Ein Tag, ein Gedicht: Netzanthologie des ÖKT startet am 1. Januar 2010

„Die Hoffnung fährt schwarz.“
Ein Tag, ein Gedicht: Die große ÖKT-Netzanthologie
vom 1. Januar 2010 bis 16.  Mai 2010
Ausgewählt und herausgegeben von Anton G. Leitner
unter Mitwirkung von Dr. Erich Jooß und Pater Georg Maria Roers SJ.

Weßling, den 28.12.2009

Liebe Besucherinnen und Besucher,

weil in wenigen Tagen meine Netzanthologie zum 2. Ökumenischen Kirchentag online geht, stelle ich Ihnen sowie den Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen die Pressemitteilung zu diesem Projekt auf meinen Blog:

Aus Anlass des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) hat Anton G. Leitner, Lyriker und Herausgeber der Zeitschrift „Das Gedicht“, eine Reihe zeitgenössischer Lyrikerinnen und Lyriker aus Deutschland, Österreich, Polen sowie der Schweiz eingeladen, neue Hoffnungspoesie einzureichen. Viele Kolleginnen und Kollegen folgten seinem Aufruf.

Vom 1. Januar 2010 bis zum Abschluss des ÖKT (16. Mai 2009) wird auf der Internetseite des ÖKT jeden Tag ein Gedicht in einer großen Netzanthologie publiziert: 136 lyrische Texte bestätigen einmal mehr den leitmotivischen Vers des argentinischen Dichters Roberto Juarroz: „Ein Gedicht rettet einen Tag.“

104 Autoren aus drei Generationen – vom Junglyriker Leander Beil (Jahrgang 1992) bis hin zur Grande Dame der Schweizer Gegenwartspoesie, Erika Burkart (geboren 1922) – steuern vorwiegend Originalbeiträge bei, die im Hier und Jetzt verankert sind. In der Netzanthologie finden sich sowohl Reimgedichte als auch freie Verse oder experimentelle Lautmalerei. Neben Mundartlyrik von Fitzgerald Kusz voller fränkischer Scharfzüngigkeit oder galligen Wiener Dialektgedichten von Franzobel kommt auch das Lachen nicht zu kurz: Andreas Schumacher zum Beispiel entpuppt sich als Nachwuchstalent auf den Spuren Robert Gernhardts und dessen lyrischer Situationskomik.

Alle Autorinnen und Autoren dieser Gedichtsammlung im Internet klopfen das Thema unter verschiedensten Gesichtspunkten auf sein poetisches Potential ab. Da gibt es „Zukunftsazubis“ (Alex Dreppec), die das Vorwärtsgerichtete der Hoffnung „auf einen Morgen, wie du ihn niemals zuvor auch nur zu träumen gewagt“ (Matthias Politycki) verdichten. Die Zweifler unter den Lyrikern hingegen misstrauen jenen „Betrügern und Schiebern“ (Ilma Rakusa), die ihre enttäuschten Hoffnungen „auf dem Altar der Puppenbauernkapelle“ (Mathias Jeschke) opfern. Ob Optimist oder Pessimist: Jeder prüft „die Tragkraft der Erde“ (Erika Burkart) und hofft „auf ein glückliches ende“ (Gerhard Rühm).

Ein Vers von Kerstin Hensel leiht der Netzanthologie des ÖKT ihren Titel: „Die Hoffnung fährt schwarz.“ Angesichts einer globalen Krise, die inzwischen nahezu jeden Lebensbereich berührt, könnte man meinen, auch die Lyriker hätten allen Grund schwarz zu sehen. Wider Erwarten beweisen aber viele in der Netzanthologie versammelte Gedichte, dass die Hoffnung nicht kleinzukriegen ist. Sie braucht weder Fahrkarte noch Visum. Als blinder Passagier begleitet sie die Menschen durch dunkle Zeiten und öffnet ihnen die Augen für den Lichtstrahl am Ende des Tunnels.

ISBN 978-3-939905-60-8

Damit interessierte Leserinnen und Leser auch langfristig auf das ungewöhnliche Hoffnungspotential dieser Gedichte zurückgreifen können, von denen viele eigens für den 2. Ökumenischen Kirchentag entstanden sind, erscheint im Januar 2010 im Verlag Sankt Michaelsbund (München) eine exemplarische Auswahl von 74 Gedichten zusätzlich in Buchform (ISBN 978-3-939905-60-8).

Am Freitag, den 14. Mai 2010 gibt es schließlich um 19 Uhr im Historischen Festsaal des Alten Rathauses in München die einmalige Gelegenheit, 24 Dichterinnen und Dichter der Netzanthologie live zu erleben. Sie reisen aus dem ganzen deutschen Sprachraum zum 2. Ökumenischen Kirchentag an. Unter dem Motto „Die Hoffnung fährt schwarz“ lesen im Rahmen der großen „Nacht der Poesie“ auf dem ÖKT u. a. Leander Beil (Holzkirchen), Ulrich Johannes Beil (Holzkirchen und Zürich), Timo Brunke (Stuttgart), Manfred Chobot (Wien), Alex Dreppec (Darmstadt), Kerstin Hensel (Berlin), Werner Lutz (Basel), Arne Rautenberg (Kiel), Said (München), Ludwig Steinherr (München), Jan Wagner (Berlin) und Mario Wirz (Berlin). Durch den Abend führen Prof. Christoph Lindenmeyer, Koordinator für kulturelle Beziehungen und Projekte in der Hörfunkdirektion des Bayerischen Rundfunks sowie Anton G. Leitner, der die Veranstaltung kuratiert.

Link epd (Evangelischer Pressedienst zum Projekt)

Soviel für heute. Morgen nachmittag zeichne ich zusammen mit Friedrich Ani ein Rundfunkgespräch zur neuen Ausgabe unserer Zeitschrift DAS GEDICHT (Nr. 17) auf, das voraussichtlich am Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 9 Uhr im Deutschlandradio Kultur (Radiofeuilleton) gesendet wird.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald an dieser Stelle
Ihr Anton G. Leitner

Jahresrückblick mit Vorschau

Weßling, den 21. Dezember 2009

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Tatasche, dass ich einige Wochen lang keine Zeit mehr erübrigen konnte, um meinen Blog zu aktualisieren, mag Ihnen einen Eindruck davon geben, wie viel ich zu tun hatte. Denn im Krisenjahr 2009 habe ich selbst in meinem Verlag alles einsetzen müssen, was möglich war, um unser Flaggschiff DAS GEDICHT unversehrt durch die raue Wirtschafts-See zu navigieren.

Bis zum heutigen Tag habe ich seit Januar 2009 nahezu ohne Urlaub durchgearbeitet, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Die tägliche „Knochenarbeit“ wurde mir und meinen Mitarbeiterinnen Gabriele Trinckler und Tanja Rottländer durch erfreuliche Ereignisse versüßt. So kommt die neue Ausgabe von DAS GEDICHT zum Thema Angst und Zivilcourage (Nr. 17, Oktober 2009), die ich zusammen mit Friedrich Ani gemacht habe, so gut an, wie wir es uns erhofft hatten.

Nach der gelungenen Präsentation der Ausgabe in Wien (Alte Schmiede), wo dem Veranstalter wegen des hohen Besucherandrangs die Stühle ausgingen, und nach der Premierenfeier im Münchner Szene-Lokal GAP am 1.12.2009 mit 16 Dichtern gibt es überaus positive Kritiken zu unserem Anti-Angst-Projekt. Sie reichen von Agenturfeatures (ddp, epd) über Rezensionen u. a. in der Abendzeitung, in Die Welt kompakt, im RBB und in den Literaturbeilagen der Nürnberger Nachrichten, des Kölner Stadt-Anzeigers bis zu einem Nachdruck von Gedichten in Die Presse (Wien).

Auf der Hugendubel-Internet-Startseite konnten Besucher mit Friedrich Ani und mir chatten.  Und am Mittwoch, den 16. Dezember 2009 empfahl sogar die Redaktion der Süddeutschen Zeitung (Martina Scherf) das neue GEDICHT als Weihnachtspräsent.

Der Bayerische Rundfunk hat mir ein 45-minütiges Fernsehtalkportrait in seiner renommierten Reihe BR alpha-Forum gewidmet, das am 30. November 2009 (20:15 Uhr) zum ersten Mal ausgestrahlt worden ist. Die alpha-Forum-Sendungen werden ungeschnitten gesendet (Live-Effekt) und vom BR im Wortlaut publiziert.

Gefreut habe ich mich Ende September 2009 auch über die Nachricht, dass mich die Münchner Autorengilde der „Turmschreiber“ zu ihrem neuen Mitglied berufen hat. Die „Turmschreiber“ sind in Bayern eine Institution mit eigenem Verlag, Jahrbüchern, Kalendern und großem Publikum bei ihren Lesungen in der Advents- und Faschingszeit. Sie gelten als renitent und stehen in der Tradition von Karl Valentin. Zu ihren verstorbenen Mitgliedern zählt Eugen Roth, zu den aktiven Turmschreibern gehören u. a. Hannes Burger (er schrieb die legendären Nockherberg-Reden), Herbert Rosendorfer, Tanja Kinkel, Petra Morsbach und Asta Scheib.

Zusammen mit Gabriele Trinckler edierte ich bei dtv die Anthologie „Ein Nilpferd schlummerte im Sand. Gedichte für Tierfreunde“ (illustriert von Reinhard Michl). Im Sommer folgte dann meine dtv-Trilogie im CD-Sonderformat für ein junges Publikum „relax“, „smile“ und power“. Die „power“-Sammlung zählt zu den „50 besten Kinder- und Jugendbücher(n) des Jahres 2010“ (siehe „Lies doch mal 5“, Focus-Schule und cbj, Kinder und Jugenbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House, München 2009, S. 109 ff.). Außerdem erschien im Herbst bei Reclam meine bislang erfolgreichste Lyriksammlung Feuer, Wasser, Luft & Erde. Die Poesie der Elemente wieder – dieses Mal als Hardcover.

Darüber hinaus betreuten wir ein dutzend Einzeltitel in der Reihe POESIE 21 unseres Lektorats-Services. An Arbeit mangelt es uns also nicht hier in Weßling, und darüber bin ich, bei aller wohliger Erschöpfung, auch froh. Denn es könnte in diesen Zeiten ganz anders laufen.

Da ich, wie Sie vielleicht wissen, schon länger dabei bin, unsere Internetpräsenz zu verstärken, habe ich in Zusammenarbeit mit Richard Westermaier damit begonnen, Lyrikclips für das Internet zu produzieren. Westermaier verfügt in diesem Bereich über langjährige Erfahrung. Er produziert u. a. für Titanic TV (den Internetkanal der gleichnamigen Satire-Zeitschrift) wöchentlich die „Wildbach-Toni“-Filme. Sie werden von so Vielen gesehen, dass sie schon dabei sind, Kult-Status zu erlangen.

Wir haben bei YouTube einen eigenen Videokanal für DAS GEDICHT eingerichtet: dasgedichtclip. Bei unserer GEDICHT-Präsentation im GAP in München war Westermaier schon mit der Kamera dabei, fünf Live-Clips sind bereits unter dasgedichtclip abrufbar (u. a. die Debüt-Lesung des 17-jährigen Leander Beil).

Noch ein letzter Hinweis aus aktuellem Anlass: Die Evangelische und Katholische Kirche betrauten mich damit, ein Lyrikprogramm zum 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfindet, zu gestalten. Innerhalb von wenigen Monaten entwickelte ich in Zusammenarbeit mit den Kulturverantwortlichen des ÖKT sowie mit Dr. Erich Jooß (Geschäftsführender Direktor des Sankt Michaelsbund, München) und Pater Georg Maria Roers SJ, dem Münchner Künstlerseelsorger, das Konzept.

Unsere Internetanthologie startet bereits am 1. Januar 2010 auf der Netzseite des ÖKT und bringt bis einschließlich 16. Mai 2010 jeden Tag ein neues Hoffnungsgedicht ins Netz.

Begleitend dazu erscheint bereits Mitte Januar 2010 der Sammelband Die Hoffnung fährt schwarz“ im Verlag Sankt Michaelsbund (München).

Bei der Großen ÖKT-Poesienacht lesen 24 namhafte Dichter aus dem ganzen deutschen Sprachraum. Sie findet am Freitag, den 14. Mai 2010 ab 19 Uhr im Historischen Festsaal des Alten Rathauses in München statt.

Abschließend wünsche ich Ihnen auch im Namen meiner Frau und meiner Mitarbeiterinnen Gabriele Trinckler und Tanja Rottländer ein frohes Fest. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald an dieser Stelle, Ihr
Anton G. Leitner

GEDICHT-Premiere in München / Leitner im BR-alpha forum


Drei herzliche Einladungen:
• für Donnerstag, 19.11.2009 um 20 Uhr nach Gauting –
Ani/Bardola/Leitner/Laar im Bosco
• für Montag, 30.11.2009 um 20:15 Uhr vor den Fernseher –
Anton G. Leitner im BR-alpha forum
• für Dienstag, 1.12.2009 um 20 Uhr nach München: GEDICHT-
Premierenlesung mit 15 Lyrikern im GAP

Weßling, den 13.11.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Poesie,

die Premierenlesung in der Alten Schmiede zu Wien aus der neuen GEDICHT-Ausgabe (Nr. 17, „Fürchte dich nicht – spiele!“) am 10. November 2009 war für uns alle ein beglückendes Erlebnis. Mit Friedrich Ani (München), Alex Dreppec (Darmstadt), Gerhard Rühm (Köln-Wien) und Mario Wirz (Berlin) traten Autoren für DAS GEDICHT auf, denen es einmal mehr gelungen ist, ihr aufmerksames und konzentriertes Publikum zwei Stunden lang zu fesseln und mit Lyrik im besten Sinne zu unterhalten. Der Andrang in die Alte Schmiede, dem Literaturort Nr. 1 in Wien, war so groß, dass schließlich keine Stühle mehr zur Verfügung standen und einige Zuschauer buchstäblich unsere Lesungen „durchstehen“ mussten, was sie gut gelaunt und mit beachtlichem Stehvermögen getan haben. Das Spektrum der vorgetragenen Texte reichte von der komischen Lyrik mit Slam-Elementen (Dreppec) über erzählende Gedichte (Ani) zu radikal einfachen Versen von kristalliner Schönheit (Wirz) bis hin zur Lautpoesie (Prof. Rühm).

Weil aber nach einer alten Sportregel nach dem Spiel vor dem Spiel ist, möchte ich Sie an dieser Stelle bereits ganz herzlich auf zwei neue Veranstaltungstermine einladen und Sie außerdem auch auf eine Fernsehsendung mit mir aufmerksam machen.

1.) Am Donnerstag, den 19. November 2009 lese ich um 20 Uhr zusammen mit Friedrich Ani in Gauting (Bosco-Kulturzentrum, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting, Telefon: 089/45238580) Gedichte vom Werden, Leben und Vergehen. Der Münchner Literaturkritiker und Schriftsteller Nicola Bardola moderiert unsere Lesungen, Klangkünstlerin Augusta Laar sorgt an den Plattentellern für gute Zwischentöne und akustische Gedankenpausen. Veranstalter ist das renommierte Theaterforum / Literaturforum im Bosco, der Eintritt beträgt Euro 12,-. Gauting ist die Nachbargemeinde von Weßling und es berührt mich auch nach fast 30-jähriger Bühnenerfahrung noch immer besonders, in der Nähe des eigenen Lebens- und Arbeitsmittelpunktes aufzutreten. Ich würde mich sehr freuen, Sie am 19. November in Gauting persönlich begrüßen zu dürfen und denke, es wird dort eine Fülle von spannenden Begegnungen rund um die Poesie geben.

2.) Am Montag, den 30. November 2009 möchte ich Sie einladen, um 20:15 Uhr Ihr Fernsehgerät einzuschalten und BR-alpha zu schauen (bzw. Ihren Videorecorder entsprechend zu programmieren). Der Bayerische Rundfunk (BR) strahlt dann nämlich zum ersten Mal ein 45-minütiges Fernseh-Talkportrait über mich in seinem BR alpha-Forum aus. Moderator Dr. Dieter Lehner unterhält sich mit mir über wichtige Stationen meines Lebens und künstlerischen Werdegangs. Die Sendung wird ungeschnitten, 1:1 so ausgestrahlt, wie sie aufgezeichnet worden ist, was vielen Interviews dieser Reihe einen unverwechselbaren Live-Charakter und eigenen Charme verleiht. Der BR publiziert das Gespräch mit mir nach der Sendung auch im Wortlaut auf seiner Internetseite, zusammen mit bio-bibliographischen Hinweisen. Die Sendung wird am Dienstag, den 1. Dezember 2009 um 13 Uhr auf BR-alpha wiederholt.

3.) Nach dem virtuellen Fernseherlebnis gibt es dann am 1. Dezember 2009 um 20 Uhr in München (Café GAP, Goethestr. 34, 80336 München) die Gelegenheit, so manchen Dichterkollegen, der in der BR-alpha-Sendung erwähnt war, zusammen mit mir live auf der Bühne zu erleben.

Friedrich Ani und ich haben viele Dichterfreunde und Kollegen eingeladen, im Rahmen von gemeinsamen Lesungen unter dem Motto „Fürchte dich nicht – spiele!“ die München-Premiere unserer GEDICHT-Edition zu feiern.

Wir präsentieren DAS GEDICHT 17 zusammen mit Franz Dobler und Albert Ostermaier. Außerdem lesen Lyrikdebütant Leander Beil (Jahrgang 1992), Ulrich Johannes Beil, Jürgen Bulla, Gert Heidenreich, Walter Flemmer, Alma Larsen, Theres Lehn, Birgit Müller-Wieland, Frank Schmitter, Ludwig Steinherr, Siegfried Völlger und Josef Wittmann aus der neuen Ausgabe.

Klangkünstler Kalle Laar präsentiert „Töne der Angst“. Der Münchner Schriftsteller und Literaturkritiker Nicola Bardola führt durch den Abend. Er moderiert auch eine kurze Herausgeberrunde mit Friedrich Ani und mir.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu zwanglosen Gesprächen mit den Akteuren. Der Eintritt beträgt Euro 7,-, wir veranstalten diese Premierenlesung zusammen mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem GAP (Telefon: 089/54404094). Da unsere Leseliste viele poetische Ausnahmetalente versammelt, empfiehlt sich das rechtzeitige Erscheinen am 1.12.2009 im GAP, das verkehrsgünstig und zentral in der Münchner Goethestraße gelegen ist.

Ich freue mich auf prickelnde Gedichte, ergiebige Gespräche und intensive Begegnungen.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald,
Ihr Anton G. Leitner

Premierenlesung aus DAS GEDICHT 17 in Wien

Herzliche Einladung in die Alte Schmiede Wien
zur Präsentation von DAS GEDICHT 17 (Fürchte dich nicht – spiele!).
Es lesen: Friedrich Ani (München), Alex Dreppec (Darmstadt),
Anton G. Leitner (Weßling bei München), Gerhard Rühm (Köln-Wien) und Mario Wirz (Berlin).

Dienstag, 10. November 2009, 19:00 Uhr
Alte Schmiede, Kunstverein Wien (Literarisches Quartier),
Schönlaterngasse 9, A-1010 Wien
Freier Eintritt
Weßling, den 6.11.2009

Liebe Freundinnen und Freunde der Poesie,

auch im Namen von meinem Mitherausgeber Friedrich Ani möchte ich Sie für kommenden Dienstag, den 10. November 2009 um 19 Uhr ganz herzlich zur Lesung / Buchpremiere unserer gemeinsamen Ausgabe von DAS GEDICHT (Nr. 17, „Fürchte dich nicht – spiele!“) in die Alte Schmiede nach Wien einladen.

Friedrich Ani und ich mögen Wien besonders gern und freuen uns deshalb außerordentlich, dass wir DAS GEDICHT 17 zuerst in der Donaumetropole vorstellen können.

Dr. Kurt Neumann von der Alten Schmiede hat uns die Möglichkeit geboten, Autoren in Wien auftreten zu lassen, die die ganze Bandbreite der Zeitschrift DAS GEDICHT verkörpern. Slammer Alex Dreppec ist einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschen Spoken-Word-Szene. Der Berliner Dichter Mario Wirz zeichnet sich durch eine klare lyrische Sprache aus; seine Gedichte sind kraftvolle und radikale Bekenntnisse zum Leben. Gerhard Rühm ist einer der Altmeister der „Wiener Gruppe“; in seinen Gedichten betont er insbesondere die visuellen und akustischen Momente der Sprache.

Die ausgewählten Autoren sollen insbesondere den entdeckungsfreudigen und generationsübergreifenden Ansatz unserer Edition unterstreichen. „Die Zeitschrift DAS GEDICHT ist von allen Lyrik-Publikationen die innovativste und lebendigste, weil sie nicht auf eine bestimmte Art der Lyrik festgelegt ist. DAS GEDICHT pflegt den lyrischen Pluralismus“, heißt es in einer aktuellen Hörfunkkritik des Berliner ARD-Senders RBB kulturradio vom 22.10.2009.

Auch an der neuen Ausgabe von DAS GEDICHT haben wieder etliche Wiener Lyriker mitgearbeitet, u. a. Manfred Chobot, Franzobel, Rudolf Kraus, Friederike Mayröcker, Gerhard Rühm und Robert Schindel.

Es wäre schön, wenn wir Sie am kommenden Dienstag um 19 Uhr in der Alten Schmiede in Wien persönlich begrüßen dürften. Ich bin schon neugierig auf spannende Begegnungen rund um die Poesie.

Mit herzlichen Grüßen, auch von Friedrich Ani,
und bis bald,
Anton G. Leitner


Dienstag, 10. November 2009, 19:00 Uhr
Alte Schmiede, Kunstverein Wien (Literarisches Quartier)
Schönlaterngasse 9, A-1010 Wien
Eintritt frei

DAS GEDICHT. Zeitschrift für Lyrik, Essay und Kritik (Weßling bei München, gegründet 1993)• Reihe Literaturzeitschriften XXV • Es lesen FRIEDRICH ANI (München) • ALEX DREPPEC (Darmstadt) • ANTON G. LEITNER (Weßling b. München) • GERHARD RÜHM (Köln–Wien) • MARIO WIRZ (Berlin) • Anton G. Leitner (Herausgeber) führt durch den Abend und stellt mit Friedrich Ani die Ausgabe Nr.17 (Herbst 2009) der Zeitschrift vor: Fürchte dich nicht, spiele! • Beitrag der Alten Schmiede zur Lesefestwoche BUCH WIEN 09

DAS GEDICHT bietet eine internationale Hintergrundberichterstattung rund um die zeitgenössische Poesie. DAS GEDICHT stellt Erstveröffentlichungen namhafter und weniger bekannter Autoren vor. Daneben reflektieren Essays, Interpretationen, Portraits und Interviews den augenblicklichen Stand der Lyrik in Literatur und Gesellschaft. DAS GEDICHT enthält außerdem alle zwei Jahre eine kommentierte Bibliographie aller wesentlichen Neuerscheinungen.

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift weisen 77 namhafte Schriftstellerinnen und Schriftsteller (darunter Franzobel, Helmut Krausser, Friederike Mayröcker, Matthias Politycki, Gerhard Rühm, Robert Schindel) poetische Wege aus der Angst und beweisen Mut zum Übermut, lassen die Sprachlust aufleben. „Es ist so still wenn die angst ihre / knopfaugen öffnet“, schreibt Albert Ostermaier, aber Ilma Rakusa hat schon Verse gegen die Angst parat: „Schaue das Meer / rieche das Gras / kränke kein Kind / iss keinen Frass“.

Friedrich Ani, *1959 in Kochel, lebt in München. Von ihm erschienen zahlreiche Romane, u.a. German Angst, Süden und der Luftgitarrist, Hinter blinden Fenstern und der Gedichtband Mitschnitt. Als Drehbuchautor erfand er für das ZDF die Figur der Privatdetektivin Franziska Luginsland (Katja Flint). Außerdem schrieb er für die TV-Reihen Tatort, Stahlnetz, Ein Fall für zwei, u. a. www.Friedrich-Ani.de

Alex Dreppec, *1968 in Jugenheim (Bergstraße), lebt in Darmstadt. Studium der Psychologie, Promotionsstipendiat des Landes Hessen. 1995 Veröffentlichung von Popmusik, seit Ende 2000 Teilnahme an Poetry Slams, Poetry-Slam-Champion in zahlreichen Städten. Einer der Organisatoren und Moderatoren der regelmäßig ausverkauften „Darmstädter Dichterschlacht“, Leiter von Schreibwerkstätten u. a. an Schulen und Universitäten, Auftritte in Radio und Fernsehen (Arte, MDR, HR1, WDR). 2001 Lyrikseminar-Stipendiat der Zeitschrift DAS GEDICHT, 2004 Preisträger des „Wilhelm-Busch-Preises für satirische und humoristische Versdichtung“ (1. Preis). Veröffentlichungen u. a. in Literaturzeitschriften, Anthologien und auf CDs. 2003 erschien der Lyrikband Die Doppelmoral des devoten Despoten, 2006 die Solo-CD Metakekse. www.dreppec.de

Anton G. Leitner, *1961 in München, ist examinierter Jurist. 1993 gab er die Beamtenlaufbahn auf, um sich im Hauptberuf der Poesie und ihrer Vermittlung zu widmen. Er lebt als Schriftsteller, Herausgeber, Verleger und Rezitator in Weßling. 1992 gründete er die Zeitschrift Das Gedicht, mit der es ihm immer wieder gelingt, Resonanz in größerem Rahmen zu erzielen. Hg. u. a. von SMS-Lyrik (dtv/Hanser), Musik-Poesie-CD Herzenspoesie (mit Anna Thalbach und Alexander Khuon), Lyrikserie bei dtv (2009). Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte (Gedichte aus 25 Jahren). www.AntonLeitner.de (Blog) und www.DasGedicht.de

Gerhard Rühm, *1930 in Wien, Klavier- und Kompositionsstudium an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst. Er lebte von 1964 bis 1977 in West-Berlin, seitdem als Schriftsteller, bildender Künstler, Theater- und Hörspielautor, Lyriker, Komponist, Interpret seiner Werke und Performancekünstler, Zeichner, Maler, Collagist in Köln. Von 1972 bis 1995 Professur für freie Grafik an der Staatlichen Kunsthochschule in Hamburg. Hörspielpreis der Kriegsblinden 1983. 1991 Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wien, Großer Staatspreis für Literatur der Republik Österreich. Die 2005 im Berliner Parthas Verlag begonnene Ausgabe der Gesammelten Werke wird nun von Matthes & Seitz Berlin fortgeführt.

Mario Wirz, *1956 in Marburg an der Lahn, lebt in Berlin. Nach dem Abitur Schauspielausbildung in Berlin, Engagement an der Vagantenbühne in Berlin. 1981 bis 1984 am Jugendtheater Kiel, danach Autor, Regisseur und Schauspieler bei verschiedenen Projekten, seit 1988 als freier Schriftsteller in Berlin. Verfasser mehrerer Theaterstücke. Veröffentlichungen: Und Traum zerzaust dein Haar. Nachtgedichte (1982); All die vielen Nachtschritte. Gedichte ohne Illusionen (1984); Es ist spät, ich kann nicht atmen. Ein nächtlicher Bericht (1992, 2005); Ich rufe die Wölfe. Gedichte (1993); Biographie eines lebendigen Tages (1994); Das Herz dieser Stunde. Gedichte (1997); Folge dem Fieber und tanze. Briefe zwischen Alltag, Sex, Kunst und Tod (1998); Umarmungen am Ende der Nacht. Erzählungen (1999, 2004); Sieben Leben hat die Woche. Gedichte (2003); Sturm vor der Stille. Gedichte (2006); Nachrichten von den Geliebten (2009).

(Auszug aus dem Programm November, Dezember 2009 der Alten Schmiede)

Hugendubel-Gedicht des Tages / DAS GEDICHT Clips auf YouTube

Liebe Leserinnen und Leser,

hinweisen möchte ich Sie heute noch auf ein Gewinnspiel, das derzeit die Buchhandlung Hugendubel auf ihrer Internet-Startseite zur neuen Ausgabe von DAS GEDICHT Nr. 17 veranstaltet. Im Rahmen dieser Aktion können Sie Friedrich Ani und mir auch Fragen stellen.

DG17-Cover-9783929433692Wenn Sie die Internetseiten von Hugendubel besuchen, sollten Sie sich bei dieser Gelegenheit auch die kompetent betreute Rubrik „Gedicht des Tages“ anschauen. Bei mir ist es inzwischen zur schönen Gewohnheit geworden, jeden Tag im Büro mit dem Lesen  des dortigen „Gedicht des Tages“ zu beginnen.

Künftig beabsichtigen wir, in unregelmäßigen Abständen Videoclips mit Lyrikern auf YouTube ins Netz zu stellen. Als „Muster“ ist bereits ein erster Lyrik-Clip mit mir online, in dem ich mein Gedicht „Wo waren wir“ rezitiere.

Soviel für heute.
Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald wieder an dieser Stelle,
Ihr Anton G. Leitner

dtv-Anthologie “power” unter den „50 besten Kinder- und Jugendbüchern 2010“

Liebe Leserinnen und Leser,

2009 war ein Jahr, das mir bislang nichts geschenkt hat. Aber es war auch eines meiner kreativsten Jahre überhaupt. Innerhalb von sechs Monaten erschienen fünf Anthologien bei dtv und eine Anthologie bei Reclam.

Die ununterbrochene Arbeit hat sich gelohnt, wie es scheint. Denn meine neue dtv-Anthologie „power“ (hier eine Leseprobe) gelangte in den viel beachteten Kanon Die 50 besten Kinder- und Jugendbücher 2010“, der traditionell auf der Frankfurter Buchmesse von Nicola Bardola präsentiert wird. Der renommierte Buchexperte Bardola stellt schon zum fünften Mal die 50 besten Kinder- und Jugendbücher der laufenden Buchsaison vor. Dabei wird er von einer prominenten Jury von Autoren, Journalisten und Buchhändlern unterstützt.

9783423137775_power300dpi„power ist eine schmale Poesiesammlung, eine Brausetablette im Büchermeer, die es in sich hat und jungen Menschen zeigen kann, wie wichtig gute Gedichte heute sind. Keine andere literarische Gattung geht so sorgfältig mit Sprache um wie die Lyrik. Wer Lyrik liest, ist gewappnet für jegliche Form von wertvollen Texten bis hin zum täglichen Sprachmüll. […]. Es sind viele High-speed-Verse dabei, die vom Gasgeben, von Stampeden, von bouncenden Bässen in Bassboxen oder von Propellern, die gesprossen sind an Ober- und Unterschenkeln erzählen: da burnst du baby yeah. Lies doch mal!“, heißt es in der Begründung, die ab November sogar in Buchform nachzulesen ist, nämlich in: Nicola Bardola, „Lies doch mal! Die 50 besten Kinder- und Jugendbücher 2010“ (cbj).

Mich freut es besonders, dass “power” den Sprung unter die Top 50 der Kinder- und Jugendbuchsaison 2009 geschafft hat, da es ja eigentlich im “Erwachsenprogramm” bei dtv erschienen ist. Aber ich hatte mir die innere Vorgabe auferelgt, dass diese Sammlung (sowie ihre beiden Schwestern “relax” und “smile”) besonders auch junge Leserinnen und Leser ansprechen soll.

Soviel für heute. Jetzt aber hinaus ins Freie, um noch einige Sonnenstrahlen zu erwischen!

Herzliche Grüße
und bis bald an dieser Stelle,
Ihr Anton G. Leitner