Leonce-und-Lena-Preis 2007 an Christian Schloyer, Förderpreise an Andrea Heuser und Nora Bossong

Zwei Preisträger in unserer druckfrischen Anthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel-Gedichte“ (POESIE 21, Nördlingen, Februar 2007)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

es ist mir eine besondere Freude, Ihnen mit Christian Schloyer, Andrea Heuser und Nora Bossong wiederum drei junge Autorinnen und Autoren als Preisträger des Leonce-und-Lena-Wettbewerbs (Literarischer März) der Stadt Darmstadt präsentieren zu können, deren Arbeit uns bestens vertraut ist und die wir bei ihren ersten Schritten in den Literaturbetrieb begleiten durften.

Wie Sie wissen, gilt der Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt als eine der bedeutendsten deutschen Auszeichnungen für Nachwuchsdichter. Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann verlieh am gestrigen Abend den mit 8000 Euro dotierten Hauptpreis an den 1976 in Erlangen geborenen jungen Lyriker Christian Schloyer, der heute in Nürnberg lebt. Eines der ersten Gedichte Christian Schloyers, mit dem er an die Öffentlichkeit trat, heißt „filou“. Es thematisiert „sex im freien“ („im strandkorb / ein specht klopft auf holz, weckt herzklopf / erinnerung …“) und wurde von mir für die Anthologie „GRÜN PFLANZEN“ (2005) des ersten Lyrik-Wettbewerbs unserer Redaktion DAS GEDICHT/Lektorats-Service ausgesucht und darin zum ersten Mal publiziert. Auch in der Anthologie „LASS UNS HERZEN. 24 Stunden Poesie“ unseres zweiten Lyrikwettbewerbs (2006) ist Schloyer vertreten (mit seinem Liebesgedicht „sojus / rendezvous“). Vor wenigen Tagen erschien in unserer dritten Wettbewerbsanthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel Gedichte“ (herausgegeben von Gabriele Trinckler in der neuen Reihe POESIE 21) sein „3stimmiger kanon“: „bist du un-ge-liebt weil / du so hor-niss-chen bist du / un-ge-liebt weil du so hor // niss-chen bist du un / geliebt weil du so an-lauf / nimmst wie-der wie […]“.

Der mit 4000 Euro verbundene Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ging an die 1972 in Köln geborene Andrea Heuser, die heute in München lebt. Andrea Heuser ist sozusagen „Hausautorin“ unserer Zeitschrift DAS GEDICHT. Erst im Februar 2007 trat sie bei unserem Verlags-Hausabend in Weßling auf. Sie ist in vielen meiner Anthologien publiziert, u. a. auch in der aktuellen Wettbewerbsanthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel Gedichte“ mit dem lyrischen Text „Vor dem verschwinden: loben“ (www.poesie21.de). Andrea Heusers Gedicht „du bist mein herz“ gehört übrigens zu meinen liebsten Liebesgedichten und nimmt deshalb auf meinem aktuellen CD-Projekt „Herzenspoesie“ (zusammen mit Anna Thalbach, Alexander Khuon und Martin Finsterlin) bei Eichborn eine zentrale Rolle ein:

du bist mein herz
sitzt im brustkorb
die brust ist ein korb
du bringst bienen
zum summen mein herz
ist ein bienenkorb
die brust ist voll honig
du bist du bist süß
du bist klebrig du bist
feucht bleicher tau
vor dem frühling
im busen du bist
wo du bist
wo mein herz sitzt
du bist
du bist im honig
du bist bei den bienen
du bist luft –
du bist wo die brust
den korb nicht bekommt
wo der frühling
mit dem atmen verfliegt

Andrea Heuser

Natürlich wird „du bist mein herz“ auch im Rahmen von „Leipzig hört“ bei „Herzenspoesie live“ rezitiert, auf der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, den 22. März 2007 um 15:30 Uhr im FOCUS Hörbuchcafé, Halle 3, Stand C511.

Der zweite mit 4000 Euro verbundene Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ging an die 1982 in Bremen geborene Nora Bossong. Bossong publizierte zum ersten Mal in der Jubiläumsausgabe Nr. 10 von DAS GEDICHT (Sommer 2002). Nora ist mir bereits Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre während meiner Jurorentätigkeit für den „Bundeswettbewerb Schüler schreiben. Treffen Junger Autoren“ als eine der jüngsten Autorinnen aufgefallen und seit ihrer Kindheit der Literatur treu geblieben.

Ich gratuliere Andrea Heuser, Nora Bossong und Christian Schloyer auch im Namen unserer Redaktion DAS GEDICHT ganz herzlich zu ihrem großen Erfolg und wünsche ihnen alles Gute für die weitere kreative Arbeit. Wir werden ihre literarische Produktion weiterhin aufmerksam verfolgen und konstruktiv-kritisch begleiten.

Herzliche Grüße aus Weßling
und einen schönen Restsonntag
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner

Wettbewerb „Wasserpoesie“ zum Welttag der Lyrik (21. März 2007)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

zum diesjährigen Welttag der Poesie schreiben wir einen neuen Lyrikwettbewerb aus. Nachfolgend finden Sie den Text der offiziellen Ausschreibung, die vom 21. März 2007 bis zum 30. Juni 2007 läuft. Ab Montag, den 12. März 2007 erhalten Sie weitere Infos auf der aktualisierten Homepage www.poesie21.de.

Soeben ist auch die Anthologie zum letzten Wettbewerb erschienen: „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel-Gedichte“. Sie wird von Gabriele Trinckler in der von mir herausgegebenen Reihe Poesie 21 bei Steinmeier in Nördlingen ediert. Alle ausgewählten Autorinnen und Autoren sind unter www.poesie21.de abrufbar. Die Anthologie ist über die angegebene Internetadresse oder über den Buchhandel zu beziehen.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner

Weßling – Zum UNESCO-Welttag der Lyrik am 21. März sowie zum Internationalen Tag des Wassers am 22. März schreibt die Zeitschrift „Das Gedicht“ einen Lyrikwettbewerb aus. Gesucht werden Gedichte aus der Wasserwelt. Die 50 besten Beiträge erscheinen in einer Anthologie der Reihe „Poesie 21“, herausgegeben von Anton G. Leitner. 10 herausragende Autoren erhalten zusätzlich je ein Buchpaket im Wert von 30 Euro.

2007 wurde von der UNO zum „Jahr des Delfins“ ausgerufen. Deshalb übernimmt die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. (München) die Patenschaft für einen Sonderpreis: „Das schönste Delfingedicht“ wird mit einer einwöchigen Reise für zwei Personen nach Teneriffa zur Walbeobachtung prämiert (gestiftet von REWE-Touristik, Abteilung für Umwelt und Nachhaltigkeit, Köln). „Angesichts einer drohenden Klimakatastrophe zwischen Dürre und Flut sollten jetzt alle Dichter damit beginnen, eine Arche der Poesie zu zimmern“, begründet Lyrikverleger Anton G. Leitner seine Initiative.

An dem Wettbewerb „Wasserpoesie mit Sonderpreis „Schönstes Delfingedicht“ können sich Autoren mit deutschsprachiger Lyrik ohne Altersbeschränkung beteiligen. Je ein bislang unveröffentlichtes Wasser- und / oder Delfingedicht sollen zusammen mit einer Kurzbiografie bis zum 30. Juni 2007 eingeschickt werden (Redaktion der Zeitschrift „Das Gedicht“, Buchenweg 3 b, D-82234 Weßling).

Die Ausschreibung zum neuen Lyrikwettbewerb „Das nasse Element“ beginnt am 21. März 2007 anlässlich des UNESCO-Welttags der Poesie bzw. am 22. März 2007 zum Internationalen Tag des Wassers im UNO-Jahr des Delfins.

Das nasse Element
Wasserpoesie mit Sonderpreis Delfin

Lyrik-Wettbewerb Poesie 21

DAS GEDICHT, Lektorats-Service (www.dasgedicht.de) und Druckerei & Verlag Steinmeier

Förderpartner:
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. ,
REWE-Touristik (Sonderpreis Delfin),
Jokers Restseller (10 Warengutscheine à € 30,-)

Poesie schöpft aus dem Vollen:
Gesucht sind Gedichte aus der Wasserwelt.
Als Sonderpreis für das schönste Delfingedicht winkt eine 1-wöchige Flugreise für 2 Personen nach Teneriffa (mit Ausflug zur Walbeobachtung).
Die 50 besten Beiträge erscheinen als Anthologie in der Reihe Poesie 21 (www.poesie21.de), herausgegeben von Anton G. Leitner bei Steinmeier in Nördlingen.

Teilnahmebedingungen:

  • 1 Wassergedicht (maximal 25 Zeilen) und / oder 1 Delfingedicht (maximal 25 Zeilen) auf Papier, keine Originale
  • Kurzvita mit Angabe von Geburtsort und -jahr
  • Vollständige Adresse mit Telefon, Fax und eMail
  • Keine Altersbeschränkung
  • Die ausgewählten Preisträger / Autoren werden benachrichtigt und erhalten ein kostenloses Belegexemplar der Anthologie.
  • Keine Rücksendung der Texte
  • Alle Rechte verbleiben bei den Autoren.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendungen bis Samstag, 30. Juni 2007 an:

Anton G. Leitner

DAS GEDICHT, Lektorats-Service

Poesie 21

Buchenweg 3 b

D-82234 Weßling

Die CD „Herzenspoesie“ ist erschienen!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das Jahr 2007 hat mich mit so viel Arbeit empfangen, dass ich erst heute dazu komme, Ihnen auf meiner Aktualitäten-Netzseite eine erfreuliche Mitteilung zu machen: Unsere CD „Herzenspoesie“ ist seit einigen Tagen bei Eichborn lieferbar. Der Buchgrossist Libri hat „Herzenspoesie“ dankenswerterweise in seine Hörstationen im Buchhandel aufgenommen. Und auch auf den Internetseiten von Libri ist ein großer Teil der CD in Auszügen abrufbar: „Herzenspoesie“ bei Libri

Bereits am Montag dieser Woche (5. Februar 2007) hat die Süddeutsche Zeitung unsere CD als „akustisches Gesamtkunstwerk“ gefeiert. Während sich auf dem Hörbuchmarkt „ungeheuer viel Überflüssiges“ tummle, sei „Herzenspoesie“ ein „Glücksfall“. Dies liege nicht nur an der von mir getroffenen Auswahl von Liebesgedichten und den gelungenen Rezitationen von Anna Thalbach, Alexander Khuon und mir, sondern auch an der Musik von Martin Finsterlin, mit dem mich übrigens seit Kindestagen eine Freundschaft verbindet. „Ein besonderes Juwel an diesem Liebescollier ist die Musik von Martin Finsterlin“, schreibt die SZ. „Manches klingt nach der Laute des Barden, dann wieder groovt und jazzt es unter und zwischen den Saiten von Finsterlins Gitarre und all den anderen Instrumenten, die der Musiker noch einsetzt.“

Sie wissen vielleicht, dass ich seit Jahren zusammen mit Martin Finsterlin auftrete, um (oft auch Jugendlichen) Gedichte auf eine Weise zu vermitteln, die nur wenig mit so genannten „Wasserglaslesungen“ zu tun hat. Denn warum sollte es nicht einmal möglich sein, auf Verse zu tanzen?

Die Arbeit an unserer CD war hart, oft saßen wir im Spätherbst 2006 bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam mit Martin im Studio, um unter seiner sachkundigen musikalischen Führung jene Tonlagen zu finden, die (Liebes-)Gedichte zum Klingen und Schwingen bringen.

Martin ist meines Erachtens dieses Hör-Kunststück gelungen und es war eine große Herausforderung für uns, all die liebsten Liebesgedichte so zu rezitieren und mit Musik abzumischen, dass man die Poesie akustisch noch verstehen kann. Denn gerade daran hapert es nach meinem Höreindruck beim sog. „Rilke-Projekt“. Rilkes Verse ertrinken dort im Strudel der oftmals übermächtigen musikalischen Präsenz. Wir haben versucht, uns den lyrischen Texten toter Autorinnen und Autoren sehr behutsam anzunähern, denn die verstorbenen Kolleginnen und Kollegen können sich gegen eine postum unsensible Behandlung nicht mehr wehren …

Überprüfen Sie selbst, ob uns im Quartett eine Lösung der schwierigen Aufgabe gelungen ist. Das „Zusammespiel“ mit Martin Finsterlin, Anna Thalbach und Alexander Khuon war jedenfalls auch ein großes Vergnügen für alle Beteiligten, und wenn wir etwas von dieser Stimmung über die CD an Sie weitergeben können, hat sich unsere Arbeit gelohnt.

Sie Süddeutsche Zeitung bezeichnet „Herzenspoesie“ als „das ideale Geschenk zum Valentinstag“. Vielleicht ist Donnerstag in der kommenden Woche tatsächlich ein geeigneter Anlass, „Herzenspoesie“ zu erwerben. Genau an diesem Tag (Donnerstag, den 14. Februar 2007) widmet übrigens WDR 3 dem CD-Projekt um 14:45 Uhr einen Teil seiner Sendung „HörZeichen“.

Wer uns mit „Herzenspoesie“ live erleben will, kann dies auf der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, den 22. März 2007 um 15:30 Uhr im FOCUS Hörbuchcafé, Halle 3, Stand C511 tun (Veranstalter: Eichborn Verlag). Ich würde mich sehr freuen, Sie bei dieser Gelegenheit persönlich begrüßen zu dürfen.

Ich wünsche Ihnen herzlich einen poetischen Februar
und verbleibe für heute mit herzlichen Grüßen aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner

Weihnachten 2006 / Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher,

zusammen mit meiner Frau Felizitas, meiner Mitarbeiterin Gabriele Trinckler, unserer Lektorin Karin Fellner und dem Buchwissenschaftler Olaf Hintze wünsche ich Ihnen geruhsame Festtage und ein gesundes, ideenreiches und kreatives Jahr 2007, voller Poesie.

Hinter uns liegt ein arbeitsreiches Jahr 2006. Wir haben 2006 viel bewegen können. Erst gestern sind Band 4 und Band 5 meiner neuen Reihe „Poesie 21“ bei Steinmeier in Nördlingen erschienen („Klatschmohn heizt das Feld“ von Konstanze Reupsch sowie Eva Philipps erotisches Feuerwerk „Lasst uns oktopussen!“; siehe auch www.poesie21.de).

Mein Musik-Poesie-Projekt „Herzenspoesie“ bei Eichborn ist produziert und ab Februar 2007 in allen Buchhandlungen erhältlich. Die Zusammenarbeit mit den Interpreten / Schauspielern Anna Thalbach und Alexander Khuon und mit meinem musikalischen Partner Martin Finsterlin, der alle Kompositionen für „Herzenspoesie“ schuf, war für mich eine wunderbare Zeit, die mir viel Kraft für alle anderen Aufgaben gespendet hat.

In enger Zusammenarbeit mit meinem Vater Anton Leitner, dem pensionierten Oberstudiendirektor des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Germering, haben wir unsere Lateinlernhilfen auf die neuen Lehrbücher und das 8-stufige Gymnasium umgestellt. Die Bände für das erste und zweite Lateinlernjahr sind bereits erschienen und erweisen sich als viel gefragte kleine Bestseller für uns. Am dritten Band arbeiten wir bereits intensiv, er wird voraussichtlich kurz nach den Halbjahreszeugnissen, im Februar 2007 erscheinen. Es ist schön, dass wir die jahrzehntelange pädagogische Erfahrung meines Vaters, dessen Herz immer für seine Schülerinnen und Schüler geschlagen hat, jetzt für die Prüfungsvorbereitung vieler Lateinscholaren nützen können und wir freuen uns mit Anton Leitner senior, dass sein Fach Latein gerade in Deutschland eine unglaubliche Renaissance erlebt.

Auch meinem eigenen Verleger Hubert Ettl vom lichtung verlag möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die freundschaftliche Zusammenarbeit danken. Es ist für mich ein schönes Gefühl, zu wissen, dass er meine wichtigsten Gedichte aus den Jahren 1980 bis 2005 in einem fast 200 Seiten umfangreichen Band („Im Glas tickt der Sand“) sorgfältig ediert und verfügbar gemacht hat (und dies in einer liebevollen Ausstattung und zu einem erschwinglichen Preis).

Unter dem Motto „Gedichte – wie wir sie lesen, wie wir sie verstehen“ hat der Schweizer Rundfunk auf seinem Programm DRS2 unlängst eine einstündige Sondersendung zu lyrischen Novitäten über den Äther geschickt, die unter folgendem Link auch im Internet gehört werden kann: http://www.drs.ch/drsonline/index.cfm?gbAction=r04Fulldisplay1&ObjectID=B869CA46-0132-4CC2-95B91BAC7B342E0C&prg=NEWS

Der Literaturkritiker Markus Bundi, der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart und Felix Schneider präsentieren, diskutieren und lesen u. a. Gedichte von Nico Bleutge, Charles Simic und anderen. Ein Schwerpunkt der Sendung liegt auf der unterschiedlichen lyrischen Wahrnehmung von Objekt und Umwelt. Natürlich freut es mich besonders, dass mein Buch „Im Glas tickt der Sand“ darin fast 15 Minuten lang behandelt wird.

Es wäre schön, wenn wir uns im neuen Jahr vielleicht einmal wieder in Weßling auf einer unserer lyrischen Begegnungen sehen würden oder auf einer Lyrikveranstaltung irgendwo in Deutschland. Denn ich werde 2007 viel reisen und Sie auf dieser Seite über alle meine Auftritte rechtzeitig informieren.

„Herzenspoesie“ werden wir übrigens erstmals im Rahmen der Leipziger Messe öffentlich aufführen.

Noch einmal herzliche Grüße und Wünsche aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner

25-jähriges Bühnenjubiläum

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich möchte Sie schon heute herzlich dazu einladen, mit mir mein 25-jähriges Bühnenjubiläum zu feiern. Zu diesem Zweck stelle ich Ihnen vorab die Presseerklärung dazu ins Netz, die offiziell ab kommenden Montag von der Monacensia und dem lichtung verlag verbreitet wird.

Es wäre mir eine Freude, mit Ihnen auf ein Vierteljahrhundert Arbeit rund um die Poesie anzustoßen und bei einem wirklich guten Tropfen gemeinsam einige markante Lyrik-Stationen Revue passieren zu lassen. Seit gestern stehen schon 35 Flaschen köstlichen Rotweines bereit und warten auf ihre Entkorkung am Donnerstag, den 30. November 2006 in der Monacensia.

Herzliche Grüße aus Weßling
und vielleicht bis zum 30.11.2006 in München?
Bis bald,

Ihr Anton G. Leitner

Und hier folgt die versprochene Presseerklärung:

25 JAHRE LEBEN FÜR DAS GEDICHT:
Bühnenjubiläum von Anton G. Leitner

Donnerstag, 30. November 2006, 20.00 Uhr, Monacensia, Maria-Theresia-Str. 23 (Hildebrandhaus), München

Lesung mit Musik: „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“
Anschließend Stehempfang

Anton G. Leitner liest aus seinem neuen Lyrik-Band „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“, erschienen in der edition lichtung, Viechtach 2006

Musikalische Begleitung: Martin Finsterlin, Gitarre
Kurze Einführung: Hubert Ettl, Verleger

Manch einer verfasst Verse nebenher. Anton G. Leitner dagegen hat sich seit nunmehr 25 Jahren ganz dem Gedicht verschrieben. 1993 gab der studierte Jurist seine Beamtenstellung auf und wendete sich im Hauptberuf der Poesie zu. Er gründete die Zeitschrift „Das Gedicht“, die er bis heute ediert, gab über zwanzig Anthologien heraus und – das Kerngeschäft jedes Lyrikers – veröffentlichte bis dato circa 500 Gedichte.

„Im Glas tickt der Sand“ heißt der fast 200 Seiten starke Band, in dem der 45-Jährige nun Rückschau hält. Den Kernbestand seines bisherigen lyrischen Werkes bilden 128 Gedichte über die Wechselfälle der Liebe, über Lust und Verlust, über Versprechen, Versprecher und Verbrechen. In Leitners Versen pfeifen deutsche Rad- und Kraftfahrer auf Schutzengel – solange, bis sie mit dem Leibhaftigen zusammenstoßen. Eine verschrobene Bedienung serviert Schaumschläger ab, das Meer türmt Wellen auf, während an Land Weltenbummler den Wortdschungel durchstreifen. Viele „Echtzeitgedichte“ dieser ‘Best of’-Auswahl aus den Jahren 1980-2005 erscheinen in überarbeiteten Neufassungen, 20 davon zum ersten Mal.

Der in Herrsching am Ammersee ansässige Gitarrist Martin Finsterlin, mit dem Leitner seit Kindestagen befreundet ist, begleitet die Lesung mit eigenen Kompositionen.

Im Anschluss laden lichtung-Verleger Hubert Ettl und Anton G. Leitner zu einem Stehempfang ins Kaminzimmer der Monacensia ein. Bei Rotwein (ca’ Rugate, „Rio Albo“, Valpolicella, Jg. 2004), italienischem Mineralwasser und Grissini besteht die Möglichkeit, mit Leitner anzustoßen und 25 Lyrikjahre im Zeitraffer Revue passieren zu lassen.

Eintritt: 5,- € / Karten an der Abendkasse
Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek Monacensia und Lichtung Verlag, Viechtach

Anton G. Leitner, geboren 1961 in München, lebt als Autor, Herausgeber und Verleger in Weßling (Landkreis Starnberg). 1992 gründete er die Zeitschrift Das Gedicht, die er bis heute herausgibt.

Er publizierte die Erzählung „Still Leben Ohne Dichter“ (Berlin 1997), das Kinderbuch „Napoleons erster Fall“ (Hamburg 2003) sowie mehrere Gedichtsammlungen, u. a: „Das Meer tropft aus dem Hahn“ (CD mit Martin Finsterlin, beefree records, Weßling 2003), „Der digitale Hai ist high oder Die Gesänge eines gefischten Fischers“, Poem (Lyrikedition 2000, München 2004) sowie „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“ (edition lichtung, Viechtach 2006).

Von 1984 bis 2006 edierte er 22 Anthologien, darunter den Bestseller „SMS-Lyrik“ (dtv/Hanser, München 2003³).

Derzeit arbeitet Leitner zusammen mit Martin Finsterlin, Anna Thalbach und Alexander Khuon an einem Musik-Poesie-Projekt für Eichborn.

Anton G. Leitner wurde u. a. mit dem Kulturpreis „AusLese“ der Stiftung Lesen, dem „V. O. Stomps-Preis“ der Stadt Mainz und dem Kulturpreis des Landkreises Starnberg ausgezeichnet.

Martin Finsterlin, geboren 1961, lebt als Musiker (Instrumente: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano), Komponist und Produzent in Herrsching am Ammersee. 1980 gründete er die Jazz-Rock-Formation „Milli Vanilli“, für die er viele Stücke schrieb. Von 1992 bis 2001 arbeitete er als Musikberater beim Bayerischen Fernsehen.

Seit 1998 betreibt er sein eigenes Label „beefree records“, das vor allem Filmmusik produziert. Finsterlin begleitet als Gitarrist den Dichter Anton G. Leitner, mit dem er 2003 die CD „Das Meer tropft aus dem Hahn“ aufnahm. Im Jahr 2005 erschien sein Soloalbum „Tierra“, 2006 trat er auch zusammen mit dem bayerischen Liedermacher „Tiger Willi“ auf.

Anton G. Leitner: Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005
edition lichtung, Viechtach 2006 (Sommer/Herbst)

Erste Pressestimmen (Auswahl)

„Eine Auslese der Sonderklasse. WAZ

„Anton G. Leitners Gedichtband ‘Im Glas tickt der Sand’ ist lesenswert, unterhaltsam, überraschend, schön und anregend.“
BR / Bayerisches Fernsehen, LeseZeichen, Armin Kratzert

„Wer zu Lebzeiten in das ‘Große deutsche Gedichtbuch’ von Karl Otto Conrady aufgenommen wird, hat die Reifeprüfung in seinem Metier bestanden. Denn die Anthologie des Kölner Germanisten ist noch immer ein Qualitätspegel deutscher Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Anton G. Leitner ist mit drei Texten darin vertreten. Soeben hat er in der edition lichtung unter dem Titel ‘Im Glas tickt der Sand’ den Kernbestand seines Schaffens aus 25 Jahren vorgelegt: eine Auslese der Sonderklasse.Leitners Gedichte, geschult an der Sprachaskese des Italieners Giuseppe Ungaretti, heben sich von der persönlichen Erfahrung ab und kreisen, nachdenklich oder verspielt, um Lust und Verlust, um Versprechen und Versagen. Und, was sonst, um Liebe und Tod.

Die Kunst der Reduktion und des Enjambements, des Zeilensprungs, erreicht bei Leitner eine Meisterschaft, die an Hexerei grenzt, wie das kleine Poem ‘Standbild, verwackelt’ zeigt. ‘Denk / Mal: Ich / Denke also / Bin ich zu / Schwer / Für meinen / Sockel’. Da ist Descartes’ berühmter philosophischer Satz ‘Ich denke, also bin ich’ virtuos zur Reflexion über die Grenzen des eigenen Ich verknappt.“
WAZ, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen, Hans Jansen

„Deutsche Verbotsschilder auf Mallorca oder die Laubsauger der Nachbarn: ‘Oft zünden schon kleine alltägliche Begebenheiten den poetischen Funken’, bekennt Anton G. Leitner, dessen Gedichte Lyrikfreunden den Atem verschlagen. Die Sätze des Münchner Dichters und Starnberger Kulturpreisträgers geben tristesten Tagen Farbe.“
Münchner Merkur

„Fast 130 seiner Gedichte aus den vergangenen 25 Jahren hat Anton G. Leitner in seinem bislang umfangreichsten Gedichtband gesammelt. Die Texte beschreiben die Wechselfälle des Lebens und sind oft mit einem kräftigen Schuss Ironie, Humor und feiner Hintersinnigkeit garniert. Leitner hat sie überarbeitet und in fünf thematische Kapitel geordnet. Dabei erweist er sich als Meister der ‘Poesie des Zeilensprungs’ (Enjambement). Mit dem neuen Band beweist Leitner, dass er nicht nur einer der rührigsten Lyrik-Verleger (‘Das Gedicht’) ist, sondern zugleich ein stilsicherer Autor mit sensibler Natur- und Menschenbeobachtung.“
dpa, Literaturdienst, Hamburg

„Anton G. Leitner zerteilt Wörter und arrangiert ihre Einzelteile so, dass ein ganzer Strauß ungeahnter Bedeutungen erblüht; souverän jongliert dieser Cinquevalli des Enjambements mit Zeilensprüngen, dass es vor Möglichkeiten nur so flimmert. Die Kombination aus beidem garantiert jedem Leser eine Fahrt auf Leitners Kaleidoskop-Karussell – Überraschungs-rausch inklusive. Atemberaubend!“
UNICUM, Das bundesweite Campus Magazin, Oktober 2006, Claudia Kraszkiewicz

„Der Lyriker und Lyrikverleger Anton G. Leitner, zu dessen 25-jährigem Bühnenjubiläum die Sammlung ‘Im Glas tickt der Sand’ erschienen ist, glaubt an die Macht der Poesie. Er scheint die Poesie mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Die Anthologie ‘Im Glas tickt der Sand’ präsentiert ein Vierteljahrhundert Best of Anton G. Leitner. Leitner besingt nicht nur die Freuden des Sexus, sondern auch Tod und Endlichkeit. Und das tut er auf eine Art, die manchmal an den ‘deutschen Ovid’ Johann Christian Günther, manchmal an ‘Unter dem Milchwald’ von Dylan Thomas erinnert.“
Tageblatt, Zeitung fir Lëtzebuerg, Luxemburg, Jérôme Netgen

Anna Seghers-Preis 2006 für GEDICHT-Redaktionsmitglied Nico Bleutge

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir gratulieren unserem Redakteur Nico Bleutge ganz herzlich zum Anna Seghers-Preis 2006.

Seit 1995 zeichnet die Anna Seghers-Stiftung Autoren aus den deutschsprachigen und lateinamerikanischen Ländern mit dem Anna Seghers-Preis aus, der mit jeweils 12.500 € dotiert ist. Preisträger in diesem Jahr sind der Lyriker und Literaturkritiker Nico Bleutge (Tübingen) sowie der Erzähler und Performancekünstler Pedro Lemebel (Chile).

Die Preisverleihung erfolgt am Sonntag, den 12. November 2006 um 19.00 Uhr im Plenarsaal der Akademie der Künste zu Berlin (Pariser Platz). Die Literaturkritikerin Sibylle Cramer hält die Laudatio auf Nico Bleutge, der anschließend aus seinem Gedichtband „klare konturen“ (Verlag C. H. Beck, München 2006) liest.

In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift DAS GEDICHT (Nr. 14, Herbst 2006: „Am schönsten ist ein Tierkonzert. Die Arche der Poesie“) sind bislang unveröffentlichte Gedichte von Nico Bleutge publiziert. Zusammen mit mir hat Nico Bleutge für die selbe GEDICHT-Folge auch die komplette Lyrikproduktion deutschsprachiger Verlage von 2004 bis 2006 gesichtet und die wichtigsten Novitäten kritisch kommentiert.

Nico Bleutge leitet als Gastreferent vom 26. bis 28. Januar 2007 das Lyrikseminar der Redaktion DAS GEDICHT in Weßling (weitere Informationen unter www.dasgedicht.de).

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an Nico Bleutge und toi, toi, toi für die weitere lyrische Arbeit.

Mit herzlichen poetischen Grüßen
und Wünschen
verbleibe ich für heute
aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner