.2026
19 bis ca. 21.45 Uhr (mit Geburtstagsumtrunk)

Lyrik Kabinett
Amalienstr. 83 a, 80799 München
(U3/U6, Haltestelle Universität)

Veranstalter: Anton G. Leitner Verlag
mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Lyrik Kabinett

Einlass: ab 18.30 Uhr
Eintritt: € 10,- (ermäßigt € 8,-)
Abendkasse, freie Platzwahl (Reservierung erbeten)

Vorverkauf über Anton G. Leitner | DAS GEDICHT
E-Mail: service@dasgedicht.de
Tel.: 08153 952522


Cover des lyrischen Lebenswerksammelbandes »Spät öffnet sich das Licht« von Anton G. Leitner

Die Eckdaten zum Buch:

Anton G. Leitner
Spät öffnet sich das Licht
Ein Leben in Gedichten
Retrospektive 1980 bis 2025

Werkausgabe mit 420 Gedichten

Mit Essays von Alexander Altmann,
Ulrich Johannes Beil, Norbert Göttler,
Christoph Leisten und Lorena Pircher.
Mit einer editorischen Notiz von
Gabriele Trinckler und Johanna Trischberger.
Bonus: »Die Macht der Poesie.
Eine Selbstbefragung von Anton G. Leitner«

Hardcover, Neuleinen
in Fadenheftung mit Lesebändchen
13,5 cm x 21 cm, 576 Seiten
€ 34,- [D] / € 35,- [A]
ISBN 978-3-929433-41-8
edition DAS GEDICHT


Download-Material zu »Spät öffnet sich das Licht« (bitte gerne frei verwenden):



Einstündiger Podcast unter dem Titel »Lyrik schreiben und herausgeben«: Anton G. Leitner zu Gast in der »Buchnerds«-Reihe von Carina Zacharias

Logo des Podcasts Buchnerds


(Meldung übernommen von DAS GEDICHT blog, 10.01.2026)

Zum Thema »Lyrik schreiben und herausgeben« war Anton G. Leitner bei Carina Zacharias zu Gast. In Folge vier ihres Podcasts »Buchnerds« befragte die Autorin, Buchbloggerin und Podcasterin den Weßlinger Lyrikverrückten rund ums Schaffen von Poesie und den Lyrikbetrieb.

Um sein eigenes Versemachen ging’s da ebenso wie ums Herausgeben und Verlegen, um Inspiration, Vorbilder sowie Freundschaften. Abzurufen ist der knapp einstündige Podcast etwa über Spotify, Apple Podcasts und Youtube.

Weihnachts- und Neujahrsgruß


Wilhelm Busch

Der Stern

Hätt einer auch fast mehr Verstand
Als wie die drei Weisen aus Morgenland
Und ließe sich dünken, er wär wohl nie
Dem Sternlein nachgereist wie sie;
Dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
Seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
Fällt auch auf sein verständig Gesicht,
Er mag es merken oder nicht,
Ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.


Liebe Freundinnen und Freunde von DAS GEDICHT,
liebe Poetinnen und Poeten, liebe Leserinnen und Leser,

mit Wilhelm Buschs Versen wünsche ich Euch allen von Herzen ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein Jahr 2026 mit vielen persönlichen poetischen Momenten.

Mein Optimismus, dass sich im Jahr 2026 angesichts des politischen Personals, insbesondere in den internationalen Machtzentren der Welt, etwas zum Besseren wenden möge, hält sich in deutlichen Grenzen. Meine Verzweiflung im Jahr 2025 war zeitweilig so groß, dass ich mich komplett von aktuellen Nachrichten abgekoppelt und ganz in die Welt der Poesie zurückgezogen habe. Dieser Rückzug in meine eigene Lyrik und in die unserer lyrischen Ahnen aber auch meiner zeitgenössischen Kolleginnen und Kollegen, hat mir die Kraft gegeben, den 33. Jahrgang von DAS GEDICHT zusammen mit Matthias Kröner und meinem Team, insbesondere mit Gabriele Trinckler und Jan-Eike Hornauer als unserem versierten und ideenreichen Online-Redakteur, so wunderbar mit poetischen Inhalten rund um das Thema »jung und alt« zu füllen, dass uns vielleicht eine der besten Ausgaben überhaupt gelungen ist. Jedenfalls lassen erste Rückmeldungen in Kritiken, aber auch Live-Reaktionen nach der magischen Premierenlesung am 19. November 2025 im Lyrik Kabinett in München, diesen Schluss zu.

Weßlinger See zum Jahresende 2025 (Foto: Anton G. Leitner)

Ich habe Ende Februar 2025 zunächst einen tätlichen Angriff auf mich, mit Drohungen gegen mein Leben erleben müssen, auf dem Friedhof in Weßling, nahe dem Grab meines Vaters, ein Angriff, der in seiner Erbärmlichkeit eigentlich nicht weiter ausgeführt gehört. Aber er sagt natürlich etwas darüber aus, wie verroht man hierzulande inzwischen mit Menschen umzugehen pflegt, die einem nicht passen, weil sie sich nicht so leicht den Mund verbieten lassen und »nebenbei« auch noch die Natur und Vogelwelt vor Bedrohungen zu schützen versuchen, soweit und so gut, wie sie es können …

Drei Monate später habe ich durch multiresistente Keime fast acht Wochen kostbarster Arbeits- und Lebenszeit verloren, und heute kann mich glücklich schätzen, dass ich, vor allem durch das Engagement meiner Hausärztin und Ehefrau, Dr. med. Felizitas Leitner, am Ende alles überlebt habe.

Die Erfahrungen, die ich dabei einmal mehr in einem Krankenhaus in München sammeln musste, in das ich notfallmäßig eingeliefert worden war, gehören zu den schlimmsten Erlebnissen meines Lebens und zeigen auf drastische Weise, wohin sich derzeit unser deutsches Gesundheitssystem entwickelt. Ich könnte viel darüber berichten und schreiben, tue es aber heute noch nicht. Dass allerdings Geld die Welt regiert, das wurde mir auf der Privatstation dieser Klinik, die nach außen noch einen guten Ruf genießt, klar, in der vor allem sehr wohlhabende Patientinnen und Patienten aus Russland und den Arabischen Emiraten menschlich behandelt wurden, ein Umstand, der uns normalen Patienten, vorsichtig formuliert, nicht gerade die beste medizinische Versorgung beschert hat, sondern, wie in meinem Fall, eher das Gegenteil. Denn ich hätte auch in vierzehn Tagen gesund sein können, wie ich heute weiß, wenn man mich dort nicht nach fünf Tagen völlig überstürzt entlassen hätte, weil wohl ein lukrativerer OP- Patient für mein Zimmer eingeliefert worden war …

Ich danke allen, die mich und mein Team freundschaftlich durch das Jahr 2025 begleitet und mir geholfen haben, es doch noch gut zu überstehen. Und ich arbeite daran, dass ich jenen, die sich nicht sehr anständig, mitunter sogar äußerst schäbig und gewaltkriminell gegenüber mir benommen haben, eines Tages auch verzeihen kann.

Grandios waren viele Veranstaltungen, auf denen ich zusammen mit geschätzten Kolleginnen und Kollegen, oft auch aus dem kabarettistischen Fach, auf diversen, teilweise auch größeren, Bühnen stehen durfte.

Die Premieren-Festlesung rund um meine neue Reclam-Anthologie »Jede Jahreszeit ist schön. Gedichte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter« mit vielen poetischen Freundinnen und Freunden im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2025 im dortigen Reclam-Museum, an einem der wunderbarsten und kuriosesten Orte, die ich je erleben durfte, ist unvergesslich, wenn nicht sogar kultig geworden – ich glaube, alle, die dabei waren, werden mir beipflichten.

Aber bevor ich noch weiter ins Schwärmen über die Lyrik im Allgemeinen und die Lyrik im Besonderen gerate, umarme ich Euch virtuell und freue mich darauf, viele von Euch auch im neuen Jahr mit auf die ein oder andere große poetische Abenteuerreise nehmen zu dürfen.

Toi, toi, toi und einen guten Rutsch,
und dass wir alle niemals die Hoffnung verlieren mögen,
das wünscht Euch
Euer
Anton
G. Leitner