Club der lesenden Lyriker

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir arbeiten weiter mit Hochdruck an der Ausgabe 16 von DAS GEDICHT. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, glaube aber, dass diese Folge eine besonders starke Nummer wird. Wir gehen „back to the roots“, also zurück zu unseren Ursprüngen. Ohne ein starkes Fundament hätte unser GEDICHT-Gebäude nicht 16 stürmische Jahre überstanden. Deshalb bedanken wir uns bei unseren Abonnentinnen und Abonnenten, von denen nicht wenige DAS GEDICHT seit 1993 lesen, für die jahrelange Treue mit einer Fülle von neuen Angeboten ab Herbst 2008: u. a. ein neue Runde im Poesiewettbewerb, ein eigener Lyrikpreis im Frühjahr 2009, ein Internetforum für unsere lesenden Dichter (inklusive Online-Anthologie und topaktuelle Rezensionen). Alles weitere erfahren Sie in unserem Abonnentenrundbrief, den Sie wie gewohnt mit der neuen Ausgabe erhalten werden.

Herzliche Grüße aus der sommerlichen Hocharbeitsphase
und bis bald
Ihr

Anton G. Leitner

DAS GEDICHT, Herausgeber

Arbeitsjuni

Liebe Besucherinnen und Besucher,

in den letzten Tagen haben mich immer wieder Besucher meiner Homepage angemailt und besorgt nachgefragt, wie es mir geht, weil ich seit Wochen meine aktuelle Internetseite nicht mehr auf einen tagesaktuellen Stand gebracht habe.

Mir geht es soweit gut, außer dass ich seit Wochen durcharbeite. Meine vielen „Auswärtsspiele“ büße ich gerade mit „Heimarbeit“ ab. Im Zentrum meiner Arbeit steht, wie Sie wahrscheinlich schon richtig vermuten, die kommende Ausgabe von DAS GEDICHT. Für die Nummer 16 habe ich den Schweizer Autor und Kritiker Markus Bundi, der in diesen Tagen im Schauspielhaus Zürich mit dem Montblanc-Literaturpreis 2008 ausgezeichnet worden ist, als Mitherausgeber verpflichtet. Die Auswahl der Gedichte ist schon weit fortgeschritten und derzeit arbeiten wir besonders intensiv am Essay- und Kritikteil (zusammen mit Nico Bleutge, Rolf-Bernhard Essig und Maximilian Dorner).

Meine dtv-Sammlung mit Nachtgedichten (sie erscheint im Dezember 2008 unter dem Titel „Gedichte für Nachtmenschen“, Mitherausgeberin ist Gabriele Trinckler) liegt bereits beim Verlag in München, an der übernächsten dtv-Sammlung („Ein Nilpferd schlummerte im Sand“), deren Umschlag kein Geringerer als Reinhard Michl gestaltet) sitze ich bereits, ebenso an meiner dritten Anthologie in der edition Chrismon mit Beziehungsgedichten, die zur Frankfurter Buchmesse 2008 erscheint.

Bereits für Herbst/Winter 2008/2009 plane ich einen deutlich erweiterten Internet-Auftritt (mit voraussichtlich exklusiven Angeboten für GEDICHT-AbonnentInnen). In Zusammenarbeit mit Matthias Politycki habe ich bereits im Vorfeld ein neues Seminarkonzept erarbeitet, das wir erstmals Ende Januar 2009 in Weßling/Hochstadt realisieren. Unsere Idee hat sich zu unserer Verblüffung intern bereits so verbreitet, dass das erste Seminar dieser Art schon ausgebucht ist, bevor wir es überhaupt öffentlich ausschreiben konnten. Wir werden aber selbstverständlich in absehbarer Zeit eine zweite derartige Veranstaltung anbieten und Sie rechtzeitig darüber informieren.

Für Herbst 2008 stehen schon wieder mehrere öffentliche Auftritte an, u. a. in Kelheim an der Donau, Frankfurt am Main (Buchmesse) und Holzminden. Ich werde Sie selbstverständlich rechtzeitig an dieser Stelle genauer darüber informieren. Meine Auftritte auf den Deutschen Katholikentag zusammen mit Alexander Nitzberg und Martin Finsterlin (Gitarre) waren anstrengend (9 Stunden Anfahrt nach Osnabrück und 9 Stunden Rückfahrt), aber sehr spannend. Ich scheue generell große Ansammlungen von Menschen und auch die Parallelität von zig Veranstaltungen, die sinnvoller auf ein ganzes Jahr verteilt würden, birgt die Gefahr einer gewissen unverbindlichen Beliebigkeit in sich. Das Wetter in Osnabrück war jedoch strahlend schön, unser Programm mit „geistlichen“ Gedichten anspruchsvoll, die Stimmung gut – und eine Stadtbesichtigung von Münster (den wunderbar lichten Dom hätte ich am liebsten gar nicht mehr verlassen) mit anschließendem Besuch in Lüdinghausen bei Frantz Wittkamp, dessen Arbeit ich überaus schätze, haben diese Tour für mich dann wirklich „abgerundet“.

Im Zusammenhang mit katholischer Kirche denke ich an meine heutige Zeitungslektüre der Süddeutschen Zeitung. Im Lokalteil wird wieder einmal über einen bizarren Kampf David gegen Goliath berichtet. Die Seeufergemeinde Berg am Starnberger See hat(te) einen unorthodox agierenden Pfarrer im orthodoxen Habit: Pater Laurentius. Ich habe Pater Laurentius im Rahmen des „Ökumenischen Neujahresempfangs 2008“ der Evangelischen Gemeinde in Berg, bei dem ich die Festrede halten durfte, als „Seelsorger“ mit offenen Augen und Ohren für die Sorgen und Nöte seiner Gemeinde persönlich kennen gelernt. Seine Natürlichkeit, sein Charisma zogen mich sofort an. Ein unkonventioneller Priester, so dachte ich, von dessen Schlag die Katholische Kirche mehr brauchen könnte. Und die Gläubigen in Berg dachten ebenso, Pater Laurentius hat dort einen Grad auf der Beliebtheitsskala der Gemeinde erlangt, der den Oberhirten in München offenbar unheimlich wurde, denn sie haben ihn mit sofortiger Wirkung von seinem Posten abberufen. Alle Proteste seiner Gemeinde fruchten nicht, Laurentius kommt weg, Schluss, Basta. Das verstehe wer wolle: Anstatt einem Mann wie Laurentius den Bischofsstab zu übergeben, bekommt er von der Kirchenobrigkeit einen Tritt in den Allerwertesten und wird kalt vor die Tür gesetzt. Wo haben diese Oberhirten ihre Augen und Ohren, frage ich mich.

Genauso unverständlich ist es mir, dass die deutschen Milchbauern ihre Milch in den Abfluss kippen und kein Kirchenvertreter protestiert dagegen oder versucht sie davon abzuhalten oder zu vermitteln. Da auf der Welt täglich hunderttausende von Menschen verhungern und verdursten müsste es eigentlich andere Wege geben, einen fairen Milchpreis zu erzielen, als Milch in den Gulli zu kippen.

Aber bevor ich mich weiter aufrege, tauche ich jetzt wieder lieber in meine Arbeit ab, dann vergesse ich alle gusseisernen Erzbischöfe & Consorten. Nein, auch darüber, dass Ulla Schmidt noch immer Bundesgesundheitsministerin ist, kann ich mich eigentlich nicht mehr wirklich aufregen, im Gegenteil, sie treibt mich förmlich wieder an meinen Schreibtisch zurück. Schmidt hat die verschlafene CSU mit ihrem Bürokratiemonster Gesundheitsfonds, so steht es heute ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung, nämlich kräftig über den Tisch gezogen und setzt mit der geplanten bundesweiten Nivellierung der ärztlichen Honorare obendrein noch einen drauf. Mehrere hundert Millionen Euro sollen aus den Töpfen der Bayerischen Kassenärzte in andere Bundesländer abfließen. Das wird etliche bayerische Praxen in den Ruin treiben, mutmaßt die SZ. Wer sich für die derzeitige Situation der Hausärzte in Bayern interessiert, der findet mehr dazu in meinen früheren Nachrichten und subjektiven Notizen auf dieser Seite oder kann dazu auch gleich die Internetseiten von Felizitas Leitner (leicht zu ergooglen) besuchen. Wie schön also, dass noch so viel Arbeit auf mich wartet, und ich folge gerne ihrem Ruf

meint heute
Ihr zwischendurch für Sie aufgetauchter

Anton G. Leitner

aus Weßling

Sonntagsnotizen aus der Provinz

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Leipziger Messe war sehr erfolgreich für mich, aber auch sehr anstrengend. Viele interessante Leute getroffen, alte Freundschaften mit Kollegen gepflegt und neue, wichtige Bekanntschaften, geschlossen, neue Projekte (jeweils bis um 3 Uhr morgens) angedacht und diskutiert.

Ich bin seither nur noch am Arbeiten, weil ich 2008 so viele Angebote von Verlagen bekomme wie selten zuvor und mich in aller Ruhe entscheiden möchte, welche ich annehmen kann und welche nicht. Zudem werden derzeit nach 15 bzw. 10 Jahren die Technik und Einrichtung in meinem kleinen Verlag komplett überholt und aktualisiert, es werden Einbauten vorgenommen, seit Tagen sind die Handwerker im Haus, und wir räumen ganze Zimmer aus und ein, testen die neuen Geräte usw. Dies ist auch der Grund, warum ich mich heute nur kurz melden kann. Ich muss gleich wieder an einem Exposé weiterarbeiten und das an einem strahlendem Sonntag!

Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Unterstützung meines Aufrufs gegen den Gesundheitsfonds. Viele Leserinnen und Leser haben mir gemailt, dass sie sich auf meine Anregung hin an der Petition gegen dieses unsinnige Bürokratiemonster beteiligt haben, einige wichtige Politiker haben inzwischen meine Frau und mich persönlich in Weßling am Buchenweg besucht und sich vor Ort von uns genau informieren lassen. Es scheint jetzt auch in der Politik Bewegung gegen den Fonds zu entstehen, insbesondere die CSU bezieht inzwischen dagegen öffentlich immer deutlicher Stellung.

Soviel in aller Kürze.

Herzliche Grüße aus dem Hauptdorf der Poesie,
Weßling, das jetzt einen neuen Bürgermeister hat
(Michael Muther von den Freien Wählern)
und einen poetischen Restsonntag
bis bald

Ihr Anton G. Leitner

Frohe Weihnachten 2007

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein glückliches, gesundes Jahr 2008, voller Poesie.

In diesem Jahr habe ich mich übrigens beim Christbaumkauf verschätzt. Unsere diesjährige Nordmanntanne ist über drei Meter hoch. Das Aufstellen in der Wohnung war gestern so schwierig, dass mir dabei die Hexe ins Kreuz geschossen ist. So muss mir heute meine Frau Felizitas beim Schmücken des Weihnachtsbaums zur Seite stehen. Das ist ein wenig schade. Denn das alleinige Schmücken einer Tanne ist eine schöne Ablenkung von der Poesie,

meint augenzwinkernd und herzlich grüßend

Ihr Anton G. Leitner

der sich heute natürlich
mit einem Gedicht
von Ihnen verabschiedet:

Herr Winter

Breitet das
Schneetuch aus

Zieh dich warm
An ruft der Stern

Sing er dem Mond
Zu, der aufgeht

Am Baum mit roten
Päckchen.

aus: Anton G. Leitner, Im Glas tickt der Sand.
Echtzeitgedichte 1980 bis 2005. © 2006 lichtung verlag, Viechtach

Die Auslieferung der Jubiläumsausgabe steht kurz bevor

Liebe Besucherinnen und Besucher,

heute nur ein kurzer Zwischenbericht aus Weßling: Das neue GEDICHT Nr. 15 ist vor circa einer Stunde, mit einem Tag Verzögerung, aus der Druckerei in Nördlingen bei uns eingetroffen und wir haben vier Euro-Paletten Material im strömenden Regen in unseren Verlag getragen.

Die Jubiläumsausgabe („15 Jahre DAS GEDICHT“) ist unserer Meinung nach wunderschön geworden, wofür ich an dieser Stelle auch unserem Druckpartner, der Druckerei Steinmeier, besonders danke. Und meine Feststellung von vorgestern, dass Papier aus dem Wald kommt, spüre ich gerade wieder (nach dem Tragen) im Kreuz …

Aber jetzt begebe ich mich auch gleich zurück an den Packtisch, damit diese Liebesgedichte so schnell wie möglich an die Leserinnen und Leser (und vielleicht auch zu Ihnen) kommen.

Herzliche Grüße
aus dem heute verregneten Weßling,
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner

DAS GEDICHT, Herausgeber

Anna Seghers-Preis 2006 für GEDICHT-Redaktionsmitglied Nico Bleutge

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir gratulieren unserem Redakteur Nico Bleutge ganz herzlich zum Anna Seghers-Preis 2006.

Seit 1995 zeichnet die Anna Seghers-Stiftung Autoren aus den deutschsprachigen und lateinamerikanischen Ländern mit dem Anna Seghers-Preis aus, der mit jeweils 12.500 € dotiert ist. Preisträger in diesem Jahr sind der Lyriker und Literaturkritiker Nico Bleutge (Tübingen) sowie der Erzähler und Performancekünstler Pedro Lemebel (Chile).

Die Preisverleihung erfolgt am Sonntag, den 12. November 2006 um 19.00 Uhr im Plenarsaal der Akademie der Künste zu Berlin (Pariser Platz). Die Literaturkritikerin Sibylle Cramer hält die Laudatio auf Nico Bleutge, der anschließend aus seinem Gedichtband „klare konturen“ (Verlag C. H. Beck, München 2006) liest.

In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift DAS GEDICHT (Nr. 14, Herbst 2006: „Am schönsten ist ein Tierkonzert. Die Arche der Poesie“) sind bislang unveröffentlichte Gedichte von Nico Bleutge publiziert. Zusammen mit mir hat Nico Bleutge für die selbe GEDICHT-Folge auch die komplette Lyrikproduktion deutschsprachiger Verlage von 2004 bis 2006 gesichtet und die wichtigsten Novitäten kritisch kommentiert.

Nico Bleutge leitet als Gastreferent vom 26. bis 28. Januar 2007 das Lyrikseminar der Redaktion DAS GEDICHT in Weßling (weitere Informationen unter www.dasgedicht.de).

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an Nico Bleutge und toi, toi, toi für die weitere lyrische Arbeit.

Mit herzlichen poetischen Grüßen
und Wünschen
verbleibe ich für heute
aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner