Leipziger Buchmesse 2008

Buchpremiere Anton G. Leitner (Hrsg): „Im Ursprung ein Ei sprang“

Donnerstag, 13. März 2008, 21 Uhr, Gohliser Schlösschen (Saal)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

bevor ich morgen in aller Frühe nach Leipzig aufbreche, wo ich bereits mittags live im mdr zu hören sein werde, möchte ich Sie an dieser Stelle auf meine neue Anthologie „Im Ursprung ein Ei sprang. Gedichte vom Werden und Vergehen“ aufmerksam machen, die ja auf der Leipziger Buchmesse erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Gestern habe ich vom Verlag mein erstes Vorab-Exemplar bekommen. Ich glaube, das ist mein bislang schönstes Buch geworden (wie Sie wissen habe ich ja nicht gerade wenige Bücher gemacht). Diese Anthologie ist nicht nur wegen ihrer bibliophilen Ausstattung (u. a. Voll-Leinen, Lesebändchen, Prägeetikett, Mehrfarbendruck) ein kleines Juwel. Viele Gedichte und Übersetzungen sind eigens dafür entstanden, ein erst kürzlich in einem Papyrus entdecktes Sappho-Gedicht wird dort, rekonstruiert und übersetzt von Prof. Niklas Holzberg (München), zum ersten Mal publiziert.

Es wäre mir eine besondere Freude, Sie morgen (Donnerstag, den 13. März 2008) um 21 Uhr im Saal des Gohliser Schlösschens (Menckestr. 23, Leipzig) begrüßen zu dürfen. Zusammen mit Schauspieler Jaecki Schwarz („Polizeiruf 110“-Kommissar Schmücke) und dem Berliner Lyriker Mario Wirz lese ich aus dem Buch. Der vielfach ausgezeichnete Pianist Benjamin Schatz begleitet unsere Buchpremiere am Klavier, Arnd Brummer, Chefredakteur von Chrismon und Verleger des HDV, führt durch den Abend.

Im Märzheft von Chrismon (03. 2008) stelle ich das neue Projekt auf einer Doppelseite vor (vgl. S. 42/43). Das Märzheft ist am 9.3.2008 in „Der Tagesspiegel“, am 10.3.2008 in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Potsdamer Neueste Nachrichten“ und „Süddeutsche Zeitung“, am 12.3.2008 in „Mitteldeutsche Zeitung“ und „Schweriner Volkszeitung“ erschienen und am 13.3.2008 liegt es in „Die Zeit“ bei. Natürlich gibt es dieses Heft auch auf der Leipziger Buchmesse.

Ich selbst bin bis Samstag in Leipzig. dtv hat mich eingeladen, meine Neuerscheinung „Zu mir oder zu dir? Verse für Verliebte“ (Reihe Hanser, Februar 2008) als Autor / Herausgeber am dtv Stand persönlich zu vertreten. Ich werde mich deshalb immer wieder einmal am dtv Stand einfinden und sicher auch öfters am Gemeinschaftsstand von Chrismon (Halle 3 A, Stand 215) anzutreffen sein.

Meine Zeitschrift DAS GEDICHT hat keinen Stand in Leipzig, weil es natürlich für mich als Herausgeber besonders wichtig ist, viel auf der Messe unterwegs zu sein, um für unsere Leserinnen und Leser neuen Lesestoff zu entdecken.

Vielleicht begegnen wir uns ja auf der Messe?

Herzliche Grüße
und bis bald,

Ihr Anton G. Leitner

Reaktionen auf die Solidaritätserklärung mit den Hausärzten

Liebe Besucherinnen und Besucher,

auf meine Solidaritätserklärung vom 4. Februar 2008 habe ich inzwischen dutzende von eMails aus dem Kreise der Besucherinnen und Besucher dieser Internetseiten erhalten, die mir insbesondere für meine Offenheit danken. Die aufgedeckten Kalkulationen zum Stundenlohn einer bayerischen Kassenärztin im teuren S-Bahnnahbereich von München lösen Entsetzen aus. Nahezu alle, die mir geantwortet haben, beteiligen sich an der Petition gegen den Gesundheitsfonds.

Am Samstag, den 9. Februar 2008 bestätigte übrigens ein Interview der Süddeutschen Zeitung mit einer Hausärztin und einem Hausarzt (als Aufmacher im Münchner Teil der SZ publiziert) die hier erstmals offenbarten Zahlen. Die beiden interviewten Hausärzte unterschreiten die von mir genannten Werte sogar noch und weisen als Nettostundenlohn für ihre Tätigkeit lediglich 10 Euro aus.

Ich habe meine Solidaritätserklärung auch an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten aus meinem Wahlkreis geschickt, u. a. an Ilse Aigner (CSU), Ursula Männle (CSU), Klaus Barthel (SPD) und Martin Zeil (FDP).

Nach und nach ergeben sich jetzt interessante Korrespondenzen und Gespräche. Als erster Politiker reagierte der Weßlinger Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, Michael Muther. Er unterstützt selbst und mit seiner Familie meinen Aufruf.

Danach meldete sich die Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnholzer (SPD) aus Fürstenfeldbruck mit interessanten Sachinformationen und Anregungen. Allerdings sieht sie schwarz, was die Verhinderung des Gesundheitsfonds betrifft. Sie glaubt, dass der Gesundheitsfonds kommt, weil er ja lediglich die Ärzte in zwei Bundesländern benachteilige (bzw. in ihrer Existenz bedrohe), leider halt auch die bayerischen Hausärzte. Eine (nachträgliche) Ablehnung des Gesundheitsfonds sei deshalb unwahrscheinlich. Im übrigen verwies sie auf Landtagsprotokolle, aus denen sich klar und deutlich ergibt, dass sie schon frühzeitig auf die dramatische Situation der Hausärzte in Bayern hingewiesen hat, dabei aber insbesondere bei der CSU-Fachressortministerin Stewens auf taube Ohren gestoßen ist. Sie wird sich weiter für die Belange der Hausärzte in Bayern engagieren, und trifft sich demnächst mit meiner Frau und weiteren Kolleginnen, um im direkten Gespräch mit Praktikern mögliche Verbesserungen oder Lösungswege zu erörtern.

Am Mittwoch, den 20.02.2008 meldete sich bei mir auch die Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner (CSU) telefonisch, um sich darüber zu informieren, wo meiner Frau der Schuh drückt. Zunächst zeigte sie sich etwas ungehalten darüber, dass ich auf meiner Homepage geschrieben hatte, die Abgeordneten aus meiner Heimatregion wären offensichtlich nicht bereit, sich mit dem Kulturpreisträger ihres Landkreises bezüglich der Hausärzte-Problematik auszutauschen. Mein Solidaritätsaufruf sei lediglich an „Sehr geehrte Damen und Herren“ adressiert gewesen, nicht an sie persönlich. Hausärzte hätten im übrigen noch andere Einnahmen als die der Kassen, sie selbst arbeite als Abgeordnete auch 60 Stunden die Woche. Auf meinen Einwand, dass sie als Abgeordnete des Deutschen Bundestages aber nicht für 1.300 Euro netto monatlich arbeiten müsse, und auch deutlich weniger Risiko zu tragen habe, als eine Ärztin, reagierte sie verblüfft und auch etwas ungläubig. Ich selbst betonte im Gespräch mit Ilse Aigner, dass es den Hausärzten nicht nur ums Geld gehe, sondern auch um die Tatsache, dass sie von Politik und Krankenkassen zu „Überbringern schlechter Nachrichten“ degradiert würden (siehe unten). Auch das Kassieren der Praxisgebühr von symbolischen 10 Euro belaste das Verhältnis zwischen Patient und Arzt aufs Kleinkarierteste und erhöhe für Arztpraxen zudem deutlich das Risiko, Opfer von Straftaten zu werden. Abschließend meinte Frau Aigner, dass sie selbst nie ein großer Fan des (von ihr mit beschlossenen?) Gesundheitsfonds gewesen sei, an dessen inhaltlicher Ausgestaltung ja auch noch gearbeitet werde.

Martin Zeil von der FDP, der in Presseerklärungen stets seine Solidarität mit den bayerischen (Haus-)Ärzten verkündet, hat auf meinen Aufruf bislang nicht reagiert. Die Nichtreaktion von Zeil spricht nicht gerade für seine Bürgernähe und stimmt mich skeptisch, was den wirklichen Willen der bayerischen FDP zur Verbesserung der Lage für die bayerischen Hausärzte betrifft.

Inzwischen hat sich auch der bayerische Ministerpräsident Beckstein (CSU) mit dem Vorsitzenden der bayerischen Hausärzte getroffen und nach dem Gespräch den Kassen empfohlen, direkt mit den bayerischen Hausärzten zu verhandeln, um besser honorierte Verträge zu erreichen. CSU-Gesundheitspolitiker Zimmermann erklärte in einem Gespräch mit dem Münchner Merkur seine Wandlung vom „Saulus zum Paulus“, räumte schwere Fehler in der Gesundheitspolitik ein, und gelobte Besserung auf der ganzen Linie.

Ich halte es für kein schlechtes Zeichen, dass jetzt einige Politiker damit beginnen, sich bei Praktikern über deren Probleme zu erkundigen oder sogar selbstkritisch schwere Fehler einräumen. Nach meinen ersten persönlichen Erfahrungen bin ich allerdings äußerst skeptisch, ob sie sich wirklich um eine Änderung der Situation bemühen werden, oder ob es sich bei ihrem plötzlichen Engagement lediglich um wahltaktische Ablenkungsmanöver kurz vor den Kommunalwahlen in Bayern handelt. Ich stelle bei meinen Kontakten mit Politikern eine erschreckende Arroganz der Macht fest, eine deutliche Scheu, sich in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bürgern selbst um eine konstruktive Verbesserung der Situation zu kümmern.

Natürlich hoffe ich auch, dass ich Sie demnächst an dieser Stelle wieder ausführlich über literarische Themen aus dem mir so nahen Feld der Poesie informieren kann. Aber ich habe lange, viel zu lange, schweigend zugeschaut, wie meine Frau für eine stetig schlechtere Bezahlung immer noch mehr arbeiten musste, dauerschikaniert von ständig neuen Vorgaben einer kafkaesk-unheimlichen Kassenbürokratie, die den Patienten erzählt, „jeder bekommt alles Nötige“, und für solche Versprechungen hinterher die eigenen Vertragsärzte in Regress nimmt und bluten lässt. Ein Kassensystem, das Hausärzte zu Dauerüberbringern schlechter Nachrichten degradiert („nein, dieses Mittel darf ich Ihnen nicht mehr verschreiben, die Krankengymnastik darf ich Ihnen nicht mehr verordnen“ usw.) und zum Kassieren von unsinnigen Praxisgebühren missbraucht, und damit das über viele Jahre gewachsene Grundvertrauen der Patienten in ihre Ärzte zerstört, die Ärzteschaft total frustriert und jeden intelligenten jungen Menschen davor abschreckt, Arzt zu werden.

Nein, ich kann beim besten Willen nicht mehr länger zuschauen und schweigen. Ich werde mich von diesem Thema erst dann sanft „zurückziehen“, wenn eine deutliche Besserung der Situation eingetreten ist.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit,
viele Grüße aus Weßling
und bis ganz bald,

Ihr Anton G. Leitner

Das Maß ist voll. Solidarität mit den Hausärzten

Petition gegen den Gesundheitsfonds

Liebe Besucherinnen und Besucher,

in mir hat sich in den letzten Monaten und Jahren eine solche Wut auf die Politik, insbesondere die Gesundheitspolitik aufgestaut, dass ich mich entschlossen habe, jetzt auch im Namen meiner Frau, an die Öffentlichkeit zu gehen. Wie viele von Ihnen wissen, bin ich seit über 16 Jahren mit Dr. med. Felizitas Leitner verheiratet, die seit 25 Jahren als Ärztin arbeitet, davon 20 Jahre in eigenen hausärztlichen Praxen (in Saarbrücken und Weßling). Felizitas ist das älteste von neun Kindern einer katholischen Familie aus dem Rheinland. Sie kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie aus keiner Ärztefamilie stammt, was konkret heißt, dass sie sich ohne jede einschlägige elterliche Hilfe, aus eigener Kraft also, jahrelang für ihren Beruf qualifiziert hat. Wer sie kennt, weiß, dass sie mit Leib und Seele Ärztin ist und dieser Beruf für sie Berufung ist. Sie hat diesen Beruf aber auch gewählt, weil sie bei dessen Ergreifung davon ausgehen konnte, dass er sie eines Tages anständig ernähren und ihr ein in finanzieller Hinsicht sicheres Auskommen, unabhängig von der Familie, gewährleisten würde.

Nun hat Felizitas mit mir ausgerechnet einen Mann geheiratet, der zwar examinierter Jurist ist, aber vor 15 Jahren die Vermittlung von Lyrik in den Mittelpunkt seines Arbeitslebens gestellt hat, und sich seither nicht ohne Erfolg um jene literarische Königsgattung bemüht, die von vielen Zeitgenossen mit Spitzwegs Bild „Der arme Poet“ gleichgesetzt wird. Nach 15 Jahren Tätigkeit in diesem Bereich der Kunst kann ich heute sagen, dass es sicherlich kein schwierigeres Feld geben dürfte, um Geld zu verdienen. Meine wenigen Beamtenjahre erscheinen mir in der Rückblende wie „bezahlter Urlaub“. Nun schreibe ich bekanntlich nicht nur selbst Gedichte, sondern ediere und verlege auch die Lyrik von vielen anderen Dichtern der Gegenwart und aus der Literaturhistorie, eine Tatsache, die das zu Vergleichszwecken bemühte Spitzwegbild vom armen Poeten noch eher verschärft. Glücklicherweise entspannt sich aber mit meinem zunehmenden Bekanntheitsgrad die Lage ein wenig.

Allerdings mussten Felizitas und ich jahrelang allein von ihrem ärztlichen Einkommen leben. Und was dies wirklich bedeutet, haben wir am eigenen Leib erfahren. Sie steht täglich um 6 Uhr morgens auf und arbeitet in der Regel bis 21 oder 22 Uhr abends. Mein Arbeitstag reicht von 7 Uhr früh bis ca. 20 Uhr abends. An den Wochenenden gehen wir in der Regel etwas später ins Büro und beenden „schon” um 19 bzw. 20 Uhr unsere Arbeit. Die ersten 5 Jahre während unserer Selbstständigkeit haben wir keinen Urlaub gemacht, also durchgearbeitet. Dass bei einem solchen (nicht ganz feiwilligen) Arbeitspensum des potentiellen Elternpaares ein eigenes Kind Wunschvorstellung bleiben musste, dürfte selbst für katholische Familienpolitiker wie Bischof Mixa nachvollziehbar sein. Ohne unseren immensen, mitunter an die Erschöpfungsgrenze gehenden Arbeitseinsatz, hätten wir bis heute weder die Praxis meiner Frau noch meinen kleinen Verlag durchgebracht.

Ich bin fest davon überzeugt, dass hierzulande keine Berufsgruppe dringender eine effektive „gewerkschaftliche” Vertretung benötigte, als Freiberufler und Selbstständige. Denn sie schaffen die meisten Arbeitsplätze in unserem Land, sorgen in der Regel für ein familiäres und persönliches Betriebsklima, und werden dafür von der Politik links liegen gelassen, weil deren Spitzenrepräsentanten meist aus Angestellten- oder Beamtenverhältnissen kommen und oft noch nicht einmal in der Lage sind, zwischen Umsatz und Gewinn eines Unternehmens zu unterscheiden, geschweige denn, komplexere betriebswirtschaftliche Abläufe zu analysieren.

Wie oft habe ich aus dem Mund unserer Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gehört, dass jeder in Deutschland die medizinische Versorgung bekommt, die er benötigt, dass die Krankenkassenbeiträge stabil bleiben würden, dass den „Hausärzten als Lotsen im Gesundheitssystem eine zentrale Rolle“ zukäme und „ihre Rolle im System weiter gestärkt“ würde. Das Gegenteil dieser Ankündigungen ist allerdings Realität. Viele Kollegen meiner Frau müssen Jahr für Jahr im Rahmen von „Regressforderungen“ für bestimmte Medikamente oder Therapien haften, also im Klartext die Rechnungen für ihre Patienten bezahlen, deren Drängen und Wünschen nach bestimmten Medikationen sie aus Gutmütigkeit nachgegeben haben. Ein solches System ist pervers. Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass es von Politikern absichtlich entwickelt wurde, sondern entschuldige es (zur Aufrechterhaltung meines Glaubens an die Demokratie) damit, dass sie bei vorschnellem Erlass einzelner Regelungen deren Auswirkungen in der Praxis (mangels eigener praktischer Erfahrung) nicht abgesehen haben.

Meine Frau muss für dasselbe wenige Geld immer mehr arbeiten. Nicht selten sitzt sie jetzt bis 22 Uhr oder länger in der Praxis, um all die neuen bürokratischen Anforderungen (Dokumentationen, Verschlüsselungen, Statistiken usw.) zu erfüllen, die ihr die Politik und Kassen abverlangen. Ganz nebenbei bildet sie sich ständig auf eigene Kosten weiter, leistet hunderte von Fortbildungsstunden im Jahr ab, um ständig wechselnde und neue Qualifikations- bzw. Nachzertifizierungsanforderungen zu erfüllen. Für mich ist es unbegreiflich, woher Menschen wie unsere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mit einem geradezu unerschütterlichen Glauben an sich selbst ihren eingeschlagenen Weg weitergehen, ohne dabei nach rechts oder links zu schauen. Bei ihnen ist jedenfalls der von Platon überlieferte Satz des Sokrates, dass wirklich Weise vor allem wissen, dass sie nichts wissen, sicher nicht angekommen.

Unter den Gesundheitspolitikern der Koalitionsparteien befindet sich aber nach meinem Eindruck ein Mann, der zumindest über ein hinreichend theoretisches Wissen verfügen müsste, um die komplizierten Verästelungen und Zusammenhänge der Gesundheitspolitik zu durchblicken: Der SPD-Gesundheitspolitiker und „Gesundheitsökonom“ Dr. Karl Lauterbach. Lauterbach übernimmt neben seinem Abgeordnetenmandat nicht gerade wenige lukrative Aufgaben aus dem Gesundheitsbereich, wie bereits ein flüchtiger Blick auf die Homepage des Deutschen Bundestages zeigt: „Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat: AOK Bayern, München, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, März 2006, Stufe 3; AOK Rheinland, Düsseldorf, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, Februar 2006, Stufe 3; Barmer Ersatzkasse, Wuppertal, Wissenschaftliche Beratung und Gutachten, März 2006, Stufe 3; Klinikum Bremen-Mitte gGmbH, Bremen“usw.) . Als „Funktionen in Unternehmen“ nennt die Homepage des Bundestages bei Lauterbach: „Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, Mitglied des Aufsichtsrates, Dezember 2005, Stufe 3; 2006, Stufe 3; 2007, Stufe 3“). Da hätten wir endlich einen Politiker, der im Stande sein könnte, Lösungen für komplexe Gesundheitsfragen mit zu erarbeiten, aber der setzt seine politische Glaubwürdigkeit durch zig Aufträge und Posten aufs Spiel.

Sachkenntnis und Grundlagenwissen um das Rechtsgebäude der Demokratie scheinen mir bei Politikern allerdings eher die Ausnahme zu sein. Vielleicht irre ich mich auch, aber ich habe nicht den Eindruck, dass allzu viele unserer Politiker die wichtigsten Artikel unseres Grundgesetzes auswendig benennen könnten. Wir sollten sie auf Wahlkampfveranstaltungen auf die Probe stellen: Fragen wir unsere Kandidaten zunächst doch ganz einfach, ob im Grundgesetz Artikel (richtig) oder Paragraphen (falsch) stehen. Lassen wir uns von ihnen im Anschluss 6 Grundrechte mit den dazugehörigen Artikeln benennen. Wenn sie nicht im Stande sind, solche Fragen zu beantworten, sollten wir von ihnen dringend eine „Nachzertifizierung“ (auf eigene Kosten) verlangen.

Wenn ich Gedichte kritisiere, mache ich stets meine Kritik an einzelnen Worten fest. Deshalb nenne ich Ihnen an dieser Stelle Zahlen: Ein bayerischer Hausarzt bekommt pro Patient im Quartal, d. h. in drei Monaten, ca. € 45,- von der Kassenärztlichen Vereinigung. Mit diesem Betrag sind alle Leistungen abgegolten: Beratungen, Untersuchungen wie EKG, Ultraschall, Lungenfunktionstest, auch Telefonate mit Patienten, Krankenkassen, Kollegen in der Praxis und im Krankenhaus, Hausbesuche bei Tag und bei Nacht usw.

Eine durchschnittliche hausärztliche Kassenarztpraxis in Oberbayern versorgt nach dem Kenntnisstand meiner Frau etwa 800 bis 1000 Patienten im Quartal. Pro Quartal erwirtschaftet eine solche Musterpraxis also einen Umsatz zwischen € 36.000,- und € 45.000,- (d. h. monatlich € 13.000,- bis € 15.000,-).

Von diesen Einnahmen müssen die Gehälter der medizinischen Fachangestellten (im Durchschnitt: 2,5) und der Reinigungskraft bezahlt werden, die Miete der Praxisräume, Strom, Heizung, Wasser, Müllabfuhr, Kredite für Praxisausstattung und medizinische Geräte, Verbrauchsmaterial (z. B. Spritzen, Infusionsbesteck, Einmalhandschuhe), Laborbedarf, Fortbildungskosten für Arzt und Mitarbeiterinnen, Wartezimmerlektüre, Praxisversicherungen, Betriebsarzt und Sicherheitsbeauftragter und vieles anderes mehr. Je nach Praxisstruktur betragen diese monatlichen Kosten zwischen € 10.000,- und € 12.000,-, d. h. dem Arzt bleiben ungefähr € 3.000,- im Monat.

Von diesen € 3.000,- müssen Renten- und Krankenversicherungsbeiträge in voller Höhe (also nicht nur der Arbeitnehmeranteil wie bei Angestellten), Versicherungen für Berufsunfähigkeit und Berufshaftpflicht, Lebensversicherung (verlangt die Bank), PKW für Hausbesuche, Rücklagen für Anschaffungen sowie das private Leben finanziert werden.

Um Facharzt für Allgemeinmedizin zu werden, muss man Abitur haben, mindestens 6 Jahre studieren, danach mindestens 5 Jahre als Assistenzarzt in Krankenhäusern und Praxen arbeiten mit zahlreichen Bereitschafts-, Wochenend- und Nachtdiensten und danach noch eine Facharztprüfung ablegen. Außerdem muss man sich laufend fortbilden und Nachprüfungen, sog. Zertifizierungen, ablegen. Ein durchschnittlicher Hausarzt arbeitet in Bayern mindestens 60 Stunden pro Woche. Der Bruttostundenlohn für einen Hausarzt in einer reinen Kassenpraxis beträgt damit etwa € 11,-.

Dieser Kassenlohn ist, angesichts der Verantwortung für Leib und Leben, die dieser Beruf erfordert, indiskutabel. Ohne Privatpatienten könnte in vielen Regionen aus meiner Sicht kein regulärer Praxisbetrieb mehr aufrecht gehalten werden.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass Bayerns Hausärzte endlich auf die Barrikaden steigen, um sich gegen die Rücksichtslosigkeit und Ignoranz der Gesundheitspolitiker und Kassenfunktionäre zu wehren und erkläre mich mit ihnen solidarisch. Ich werde alle Publizisten, die ich als Verleger, Autor und Herausgeber insbesondere für Verlage wie dtv Hanser, Reclam, Eichborn und die edition Chrismon (Evangelische Kirche Deutschlands) kenne, auf diesen Missstand aufmerksam machen und sie um aktive Unterstützung bei der nötigen Aufklärungsarbeit bitten. Aus Scham und Rücksicht auf ihre Patienten, aber auch aus Zeitmangel wegen totaler Überarbeitung haben viele Ärzte bislang keine konkreten Zahlen genannt. Ich denke, diese Zahlen mussten endlich auf den Tisch, um zu zeigen, wohin hilflose Politiker die eigentlichen Säulen des deutschen Gesundheitssystems, die Hausärzte, gebracht haben. Dass sich für einen solchen Hungerlohn kein ärztlicher Nachwuchs mehr in diesem Land rekrutieren lässt, mag jedem einleuchten.

Ich bezweifle allerdings, ob der Weg des Systemausstiegs aus der Kassenärztlichen Versorgung, den der Bayerische Hausärzteverband eingeschlagen hat, sich auf Dauer als der richtige Weg erweist. Bayerns DGB-Chef Fritz Schösser, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrates des AOK-Bundesverbandes ist, sprach in diesem Zusammenhang von einer „rücksichtlosen Selbstinszenierung der Ärzteschaft“ (vgl. SZ vom 1. Februar 2008). Auch wenn sich Schösser mit seinen markigen Worten vermutlich auf den Systemausstieg einschießt, belegt er damit vor allem seine Ahnungslosigkeit in der Sache. Denn ein mit üppigen Privilegien ausgestatteter Berufsfunktionär wie Schösser würde für 11 Euro Stundenlohn keinen Fuß vor die eigene Haustüre setzen, geschweige denn um Mitternacht oder noch später zu einem Hausbesuch ausrücken.

Ich meine, dass es zu Verhandlungen auf Augenhöhe mit den Krankenkassen gerade eine starke Ärzteschaft braucht, die sich nicht zersplittern lässt, sondern geschlossen auftritt und insbesondere mit ihren Patienten, die ja alle über eine Stimme als Wählerinnen und Wähler verfügen, an einem Strang zieht. Der derzeitige Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Axel Munte, scheint mir (zumindest nach seinen ersten Statements) weder für die Ärzte noch für die Patienten der richtige Mann zu sein. Wenn er sagt, es gäbe ohnehin zu viele Hausärzte in Bayern und mit der Einstellung polnischer, tschechischer und ukrainischer Ärzte droht, gießt er Wasser auf die Mühlen all derjenigen, die jetzt für einen Ausstieg der Hausärzte aus der kassenärztlichen Versorgung plädieren und damit die Zersplitterung der Ärzteschaft riskieren. Seine Aussage, es gäbe sogar noch eine Ärztegruppe, die noch schlechter gestellt sei, als die Hausärzte, nämlich die der Augenärzte, erinnert an den jämmerlichen Versuch, Kinderarmut in Deutschland mit der noch schlimmeren Armut von Kindern in der dritten Welt zu relativieren.

Allerdings zeigt jetzt auch Munte Verständnis für die Situation der Hausärzte (vgl. SZ vom 4.2.2008), die von der Bürokratie „drangsaliert“ würden: „Je mehr man reglementiert, desto teurer wird es“, sagt er und wirft Politikern vor, dass sie gerade dabei seien, „das beste Gesundheitssystem der Welt“ zu zerstören. Der schwerste Fehler der Politik ist auch nach seiner Meinung der für 2009 geplante Gesundheitsfonds, weil damit allein in Bayern weitere 500 Millionen Euro für die ambulanten Ärzte verloren gingen. Die Einführung des Gesundheitsfonds lehnt übrigens inzwischen auch SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach ab, der dieses neue Bürokratiemonster vorher selbst mitbeschlossen hatte.

Wenn Sie mit mir der Meinung sind, dass unser bisheriges System eines persönlichen Hausarztes, der seine Patienten zum Teil ein Leben lang begleitet, ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems ist, dann müssen wir dies den verantwortlichen Politikern auch mitteilen. Beginnen wir damit direkt in den Ortsverbänden, im Kommunalwahlkampf.

Im März 2008 sind in Bayern Kommunalwahlen, im Herbst Landtagswahlen. Insbesondere die Parteien der Großen Koalition (SPD, CDU/CSU) haben meiner Meinung nach das katastrophale Absinken eines ganzen Berufsstandes und den Exodus des ärztlichen Nachwuchses in Deutschland mit einer Serie von Fehlentscheidungen zu verantworten. Wenn sie jetzt nicht sofort die Notbremse ziehen und eine Kehrtwende einleiten, also beispielsweise von der Einführung des unsinnigen Gesundheitsfonds abrücken, der die Bürokratie im Gesundheitswesen weiter aufbläht und die ärztliche Honorarsituation drastisch verschärft, könnte sich ein Kreuz für eine dieser Parteien auf dem Stimmzettel vielleicht (im übertragenen Sinne) zu einem Kreuz für das ganze weitere Leben auswachsen.

Bis spätestens zum 11.03.2008 besteht die Möglichkeit, eine öffentliche Petition gegen den Gesundheitsfonds online auf der Internetseite des Deutschen Bundestages www.bundestag.de mit zu unterzeichnen.
Folgender Hyperlink führt direkt zur Petition:
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=618

Durch Mitunterzeichnung der Petition können Sie ein Zeichen setzen gegen die bisherige Gesundheitspolitik der Großen Koalition. Aber die direkte, persönliche Ansprache von Kommunalpolitikern und Parteimitgliedern vor Ort ist der beste Weg, um von unten eine durchgreifende Veränderung einzuleiten.

Ich bitte Sie dabei herzlich um Ihre Unterstützung.
Besten Dank und viele Grüße,

Anton G. Leitner

Kritische Randbemerkungen zu einer Kritik

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ausgerechnet am Morgen des Faschingssonntag, während draußen die Sonne strahlt und meine Frau in der Gilchinger Bereitschaftspraxis ärztlichen Notdienst leistet, sitze ich in meiner Weßlinger „Schreibstube“ und mache mir Gedanken über einen seltsamen Artikel, der am 24. Januar in der Tageszeitung Die Welt erschienen ist (Rubrik „Deutsche Momente“): Jenes Berliner Organ entsandte nämlich offenbar eine im wahrsten Sinne des Wortes „nüchterne“ Journalistin nach München zu unserem „Fest der Liebespoesie“. Ihr knurrender Magen, so fürchte ich, hat sich sogar bis hinein in ihren Bericht artikuliert.

An besagtem Abend war nämlich eine Reporterin, völlig außer Atem und offensichtlich mit einem Bärenhunger („ich bin seit 8 Uhr morgens nüchtern!“), so spät zum Fest erschienen, dass schon alle Freicoupons für Getränke und Essen ausgegeben waren. Zwar konnten wir für die Frau noch entsprechende Gutscheine organisieren, aber für das leibliche Wohl der Gäste wurde erst eine Stunde später, in der Pause, gesorgt. Nun sind 60 Minuten Liebespoesie auf nüchternen Magen sicherlich nicht für jeden Organismus leicht zu verdauen, und wenn im Inneren Kalorienarmut herrscht, fällt auch der Orgasmus im Kopf aus: „Der Anflug von geistiger An- oder gar Erregung stellt sich kaum ein, weder vor Alkohol und Teigtaschen“, schreibt die Welt-Kritikerin ein wenig „angefressen“.

Vielleicht trübt Heißhunger sogar bisweilen auch das Seh- und Hörvermögen. Jedenfalls sieht jene Reporterin nur noch schwarz-weiß, d. h. ausschließlich alte Leute mit Zottelhaaren um sich herum sitzen: „Ergraut ist es, das Publikum, kein Haar gefärbt, kaum eins gestutzt“. Abgesehen davon, dass die erzkonservative Welt in den vergangenen Jahrzehnten nicht gerade als Teenager-Blatt für Schlagzeilen gesorgt hat, und auch abgesehen von der hier zu Tage tretenden, geradezu bieder-spießigen Einstellung, dass ältere Menschen besser nichts mit Erotik am Hut haben sollten, frage ich mich ernsthaft, ob diese Journalistin und ich in derselben Veranstaltung saßen. Wenn ich allein an die vielen bildschönen, reifen Frauen, aber auch an die jungen Autorinnen denke, die mir an diesem Abend begegnet sind … Selbst der für seine brillante Vortragskunst weithin bekannte Münchner Altphilologe und Universalerotiker Prof. Niklas Holzberg kommt in dieser Nacht nicht bei der Welt an: „Ausgerechnet antike Liebeslyrik leidet unter der hüftsteifen Anzüglichkeit des Vortrags“.

Und auch das Geburtstagskind selbst, unsere Zeitschrift DAS GEDICHT, hat jene Kritikerin offensichtlich nicht oft in der Hand gehabt hat. Denn während nicht wenige ihrer Kollegen die Aktualität unserer Themen diskutieren, hält die Frau von der Welt unser Lyrikkompendium für „ein Träumerblatt“, das seit „1993 gänzlich ohne Zeitbezug und nahezu ohne Layout“ auskomme, aber letztendlich wegen seiner „Abmischung“ doch „einzigartig“ sei.

Ich fürchte, die Gute liest die eigene Zeitung nicht, denn es scheint ihr entgangen zu sein, dass Die Welt immer wieder einmal Gedichte aus DAS GEDICHT nachdruckte, sogar auf einer ganzen Zeitungsseite, als Papst Johannes Paul II ein Jugendgedicht in unserem Religions-Special publizierte (was Die Welt damals übrigens zunächst ohne deutlich erkennbaren Quellenverweis tat, fast so, als hätte sie den Dichter im Papst entdeckt). Die Religionsausgabe von DAS GEDICHT (Nr. 9) erschien – ohne Zeitbezug? – wenige Tage vor dem schicksalsträchtigen 11. September 2001, und diskutierte als eines der ersten Organe, noch vor den meisten Feuilletons, das Wiedererstarken der Religionen und die möglichen Auswirkungen auf die Literatur / Lyrik der Gegenwart.

Zuvor hatte bereits DAS GEDICHT Nr. 7 (Herbst 1999) mit seiner „Liste der Jahrhundertdichter“ den Grundstein für alle späteren Kanon-Debatten in den Feuilletons gelegt. Und die Jubiläumsausgabe Nr. 10 formulierte im Frühjahr 2002 unter dem Motto „Politik und Poesie. Gedichte gegen Gewalt“ ein klares NEIN der internationalen Dichter zu den bevorstehenden kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan und Irak (wobei sich neben Autoren wie Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger auch Lyriker aus den USA, aus Großbritannien, aus Afghanistan und dem Irak beteiligten).

Der langen Rede kurzer Sinn: Liebe Leute von der Tageszeitung Die Welt, bitte seid so gut und schickt uns beim nächsten Mal eine Journalistin vorbei, die sich für den anstehenden Termin besser vorbereitet, vorher aber ordentlich frühstückt und zu Mittag isst.

Nichts für ungut also
und einen sonnigen Sonntag noch
aus dem sonnigen „Hauptdorf der Poesie“,

Ihr / Euer Anton G. Leitner

Überwältigt vom Fest der Liebespoesie

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich bin noch immer vollkommen überwältigt von unserem „Fest der Liebespoesie“ am 22.1.2008 im Literaturhaus München. Das Echo auf diesen Abend (400 Besucherinnen und Besucher, über 50 weitere Besucher konnten wegen Überfüllung nicht mehr eingelassen werden) hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) zeichnete die Veranstaltung auf, ein über 4 Minuten langer Beitrag lief noch am selben Abend im ARD-Nachtmagazin vom 23.1.2008, das noch online steht: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video265370_bcId-nm220_ply-internal_res-flash256_vChoice-video265370.html

Internet-Blogerin Aveleen Avide hat den Abend mit einer ganzen Fotoserie und einzelnen Videos aus ihrer Sicht dokumentiert und kommentiert: http://aveleen-avide.blog.de/2008/01/27/lesung_am_22_01_2008_im_literaturhaus_in~3638794

Ich bin noch immer dabei, alles aufzuarbeiten, was mir im Zuge der Festvorbereitungen hier liegen geblieben ist. Mich umgeben ganze Stapel von Papier und das ist auch der Grund, warum ich mich bislang nicht nach unserem Fest gemeldet habe.

Ich werde aber in den nächsten Tagen hier noch mehr zum Fest und den Reaktionen darauf schreiben sowie an dieser Stelle meinen Solidaritätsaufruf für alle Hausärzte ins Netz stellen.

NEU: „Zu mir oder zu dir? Verse für Verliebte“ (dtv, Reihe Hanser)

Vor wenigen Tagen ist hier meine neue Sammlung „Zu mir oder zu dir? Verse für Verliebte“ eingetroffen (dtv, Reihe Hanser 62341). Ein wunderschönes Mini-Taschenbuch im Kultformat von „SMS-Lyrik“, ab sofort im Buchhandel zu beziehen.

„Zu mir oder zu dir?“ versammelt 100 prickelnde Verse für Verliebte aus 250 Jahren – von Johann Wolfgang von Goethe über Tanja Dückers, Said und Michael Wildenhain bis zur 1992 geborenen Jungautorin Aline Müller. Viele der Gedichte sind eigens für diesen Band verfasst worden.

„Herausgeber Anton G. Leitner beteiligte die 15-jährige Schülerin Marina Elsner an der Auswahl und Komposition dieses Bändchens. Wie seine höchst erfolgreiche Anthologie SMS-Lyrik. 160 Zeichen Poesie (dtv Reihe Hanser 62124; 3. Aufl.) eröffnet auch dieser Band (nicht nur) Jugendlichen einen frischen und unverkrampften Zugang zur Lyrik“, heißt es dazu in der dtv-Presseerklärung vom 1. Februar 2008.

Soviel in aller Kürze für heute und bis ganz bald

Ihr Anton G. Leitner

aus Weßling,
dem „deutschen Hauptdorf der Poesie“ (Joachim Sartorius)