Frankfurter Buchmesse 2008

Buchpremiere mit Anton G. Leitner

Samstag, 18. Oktober 2008, 17 Uhr
Stand der edition Chrismon (Halle 3.1, Stand G. 137)

Am Samstag, den 18. Oktober 2008 präsentiert Anton G. Leitner seinen neuen Lyrik-Sammelband „Ohne dich bin ich nicht ich – Poesie in jeder Beziehung“ im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr am Stand der edition chrismon (Halle 3.1, Stand G 137). Zusammen mit Chrismon-Chefredakteur Arnd Brummer liest Leitner aus dem Buch. Mit musikalischer Begleitung.

In seiner dritten Anthologie für die edition chrismon versammelt Anton G. Leitner mehr als 100 Gedichte über Freundschaft, Liebe, Streit und Versöhnung aus den verschiedensten Epochen und Kulturkreisen. Der poetische Bogen spannt sich von der griechischen Lyrikerin Sappho, die um 600 vor Christus lebte, bis zur 1980 geborenen Songpoetin Lydia Daher.

Die Poesie spiegelt schon immer den Facettenreichtum zwischenmenschlicher Beziehungen. Oft sind es Kleinigkeiten, die uns miteinander verbinden: „Mit wem ich zusammen rauchte / der blieb mir nicht fremd“, dichtet Eva Strittmatter. Kleinlichkeiten sind es aber auch, die uns entzweien können. Bei Wilhelm Busch beendet eine Birne die Freundschaft zwischen zwei Jugendlichen: „Die Käthe hat den Fritz geküßt, / worauf sie eine Birne ißt. / Seit dies geschah, ist Ferdinand / mit Fritz nicht mehr so gut bekannt.“

Am Ende aber siegen Liebe und Freundschaft über Zank oder Groll. Denn wer an den Liebesbanden rüttelt, bemerkt mit Friedrich Rückert, „wie fest sie sind“.

(„Ohne dich bin ich nicht ich. Poesie in jeder Beziehung.“ Herausgegeben von Anton G. Leitner, edition chrismon / Hansisches Druck- und Verlagshaus, Oktober 2008. 176 Seiten, Leinen mit Prägeetikett, Lesebändchen, 13 cm x 18 cm, 18,- Euro (D), ISBN 978-3-938704-70-7)

Chrismon-Chefredakteur Arnd Brummer im Gespräch mit Anton G. Leitner

Chrismon-Chefredakteur Arnd Brummer im Gespräch mit Anton G. Leitner (v. l. n. r.)

Von der Heilkraft der Poesie: Zeitschrift „Das Gedicht“ mit rezeptfreier Lyrik

Presseerklärung:

(Weßling) – Die buchstarke Jahresschrift „Das Gedicht“ widmet ihre soeben erschienene 16. Folge dem Thema Gesundheit. Mit der Wahl des Sujets haben die Herausgeber Anton G. Leitner und Markus Bundi Neuland betreten, da es bislang kein vergleichbares Anthologieprojekt gab. Viele Beiträge wurden eigens für diese Ausgabe verfasst oder sind Erstveröffentlichungen.

60 namhafte Schriftsteller aller Altersstufen, darunter Karl Otto Conrady, Ulrike Draesner, Helmut Krausser und Matthias Politycki, berichten in Gedichten und Essays über Krankheit und Genesung. Dabei lassen sie keine lyrische Diagnose aus: Das Spektrum reicht von Husten, Schnupfen, Heiserkeit über Herz- und Kreislauferkrankungen bis hin zu Schlafstörungen und Depressionen. „Was nützte mir der ganzen Erde Geld / kein kranker Mensch genießt die Welt“ dichtete einst Goethe. Heute verordnen Lyriker „Texttropfen“ gegen Krankheiten.

Mehrere Aufsätze diskutieren die Heilkraft der Poesie. So erläutert ZEIT-Kritiker Rolf-Bernhard Essig in seinem Essay „Körpertreffer“ die psychischen und physischen Wirkungen der Lyrik. Bestseller-Autor Maximilian Dorner (www.maxdorner.de), selbst an MS erkrankt, berichtet darüber, wie „unpraktisch“ eine Behinderung für Künstler sein kann. Der Psychoanalytiker Markus Fäh, Dozent am Freud-Institut-Zürich, liefert eine praktische „Anleitung zur Überwindung des inneren Schweinehunds“. Außerdem sprechen die Herausgeber mit der niedergelassen Allgemeinmedizinerin Dr. med. Felizitas Leitner (www.felizitas-leitner.de) über Einsatz und Wirkungsweise von Gedichten in der ärztlichen Praxis und untersuchen mit Kritiker Nico Bleutge die wichtigsten lyrischen Neuerscheinungen aus den Jahren 2006 bis 2008.

Die beiden Herausgeber wollten nicht nur lyrische Krankheitsbeschreibungen, d. h. diagnostische Poesie, präsentieren, sondern insbesondere solche Gedichte, die Heilungsprozesse aktiv anregen und begleiten können. „Während Erich Kästner seine lyrische Hausapotheke mehr von der humorvollen Seite aufgezogen hat, interessierte uns vor allem die tatsächliche Möglichkeit, Gedichte als Therapiemittel einzusetzen“, so Anton G. Leitner. Denn „zwischen Krankheit und Gedichtlektüre gibt es deutliche Parallelen: Beide verlangen intensive Zuwendung und meinen uns persönlich“, wie der Schweizer Mitherausgeber Markus Bundi ergänzt.

(Das Gedicht Nr. 16 / Oktober 2008: „Gefühlter Puls – rezeptfreie Gedichte“, herausgegeben von Anton G. Leitner und Markus Bundi, Anton G. Leitner Verlag, Weßling, 167 Seiten, 12,- Euro (D), ISBN 978-3-929433-68-5; Internet: www.dasgedicht.de)

Ich bin dein Nest du bist mein Fest: Ein Abend der poetischen Lust zum 15. Geburtstag der Zeitschrift DAS GEDICHT

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Literaturzeitschriften und Gedichtverlage, das ist bekannt, haben eine Lebensdauer von höchstens fünf Jahren. Dann ist Schluss. Dass der Verlag des Weßlinger Verlegers und Autors Anton G. Leitner (DAS GEDICHT) in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiern kann, gleicht praktisch einem kleinen Wunder. Und Wunder müssen groß begangen werden“, schreibt dieser Tage eine Tageszeitung und eigentlich kann ich diesen Worten kaum mehr etwas hinzufügen.

Über meine Überlebensstrategien der vergangenen 15 Jahre könnte ich ein eigenes Buch schreiben und eines Tages werde ich dies bestimmt auch tun. Denn was es heißt, DAS GEDICHT bis heute aus eigener Kraft, also ohne Förderungen oder Subventionen, am Leben zu erhalten, kann sich eigentlich nur der engste Kreis derjenigen vorstellen, die mich wacker auf meiner Abenteuerreise im Zeitalter der Buchhandelskonzentration begleiten.

Ohne Zweifel habe ich die bislang intensivsten Jahre meines Lebens als Herausgeber, Autor und Verleger dieses Organs erlebt. Hans Bender und Walter Höllerer, die Gründungsherausgeber von Akzente, warnten mich seinerzeit: Jede Zeitschrift werde früher oder später ihre Ernährer auffressen. Heute weiß ich, was sie mir sagen wollten und wie viel Kraft und Geld so ein Unternehmen kostet.

Trotzdem bleibt es für mich ein beglückendes Abenteuer, DAS GEDICHT bis heute edieren zu dürfen. Ich betrachte es als großes Geschenk, dass 50 bekannte Dichter aus dem ganzen deutschen Sprachraum anreisen, um im Literaturhaus München unsere Zeitschrift mit einer Jubiläumslesung zu feiern. Eine Lesung von Liebeslyrikern in dieser Dimension hat es bislang noch nicht gegeben. Selbst die Buchmessen in Leipzig oder Frankfurt täten sich schwer, einen solchen Dichter-CHOR an einem Ort zu versammeln.

Das Programm des Abends wurde von uns so strukturiert, dass die Lesungen 2 mal 45 Minuten dauern und anschließend noch genügend Zeit bleibt, sich mit mir und allen anderen Dichtern beim Empfang (neudeutsch: „After-Show-Party“) persönlich auszutauschen. Inzwischen haben weitere Lyriker aus ganz Europa ihr Kommen zugesagt, so dass sich am 22. Januar 2008 an der Isar so viele Poeten treffen werden, wie selten oder nie zuvor.

Da bis jetzt schon 200 Karten vorverkauft sind, empfehle ich Ihnen dringend, im Literaturhaus München unter der Telefon-Nummer 089/291934-27 Karten zu reservieren oder die Karten im Restaurant OskarMaria (im Literaturhaus) vorab zu erwerben.

Ich würde mich sehr freuen, am 22. Januar in München mit Ihnen auf weitere 15 GEDICHT-Jahre anzustoßen.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald,

Ihr

Anton G. Leitner

 

Presseerklärung:

Ich bin dein Nest du bist mein Fest

Ein Abend der poetischen Lust
zum 15. Geburtstag der Zeitschrift DAS GEDICHT

Dienstag, 22.1.2008, 19:00 Uhr
Literaturhaus München, Saal
Eintritt: € 10.- / € 8.- (inkl. 1 Getränk und 1 Snack)
Kartenreservierungen im Literaturhaus: Telefon 089 / 29 19 34-27

Veranstalter: Anton G. Leitner Verlag DAS GEDICHT,
Kulturreferat der Landeshauptstadt München,
Stiftung Literaturhaus

Moderation: Sabine Zaplin (BR), Andreas Ostermeier (SZ)

Die von Anton G. Leitner 1993 in Weßling bei München gegründete Zeitschrift DAS GEDICHT hat sich innerhalb weniger Jahre „zur bedeutendsten Lyrikzeitschrift in Deutschland“ (BR) entwickelt.

Zum 15. Geburtstag des Magazins lädt der GEDICHT-Herausgeber zu einem Abend der poetischen Lust ein. 50 Autoren der Jubiläumsausgabe aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz tragen Liebespoesie vor – dabei reicht der Gedichtreigen von jungen Slam-Poeten wie Lydia Daher (Augsburg) und Alex Dreppec (Darmstadt) bis hin zu erfahrenen Meisterlyrikern wie Said (München). Als Vorspiel rezitiert der Münchner Altphilologe Professor Niklas Holzberg sinnliche Liebesdichtung der Antike.

Außerdem mit dabei: Friedrich Ani (München), Markus Bundi (CH-Baden), Manfred Chobot (Wien), Tanja Dückers (Berlin), Nora-Eugenie Gomringer (Bamberg), Jean Krier (Luxemburg), Fitzgerald Kusz (Nürnberg), Alexander Nitzberg (Düsseldorf), Matthias Politycki (Hamburg), Arne Rautenberg (Kiel) und viele andere.

Im Anschluss bitten die Veranstalter zu einem kleinen Empfang.

15 Jahre „Das Gedicht“: Liebesgedichte aus Liebe zur Lyrik

P r e s s e e r k l ä r u n g

Weßling bei München – Vor 15 Jahren trug Herausgeber Anton G. Leitner die ersten Exemplare seiner Lyrikzeitschrift „Das Gedicht“ noch eigenhändig auf die Post. Damals erschien das Magazin mit lediglich 100 Seiten Umfang in Schwarz-Weiß. Inzwischen ist aus Leitners Ein-Mann-Betrieb ein kleines Lyrik-Unternehmen geworden und die heute vierfarbig gedruckten, buchstarken Ausgaben werden vom Postlaster abgeholt.

Passend zum Jubiläum erscheint in diesen Tagen die Ausgabe Nr. 15 von „Das Gedicht“ unter dem Motto: „Ich bin dein Nest, du bist mein Fest“. Sie versammelt 100 neue Liebesgedichte von Ulla Hahn, Helmut Krausser, Peter Maiwald, Matthias Politycki, Said, Zafer Senocak und vielen anderen.

Der Münchner Altphilologe Niklas Holzberg leitet die aktuelle Gedicht-Folge mit sinnlichen Versen der griechischen Antike ein, die zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheinen. Ulrich Johannes Beil, Literaturwissenschaftler an der Universität Zürich, untersucht in einem Essay mögliche Reibungsflächen zwischen „Poesie, Internet-Chat und Swinger-Club“. Zusammen mit Anton G. Leitner befragte er darüber hinaus 100 Dichter zum Zusammenhang zwischen Sinnlichkeit und Poesie. Ulla Hahns Antwort fällt poetisch aus: „Sinnliche Gedichte haben das gewisse Etwas, wenn sie ansprechend ansprechen ohne auszusprechen was sie versprechen.“

„Aller guten Dinge sind drei“, sagt Herausgeber Anton G. Leitner. Er möchte mit dieser Gedicht-Folge seine Trilogie der poetischen Lust abrunden. „Liebesverse haben schon so manchen Stein erweicht. Denn sie öffnen die Sinne und wirken nachhaltig gegen Vereinzelung“.

Internet: www.dasgedicht.de

Das Gedicht Nr. 15: „Ich bin dein Nest, du bist mein Fest. Liebe mit allen Sinnen“.
Herausgegeben von Anton G. Leitner, Weßling 2007, 171 Seiten, 12 Euro
(ISBN 978-3-929433-67-8)

25-jähriges Bühnenjubiläum

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich möchte Sie schon heute herzlich dazu einladen, mit mir mein 25-jähriges Bühnenjubiläum zu feiern. Zu diesem Zweck stelle ich Ihnen vorab die Presseerklärung dazu ins Netz, die offiziell ab kommenden Montag von der Monacensia und dem lichtung verlag verbreitet wird.

Es wäre mir eine Freude, mit Ihnen auf ein Vierteljahrhundert Arbeit rund um die Poesie anzustoßen und bei einem wirklich guten Tropfen gemeinsam einige markante Lyrik-Stationen Revue passieren zu lassen. Seit gestern stehen schon 35 Flaschen köstlichen Rotweines bereit und warten auf ihre Entkorkung am Donnerstag, den 30. November 2006 in der Monacensia.

Herzliche Grüße aus Weßling
und vielleicht bis zum 30.11.2006 in München?
Bis bald,

Ihr Anton G. Leitner

Und hier folgt die versprochene Presseerklärung:

25 JAHRE LEBEN FÜR DAS GEDICHT:
Bühnenjubiläum von Anton G. Leitner

Donnerstag, 30. November 2006, 20.00 Uhr, Monacensia, Maria-Theresia-Str. 23 (Hildebrandhaus), München

Lesung mit Musik: „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“
Anschließend Stehempfang

Anton G. Leitner liest aus seinem neuen Lyrik-Band „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“, erschienen in der edition lichtung, Viechtach 2006

Musikalische Begleitung: Martin Finsterlin, Gitarre
Kurze Einführung: Hubert Ettl, Verleger

Manch einer verfasst Verse nebenher. Anton G. Leitner dagegen hat sich seit nunmehr 25 Jahren ganz dem Gedicht verschrieben. 1993 gab der studierte Jurist seine Beamtenstellung auf und wendete sich im Hauptberuf der Poesie zu. Er gründete die Zeitschrift „Das Gedicht“, die er bis heute ediert, gab über zwanzig Anthologien heraus und – das Kerngeschäft jedes Lyrikers – veröffentlichte bis dato circa 500 Gedichte.

„Im Glas tickt der Sand“ heißt der fast 200 Seiten starke Band, in dem der 45-Jährige nun Rückschau hält. Den Kernbestand seines bisherigen lyrischen Werkes bilden 128 Gedichte über die Wechselfälle der Liebe, über Lust und Verlust, über Versprechen, Versprecher und Verbrechen. In Leitners Versen pfeifen deutsche Rad- und Kraftfahrer auf Schutzengel – solange, bis sie mit dem Leibhaftigen zusammenstoßen. Eine verschrobene Bedienung serviert Schaumschläger ab, das Meer türmt Wellen auf, während an Land Weltenbummler den Wortdschungel durchstreifen. Viele „Echtzeitgedichte“ dieser ‘Best of’-Auswahl aus den Jahren 1980-2005 erscheinen in überarbeiteten Neufassungen, 20 davon zum ersten Mal.

Der in Herrsching am Ammersee ansässige Gitarrist Martin Finsterlin, mit dem Leitner seit Kindestagen befreundet ist, begleitet die Lesung mit eigenen Kompositionen.

Im Anschluss laden lichtung-Verleger Hubert Ettl und Anton G. Leitner zu einem Stehempfang ins Kaminzimmer der Monacensia ein. Bei Rotwein (ca’ Rugate, „Rio Albo“, Valpolicella, Jg. 2004), italienischem Mineralwasser und Grissini besteht die Möglichkeit, mit Leitner anzustoßen und 25 Lyrikjahre im Zeitraffer Revue passieren zu lassen.

Eintritt: 5,- € / Karten an der Abendkasse
Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek Monacensia und Lichtung Verlag, Viechtach

Anton G. Leitner, geboren 1961 in München, lebt als Autor, Herausgeber und Verleger in Weßling (Landkreis Starnberg). 1992 gründete er die Zeitschrift Das Gedicht, die er bis heute herausgibt.

Er publizierte die Erzählung „Still Leben Ohne Dichter“ (Berlin 1997), das Kinderbuch „Napoleons erster Fall“ (Hamburg 2003) sowie mehrere Gedichtsammlungen, u. a: „Das Meer tropft aus dem Hahn“ (CD mit Martin Finsterlin, beefree records, Weßling 2003), „Der digitale Hai ist high oder Die Gesänge eines gefischten Fischers“, Poem (Lyrikedition 2000, München 2004) sowie „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“ (edition lichtung, Viechtach 2006).

Von 1984 bis 2006 edierte er 22 Anthologien, darunter den Bestseller „SMS-Lyrik“ (dtv/Hanser, München 2003³).

Derzeit arbeitet Leitner zusammen mit Martin Finsterlin, Anna Thalbach und Alexander Khuon an einem Musik-Poesie-Projekt für Eichborn.

Anton G. Leitner wurde u. a. mit dem Kulturpreis „AusLese“ der Stiftung Lesen, dem „V. O. Stomps-Preis“ der Stadt Mainz und dem Kulturpreis des Landkreises Starnberg ausgezeichnet.

Martin Finsterlin, geboren 1961, lebt als Musiker (Instrumente: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano), Komponist und Produzent in Herrsching am Ammersee. 1980 gründete er die Jazz-Rock-Formation „Milli Vanilli“, für die er viele Stücke schrieb. Von 1992 bis 2001 arbeitete er als Musikberater beim Bayerischen Fernsehen.

Seit 1998 betreibt er sein eigenes Label „beefree records“, das vor allem Filmmusik produziert. Finsterlin begleitet als Gitarrist den Dichter Anton G. Leitner, mit dem er 2003 die CD „Das Meer tropft aus dem Hahn“ aufnahm. Im Jahr 2005 erschien sein Soloalbum „Tierra“, 2006 trat er auch zusammen mit dem bayerischen Liedermacher „Tiger Willi“ auf.

Anton G. Leitner: Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005
edition lichtung, Viechtach 2006 (Sommer/Herbst)

Erste Pressestimmen (Auswahl)

„Eine Auslese der Sonderklasse. WAZ

„Anton G. Leitners Gedichtband ‘Im Glas tickt der Sand’ ist lesenswert, unterhaltsam, überraschend, schön und anregend.“
BR / Bayerisches Fernsehen, LeseZeichen, Armin Kratzert

„Wer zu Lebzeiten in das ‘Große deutsche Gedichtbuch’ von Karl Otto Conrady aufgenommen wird, hat die Reifeprüfung in seinem Metier bestanden. Denn die Anthologie des Kölner Germanisten ist noch immer ein Qualitätspegel deutscher Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Anton G. Leitner ist mit drei Texten darin vertreten. Soeben hat er in der edition lichtung unter dem Titel ‘Im Glas tickt der Sand’ den Kernbestand seines Schaffens aus 25 Jahren vorgelegt: eine Auslese der Sonderklasse.Leitners Gedichte, geschult an der Sprachaskese des Italieners Giuseppe Ungaretti, heben sich von der persönlichen Erfahrung ab und kreisen, nachdenklich oder verspielt, um Lust und Verlust, um Versprechen und Versagen. Und, was sonst, um Liebe und Tod.

Die Kunst der Reduktion und des Enjambements, des Zeilensprungs, erreicht bei Leitner eine Meisterschaft, die an Hexerei grenzt, wie das kleine Poem ‘Standbild, verwackelt’ zeigt. ‘Denk / Mal: Ich / Denke also / Bin ich zu / Schwer / Für meinen / Sockel’. Da ist Descartes’ berühmter philosophischer Satz ‘Ich denke, also bin ich’ virtuos zur Reflexion über die Grenzen des eigenen Ich verknappt.“
WAZ, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen, Hans Jansen

„Deutsche Verbotsschilder auf Mallorca oder die Laubsauger der Nachbarn: ‘Oft zünden schon kleine alltägliche Begebenheiten den poetischen Funken’, bekennt Anton G. Leitner, dessen Gedichte Lyrikfreunden den Atem verschlagen. Die Sätze des Münchner Dichters und Starnberger Kulturpreisträgers geben tristesten Tagen Farbe.“
Münchner Merkur

„Fast 130 seiner Gedichte aus den vergangenen 25 Jahren hat Anton G. Leitner in seinem bislang umfangreichsten Gedichtband gesammelt. Die Texte beschreiben die Wechselfälle des Lebens und sind oft mit einem kräftigen Schuss Ironie, Humor und feiner Hintersinnigkeit garniert. Leitner hat sie überarbeitet und in fünf thematische Kapitel geordnet. Dabei erweist er sich als Meister der ‘Poesie des Zeilensprungs’ (Enjambement). Mit dem neuen Band beweist Leitner, dass er nicht nur einer der rührigsten Lyrik-Verleger (‘Das Gedicht’) ist, sondern zugleich ein stilsicherer Autor mit sensibler Natur- und Menschenbeobachtung.“
dpa, Literaturdienst, Hamburg

„Anton G. Leitner zerteilt Wörter und arrangiert ihre Einzelteile so, dass ein ganzer Strauß ungeahnter Bedeutungen erblüht; souverän jongliert dieser Cinquevalli des Enjambements mit Zeilensprüngen, dass es vor Möglichkeiten nur so flimmert. Die Kombination aus beidem garantiert jedem Leser eine Fahrt auf Leitners Kaleidoskop-Karussell – Überraschungs-rausch inklusive. Atemberaubend!“
UNICUM, Das bundesweite Campus Magazin, Oktober 2006, Claudia Kraszkiewicz

„Der Lyriker und Lyrikverleger Anton G. Leitner, zu dessen 25-jährigem Bühnenjubiläum die Sammlung ‘Im Glas tickt der Sand’ erschienen ist, glaubt an die Macht der Poesie. Er scheint die Poesie mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Die Anthologie ‘Im Glas tickt der Sand’ präsentiert ein Vierteljahrhundert Best of Anton G. Leitner. Leitner besingt nicht nur die Freuden des Sexus, sondern auch Tod und Endlichkeit. Und das tut er auf eine Art, die manchmal an den ‘deutschen Ovid’ Johann Christian Günther, manchmal an ‘Unter dem Milchwald’ von Dylan Thomas erinnert.“
Tageblatt, Zeitung fir Lëtzebuerg, Luxemburg, Jérôme Netgen