Welttag der Poesie am 21. März 2009


Liebe Besucherinnen und Besucher,

 am diesjährigen UNESCO-Welltag der Poesie bin ich selbst so sehr mit meiner eigenen Lyrik beschäftigt (ich arbeite zur Zeit an einem neuen Gedichtband), dass ich mich nur kurz an dieser Stelle im Netz bei Ihnen melden kann.

 Apropos  „Welttag der Poesie”: In diesen Tagen habe ich mich sehr gefreut, weil ich aus der Hauptstadt der Mongolei Ulaanbaatar ein Belegstück des neuen „World Poetry almanac 2008″ erhalten habe. Er versammelt in englischer Sprache Gedichte von 150 Lyrikern aus 70 Ländern der Welt, darunter Bei Dao, Luo Ying (China), Fernando Rendón (Kolumbien), Yves Bonnefoy (Frankreich), Hugo Claus (Belgien, 2008 verstorben) und Adonis (Syrien).

 Natürlich betrachte ich es als besondere Ehre, dass Chefherausgeber Hadaa Sendoo, selbst ein bekannter Lyriker, zwei Gedichte von mir („Isarsommer” und „Schnee, Mann”) aufnahm, die Richard Dove ins Englische übertragen hat („Summer by the river Isar” und „Snow, Man”).

 Ich stelle Ihnen zum diesjährigen „Welttag der Poesie” ein Gedicht aus dem neuen Gedichtband „Come back to earth” von Hadaa Sendoo vor, dessen Poesie in 20 Sprachen übersetzt wurde und der als Professor an der Mongolischen Nationaluniversität lehrt:

Root

I am live and I can see
The root of rivers, the root of grass
The root of the sky, the root of rocks
The root of poetry

When I pass away, I will dream
The poetry of the root, the rocks of the root
The sky oft the root, the grass of the root
The rivers of the root

poetry talk in Wien: lyrik schreiben – lyrik managen

Christian Ide Hintze, Felizitas Leitner, Augusta Laar und Dominik Riedo bei der Vorbesprechung für den poetry talk am 27.2.2009 in der "Schule für Dichtung" (sfd), Wien

Christian Ide Hintze, Felizitas Leitner, Augusta Laar und Dominik Riedo bei der Vorbesprechung für den poetry talk am 27.2.2009 in der "Schule für Dichtung" (sfd), Wien

Anton G. Leitner und Christian Ide Hintze bei der Vorbesprechung in der Schule für Dichtung (sfd), Wien
Anton G. Leitner und Christian Ide Hintze bei der Vorbesprechung in der Schule für Dichtung (sfd), Wien
Anton G. Leitner, Christian Ide Hintze, Augusta Laar und Dominik Riedo beim poetry talk am 27.2.2009 im "depot", Wien

Anton G. Leitner, Christian Ide Hintze, Augusta Laar und Dominik Riedo beim poetry talk am 27.2.2009 im "depot", Wien

Anton G. Leitner liest im "depot", Wien
Anton G. Leitner liest im “depot”, Wien
Anton G. Leitner, Christian Ide Hintze und Augsta Laar beim poetry talk im "depot", Wien

Anton G. Leitner, Christian Ide Hintze und Augsta Laar beim poetry talk im "depot", Wien

Das Publikum verfolgt die Podiumsdiskussion beim poetry talk im "depot", Wien
Das Publikum verfolgt die Podiumsdiskussion beim poetry talk im “depot”, Wien
Anton G. Leitner mit Sigrun Höllrigl nach dem poetry talk im depot, Wien

Anton G. Leitner mit Sigrun Höllrigl nach dem poetry talk im depot, Wien

Christel Fallenstein und Anton G. Leitner nach dem poetry talk im "depot", Wien

Christel Fallenstein und Anton G. Leitner nach dem poetry talk im "depot", Wien

Die Wiener Lyriker Rudolf Kraus und Manfred Chobot am 28.02.2009 im Café Rüdigerhof, Wien
Die Wiener Lyriker Rudolf Kraus und Manfred Chobot am 28.02.2009 im Café Rüdigerhof, Wien
Anton G. und Felizitas Leitner am 28.2.2009 im Café Rüdigerhof, Wien
Anton G. und Felizitas Leitner am 28.2.2009 im Café Rüdigerhof, Wien

„poetry talk“ mit Anton G. Leitner in Wien

 

 
Liebe Besucherinnen und Besucher,

dieser Tage erreichte mich die Brand-eMail einer jungen Berliner Verlegerin, die mit dem Aufruf “Kunst braucht Mäzene” ihren Verlag aus einer offensichtlich prekären Finanzlage retten möchte. Natürlich schaden Mäzene der Kunst nicht, aber nach meiner festen Überzeugung braucht ein Lyrik-Verlag vor allem eines: Menschen, die seine Titel kaufen und lesen. Ich selbst kaufe jährlich dutzende von Gedichtbänden und kann nur allen raten, es mir in dieser Hinsicht gleich zu tun. Dann erübrigen sich auch panische Hilferufe nach mäzenatischen Rettern aus der Not. Denn natürlich ist auch ein Lyrik-Verlag dem wirtschaftlichen Gesetz von Angebot und Nachfrage ausgesetzt. Und was nützen ihm Mäzene, die Bücher finanzieren, die am Ende niemand liest?

Solche und ähnliche Fragen erörtere ich auf einer spannenden Veranstaltung (Diskussion mit kurzer Lesung)  an diesen Freitag in Wien – zusammen mit meinen Kollegen Dominik Riedo (Schweiz) und Christian Ide Hintze (Wien). Ich würde mich sehr freuen, am Freitag alle Liebhaberinnen und Liebhaber der Lyrik in Wien im “depot” persönlich begrüßen zu dürfen.

Und hier noch einmal die gebündelten Informationen zur Veranstaltung:

poetry talk
lyrik schreiben – lyrik managen

 drei dichter aus der schweiz, österreich und deutschland treffen sich zum poetry-talk:

DOMINIK RIEDO, dichter und kulturminister der schweiz – CHRISTIAN IDE HINTZE, dichter und initiator der schulen für dichtung in wien und medellín – ANTON G. LEITNER, dichter und verleger der lyrikzeitschrift “das gedicht” in weßling bei münchen.

 zwischen mundart, schrift und lautpoesie liegen die spannungsfelder in der entwicklung von lyrik. wie steht es um die lyrik und die lyriker im deutschsprachigen und europäischen raum heute? wie lebt man von der lyrik? kann man überhaupt von der lyrik leben? drei engagierte botschafter der zeitgenössischen lyrik sprechen von ihrer arbeit als lyriker und gleichzeitig manager von lyrik. es geht um den austausch zwischen künstlern, kunstszenen und ländern, um anregung und ausweitung als zusammenarbeit, aktuell und in der zukunft.

 konzept & moderation: AUGUSTA LAAR, künstlerin und lyrikerin u.a. schweizerin, die in wien und münchen lebt.

 http://sfd.at/akademie/2009/klassen/poetry_talk/
http://www.poeticarts.de/

 ZEIT: freitag, 27. februar 2009, 19.00 uhrORT: depot, breitegasse 3, a-1070 wien
www.depot.or.at
freier eintritt

1. Lyrikpreis „Hochstadter Stier“ geht an Melanie Arzenheimer aus Eichstätt – Über 150 Gäste stimmen ab. Bildimpressionen vom Wettbewerb

Anton G. Leitner, Mentor des "1. Hochstadter Stier" vor dem Wettbewerbsbanner

Anton G. Leitner, Mentor des "1. Hochstadter Stier" vor dem Wettbewerbsbanner

Bühne des 1. Hochstadter Stiers vor Einlass des Publikums

Bühne des 1. Hochstadter Stiers vor Einlass des Publikums

Mentor Matthias Politycki führt Regie bei der Generalprobe

Mentor Matthias Politycki führt Regie bei der Generalprobe

Michael Schuster (Wirt Gasthof Schuster) eröffnet den Wettbewerb um den 1. Lyrikpreis "Hochstadter Stier"

Michael Schuster (Wirt Gasthof Schuster) eröffnet den Wettbewerb um den 1. Lyrikpreis "Hochstadter Stier"

Felizitas Leitner, Moderatorin des "1. Hochstadter Stier"

Felizitas Leitner, Moderatorin des "1. Hochstadter Stier"

Matthias Politycki, Mentor des "1. Hochstadter Stiers", liest

Matthias Politycki, Mentor des "1. Hochstadter Stiers", liest

Lesung Ferdinand Scholz, Düsseldorf

Lesung Ferdinand Scholz, Düsseldorf

Über 150 stimmberechtigte Gäste verfolgen die Lesungen um den "1. Hochstadter Stier"

Über 150 stimmberechtigte Gäste verfolgen die Lesungen um den "1. Hochstadter Stier"

Lesung von Franziska Röchter, Verl

Lesung von Franziska Röchter, Verl

3. Preis an Manfred Moewes, Reichshof-Heienbach

3. Preis an Manfred Moewes, Reichshof-Heienbach

2. Preis an Bodo Kirchner, Salzburg

2. Preis an Bodo Kirchner, Salzburg

Melanie Arzenheimer, Preisträgerin des 1. Hochstadter Stier

Melanie Arzenheimer, Preisträgerin des 1. Hochstadter Stier

Einlage Songpoet Tiger Willi

Einlage Songpoet Tiger Willi

Das Literaturfestbuffet ist eröffnet

Das Literaturfestbuffet ist eröffnet

Am Büchertisch des "1. Hochstadter Stier"

Am Büchertisch des "1. Hochstadter Stier"

Videoanalyse der Auftritte am 1. Februar 2009

Videoanalyse der Auftritte am 1. Februar 2009

Kritische Randbemerkungen zu einer Kritik

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ausgerechnet am Morgen des Faschingssonntag, während draußen die Sonne strahlt und meine Frau in der Gilchinger Bereitschaftspraxis ärztlichen Notdienst leistet, sitze ich in meiner Weßlinger „Schreibstube“ und mache mir Gedanken über einen seltsamen Artikel, der am 24. Januar in der Tageszeitung Die Welt erschienen ist (Rubrik „Deutsche Momente“): Jenes Berliner Organ entsandte nämlich offenbar eine im wahrsten Sinne des Wortes „nüchterne“ Journalistin nach München zu unserem „Fest der Liebespoesie“. Ihr knurrender Magen, so fürchte ich, hat sich sogar bis hinein in ihren Bericht artikuliert.

An besagtem Abend war nämlich eine Reporterin, völlig außer Atem und offensichtlich mit einem Bärenhunger („ich bin seit 8 Uhr morgens nüchtern!“), so spät zum Fest erschienen, dass schon alle Freicoupons für Getränke und Essen ausgegeben waren. Zwar konnten wir für die Frau noch entsprechende Gutscheine organisieren, aber für das leibliche Wohl der Gäste wurde erst eine Stunde später, in der Pause, gesorgt. Nun sind 60 Minuten Liebespoesie auf nüchternen Magen sicherlich nicht für jeden Organismus leicht zu verdauen, und wenn im Inneren Kalorienarmut herrscht, fällt auch der Orgasmus im Kopf aus: „Der Anflug von geistiger An- oder gar Erregung stellt sich kaum ein, weder vor Alkohol und Teigtaschen“, schreibt die Welt-Kritikerin ein wenig „angefressen“.

Vielleicht trübt Heißhunger sogar bisweilen auch das Seh- und Hörvermögen. Jedenfalls sieht jene Reporterin nur noch schwarz-weiß, d. h. ausschließlich alte Leute mit Zottelhaaren um sich herum sitzen: „Ergraut ist es, das Publikum, kein Haar gefärbt, kaum eins gestutzt“. Abgesehen davon, dass die erzkonservative Welt in den vergangenen Jahrzehnten nicht gerade als Teenager-Blatt für Schlagzeilen gesorgt hat, und auch abgesehen von der hier zu Tage tretenden, geradezu bieder-spießigen Einstellung, dass ältere Menschen besser nichts mit Erotik am Hut haben sollten, frage ich mich ernsthaft, ob diese Journalistin und ich in derselben Veranstaltung saßen. Wenn ich allein an die vielen bildschönen, reifen Frauen, aber auch an die jungen Autorinnen denke, die mir an diesem Abend begegnet sind … Selbst der für seine brillante Vortragskunst weithin bekannte Münchner Altphilologe und Universalerotiker Prof. Niklas Holzberg kommt in dieser Nacht nicht bei der Welt an: „Ausgerechnet antike Liebeslyrik leidet unter der hüftsteifen Anzüglichkeit des Vortrags“.

Und auch das Geburtstagskind selbst, unsere Zeitschrift DAS GEDICHT, hat jene Kritikerin offensichtlich nicht oft in der Hand gehabt hat. Denn während nicht wenige ihrer Kollegen die Aktualität unserer Themen diskutieren, hält die Frau von der Welt unser Lyrikkompendium für „ein Träumerblatt“, das seit „1993 gänzlich ohne Zeitbezug und nahezu ohne Layout“ auskomme, aber letztendlich wegen seiner „Abmischung“ doch „einzigartig“ sei.

Ich fürchte, die Gute liest die eigene Zeitung nicht, denn es scheint ihr entgangen zu sein, dass Die Welt immer wieder einmal Gedichte aus DAS GEDICHT nachdruckte, sogar auf einer ganzen Zeitungsseite, als Papst Johannes Paul II ein Jugendgedicht in unserem Religions-Special publizierte (was Die Welt damals übrigens zunächst ohne deutlich erkennbaren Quellenverweis tat, fast so, als hätte sie den Dichter im Papst entdeckt). Die Religionsausgabe von DAS GEDICHT (Nr. 9) erschien – ohne Zeitbezug? – wenige Tage vor dem schicksalsträchtigen 11. September 2001, und diskutierte als eines der ersten Organe, noch vor den meisten Feuilletons, das Wiedererstarken der Religionen und die möglichen Auswirkungen auf die Literatur / Lyrik der Gegenwart.

Zuvor hatte bereits DAS GEDICHT Nr. 7 (Herbst 1999) mit seiner „Liste der Jahrhundertdichter“ den Grundstein für alle späteren Kanon-Debatten in den Feuilletons gelegt. Und die Jubiläumsausgabe Nr. 10 formulierte im Frühjahr 2002 unter dem Motto „Politik und Poesie. Gedichte gegen Gewalt“ ein klares NEIN der internationalen Dichter zu den bevorstehenden kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan und Irak (wobei sich neben Autoren wie Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger auch Lyriker aus den USA, aus Großbritannien, aus Afghanistan und dem Irak beteiligten).

Der langen Rede kurzer Sinn: Liebe Leute von der Tageszeitung Die Welt, bitte seid so gut und schickt uns beim nächsten Mal eine Journalistin vorbei, die sich für den anstehenden Termin besser vorbereitet, vorher aber ordentlich frühstückt und zu Mittag isst.

Nichts für ungut also
und einen sonnigen Sonntag noch
aus dem sonnigen „Hauptdorf der Poesie“,

Ihr / Euer Anton G. Leitner

Leonce-und-Lena-Preis 2007 an Christian Schloyer, Förderpreise an Andrea Heuser und Nora Bossong

Zwei Preisträger in unserer druckfrischen Anthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel-Gedichte“ (POESIE 21, Nördlingen, Februar 2007)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

es ist mir eine besondere Freude, Ihnen mit Christian Schloyer, Andrea Heuser und Nora Bossong wiederum drei junge Autorinnen und Autoren als Preisträger des Leonce-und-Lena-Wettbewerbs (Literarischer März) der Stadt Darmstadt präsentieren zu können, deren Arbeit uns bestens vertraut ist und die wir bei ihren ersten Schritten in den Literaturbetrieb begleiten durften.

Wie Sie wissen, gilt der Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt als eine der bedeutendsten deutschen Auszeichnungen für Nachwuchsdichter. Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann verlieh am gestrigen Abend den mit 8000 Euro dotierten Hauptpreis an den 1976 in Erlangen geborenen jungen Lyriker Christian Schloyer, der heute in Nürnberg lebt. Eines der ersten Gedichte Christian Schloyers, mit dem er an die Öffentlichkeit trat, heißt „filou“. Es thematisiert „sex im freien“ („im strandkorb / ein specht klopft auf holz, weckt herzklopf / erinnerung …“) und wurde von mir für die Anthologie „GRÜN PFLANZEN“ (2005) des ersten Lyrik-Wettbewerbs unserer Redaktion DAS GEDICHT/Lektorats-Service ausgesucht und darin zum ersten Mal publiziert. Auch in der Anthologie „LASS UNS HERZEN. 24 Stunden Poesie“ unseres zweiten Lyrikwettbewerbs (2006) ist Schloyer vertreten (mit seinem Liebesgedicht „sojus / rendezvous“). Vor wenigen Tagen erschien in unserer dritten Wettbewerbsanthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel Gedichte“ (herausgegeben von Gabriele Trinckler in der neuen Reihe POESIE 21) sein „3stimmiger kanon“: „bist du un-ge-liebt weil / du so hor-niss-chen bist du / un-ge-liebt weil du so hor // niss-chen bist du un / geliebt weil du so an-lauf / nimmst wie-der wie […]“.

Der mit 4000 Euro verbundene Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ging an die 1972 in Köln geborene Andrea Heuser, die heute in München lebt. Andrea Heuser ist sozusagen „Hausautorin“ unserer Zeitschrift DAS GEDICHT. Erst im Februar 2007 trat sie bei unserem Verlags-Hausabend in Weßling auf. Sie ist in vielen meiner Anthologien publiziert, u. a. auch in der aktuellen Wettbewerbsanthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel Gedichte“ mit dem lyrischen Text „Vor dem verschwinden: loben“ (www.poesie21.de). Andrea Heusers Gedicht „du bist mein herz“ gehört übrigens zu meinen liebsten Liebesgedichten und nimmt deshalb auf meinem aktuellen CD-Projekt „Herzenspoesie“ (zusammen mit Anna Thalbach, Alexander Khuon und Martin Finsterlin) bei Eichborn eine zentrale Rolle ein:

du bist mein herz
sitzt im brustkorb
die brust ist ein korb
du bringst bienen
zum summen mein herz
ist ein bienenkorb
die brust ist voll honig
du bist du bist süß
du bist klebrig du bist
feucht bleicher tau
vor dem frühling
im busen du bist
wo du bist
wo mein herz sitzt
du bist
du bist im honig
du bist bei den bienen
du bist luft –
du bist wo die brust
den korb nicht bekommt
wo der frühling
mit dem atmen verfliegt

Andrea Heuser

Natürlich wird „du bist mein herz“ auch im Rahmen von „Leipzig hört“ bei „Herzenspoesie live“ rezitiert, auf der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, den 22. März 2007 um 15:30 Uhr im FOCUS Hörbuchcafé, Halle 3, Stand C511.

Der zweite mit 4000 Euro verbundene Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ging an die 1982 in Bremen geborene Nora Bossong. Bossong publizierte zum ersten Mal in der Jubiläumsausgabe Nr. 10 von DAS GEDICHT (Sommer 2002). Nora ist mir bereits Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre während meiner Jurorentätigkeit für den „Bundeswettbewerb Schüler schreiben. Treffen Junger Autoren“ als eine der jüngsten Autorinnen aufgefallen und seit ihrer Kindheit der Literatur treu geblieben.

Ich gratuliere Andrea Heuser, Nora Bossong und Christian Schloyer auch im Namen unserer Redaktion DAS GEDICHT ganz herzlich zu ihrem großen Erfolg und wünsche ihnen alles Gute für die weitere kreative Arbeit. Wir werden ihre literarische Produktion weiterhin aufmerksam verfolgen und konstruktiv-kritisch begleiten.

Herzliche Grüße aus Weßling
und einen schönen Restsonntag
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner