Sonntagsnotizen aus der Provinz

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Leipziger Messe war sehr erfolgreich für mich, aber auch sehr anstrengend. Viele interessante Leute getroffen, alte Freundschaften mit Kollegen gepflegt und neue, wichtige Bekanntschaften, geschlossen, neue Projekte (jeweils bis um 3 Uhr morgens) angedacht und diskutiert.

Ich bin seither nur noch am Arbeiten, weil ich 2008 so viele Angebote von Verlagen bekomme wie selten zuvor und mich in aller Ruhe entscheiden möchte, welche ich annehmen kann und welche nicht. Zudem werden derzeit nach 15 bzw. 10 Jahren die Technik und Einrichtung in meinem kleinen Verlag komplett überholt und aktualisiert, es werden Einbauten vorgenommen, seit Tagen sind die Handwerker im Haus, und wir räumen ganze Zimmer aus und ein, testen die neuen Geräte usw. Dies ist auch der Grund, warum ich mich heute nur kurz melden kann. Ich muss gleich wieder an einem Exposé weiterarbeiten und das an einem strahlendem Sonntag!

Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Unterstützung meines Aufrufs gegen den Gesundheitsfonds. Viele Leserinnen und Leser haben mir gemailt, dass sie sich auf meine Anregung hin an der Petition gegen dieses unsinnige Bürokratiemonster beteiligt haben, einige wichtige Politiker haben inzwischen meine Frau und mich persönlich in Weßling am Buchenweg besucht und sich vor Ort von uns genau informieren lassen. Es scheint jetzt auch in der Politik Bewegung gegen den Fonds zu entstehen, insbesondere die CSU bezieht inzwischen dagegen öffentlich immer deutlicher Stellung.

Soviel in aller Kürze.

Herzliche Grüße aus dem Hauptdorf der Poesie,
Weßling, das jetzt einen neuen Bürgermeister hat
(Michael Muther von den Freien Wählern)
und einen poetischen Restsonntag
bis bald

Ihr Anton G. Leitner

Frohe Weihnachten 2007

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein glückliches, gesundes Jahr 2008, voller Poesie.

In diesem Jahr habe ich mich übrigens beim Christbaumkauf verschätzt. Unsere diesjährige Nordmanntanne ist über drei Meter hoch. Das Aufstellen in der Wohnung war gestern so schwierig, dass mir dabei die Hexe ins Kreuz geschossen ist. So muss mir heute meine Frau Felizitas beim Schmücken des Weihnachtsbaums zur Seite stehen. Das ist ein wenig schade. Denn das alleinige Schmücken einer Tanne ist eine schöne Ablenkung von der Poesie,

meint augenzwinkernd und herzlich grüßend

Ihr Anton G. Leitner

der sich heute natürlich
mit einem Gedicht
von Ihnen verabschiedet:

Herr Winter

Breitet das
Schneetuch aus

Zieh dich warm
An ruft der Stern

Sing er dem Mond
Zu, der aufgeht

Am Baum mit roten
Päckchen.

aus: Anton G. Leitner, Im Glas tickt der Sand.
Echtzeitgedichte 1980 bis 2005. © 2006 lichtung verlag, Viechtach

Die Auslieferung der Jubiläumsausgabe steht kurz bevor

Liebe Besucherinnen und Besucher,

heute nur ein kurzer Zwischenbericht aus Weßling: Das neue GEDICHT Nr. 15 ist vor circa einer Stunde, mit einem Tag Verzögerung, aus der Druckerei in Nördlingen bei uns eingetroffen und wir haben vier Euro-Paletten Material im strömenden Regen in unseren Verlag getragen.

Die Jubiläumsausgabe („15 Jahre DAS GEDICHT“) ist unserer Meinung nach wunderschön geworden, wofür ich an dieser Stelle auch unserem Druckpartner, der Druckerei Steinmeier, besonders danke. Und meine Feststellung von vorgestern, dass Papier aus dem Wald kommt, spüre ich gerade wieder (nach dem Tragen) im Kreuz …

Aber jetzt begebe ich mich auch gleich zurück an den Packtisch, damit diese Liebesgedichte so schnell wie möglich an die Leserinnen und Leser (und vielleicht auch zu Ihnen) kommen.

Herzliche Grüße
aus dem heute verregneten Weßling,
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner

DAS GEDICHT, Herausgeber

Anna Seghers-Preis 2006 für GEDICHT-Redaktionsmitglied Nico Bleutge

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir gratulieren unserem Redakteur Nico Bleutge ganz herzlich zum Anna Seghers-Preis 2006.

Seit 1995 zeichnet die Anna Seghers-Stiftung Autoren aus den deutschsprachigen und lateinamerikanischen Ländern mit dem Anna Seghers-Preis aus, der mit jeweils 12.500 € dotiert ist. Preisträger in diesem Jahr sind der Lyriker und Literaturkritiker Nico Bleutge (Tübingen) sowie der Erzähler und Performancekünstler Pedro Lemebel (Chile).

Die Preisverleihung erfolgt am Sonntag, den 12. November 2006 um 19.00 Uhr im Plenarsaal der Akademie der Künste zu Berlin (Pariser Platz). Die Literaturkritikerin Sibylle Cramer hält die Laudatio auf Nico Bleutge, der anschließend aus seinem Gedichtband „klare konturen“ (Verlag C. H. Beck, München 2006) liest.

In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift DAS GEDICHT (Nr. 14, Herbst 2006: „Am schönsten ist ein Tierkonzert. Die Arche der Poesie“) sind bislang unveröffentlichte Gedichte von Nico Bleutge publiziert. Zusammen mit mir hat Nico Bleutge für die selbe GEDICHT-Folge auch die komplette Lyrikproduktion deutschsprachiger Verlage von 2004 bis 2006 gesichtet und die wichtigsten Novitäten kritisch kommentiert.

Nico Bleutge leitet als Gastreferent vom 26. bis 28. Januar 2007 das Lyrikseminar der Redaktion DAS GEDICHT in Weßling (weitere Informationen unter www.dasgedicht.de).

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an Nico Bleutge und toi, toi, toi für die weitere lyrische Arbeit.

Mit herzlichen poetischen Grüßen
und Wünschen
verbleibe ich für heute
aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner

Fernsehen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

zum Erscheinen meiner Gedichtsammlung „Im Glas tickt der Sand“ (edition lichtung, Viechtach 2006) hat Armin Kratzert, Literaturchef des BR/Fernsehen, am Ufer des Weßlinger Sees für seine Sendung „LeseZeichen“ ein Gespräch mit mir geführt.

Es wird am Donnerstag, dem 28. September 2006 um 22.15 Uhr und am kommenden Samstag, dem 30. September 2006 um 22 Uhr auf BR-alpha in 8-minütiger Länge ausgestrahlt.

Armin Kratzert und ich unterhalten uns unter anderem über den Ursprung der Weißwurst, über das Backen von Kuchen, über den Zusammenhang der juristischen und lyrischen Sprache sowie über den feinen Unterschied zwischen Poesie und Prosa und die fast unbeschreibliche Kraft der Lyrik.

Ich lade Sie herzlich ein, unser Gespräch am Bildschirm zu verfolgen. Es wurde am vergangenen Dienstag aufgezeichnet und der Himmel hat uns glücklicherweise während der Dreharbeiten eine Regenpause gegönnt.

Herzliche Grüße 
aus dem „Hauptdorf der deutschen Lyrik“ (J. Sartorius) Weßling 
sendet Ihnen 
Ihr

Anton G. Leitner

 

LeseZeichen. Das Literaturmagazin des Bayerischen Fernsehens.

jeden Sonntag um 11.45 Uhr.

Wiederholung: Donnerstag 22.15 Uhr und Samstag, 30. September 22.00 Uhr in br-alpha.

LeseZeichen

 

VORSCHAU


Sendetermine auf BR-alpha:
Donnerstag, 28. September um 22.15 Uhr und Samstag, 30. September um 22.00 Uhr

 

PER PETTERSON: Pferde stehlen

ANTON G. LEITNER IM GESPRÄCH MIT ARMIN KRATZERT: Im Glas tickt der Sand

MARTIN WALSER: Angstblüte

EVA HERMAN: Das Eva-Prinzip 

DAS GEDICHT Nr. 14 ist auf dem Weg

Liebe Besucherinnen und Besucher,

kurz vor dem Erscheinen der neuen Nummer von DAS GEDICHT Nr. 14 (unter www.dasgedicht.de sind bereits alle wesentlichen Koordinaten der Ausgabe und Teile des Inhalts online gestellt) fasse ich mich knapp. Denn ich möchte am heutigen Sonntag noch einmal tief Luft holen vor der großen „Verpackungs- und Versandorgie“, die meiner Mitarbeiterin Gabriele Trinckler und mir bevorsteht. In den nächsten zwei bis drei Wochen müssen wir beide nämlich mehrere tausend Exemplare der Zeitschrift DAS GEDICHT von Hand verpacken und so schnell wie möglich auf die „Strecke“ bringen …

Die neue Reihe „Poesie 21“ ist gestartet.

In diesen Tagen kann ich nach monatelangem Durcharbeiten die Früchte einer intensiven lyrischen Arbeit ernten: Gerade sind die ersten Titel meiner neuen Reihe „Poesie 21“ erschienen. „Poesie 21“ ist eine gemeinsame Unternehmung von DAS GEDICHT, Lektorats-Service und Druckerei & Verlag Steinmeier in Nördlingen: siehe www.poesie21.de. Meines Erachtens sind die ersten drei „Poesie 21“-Bände von Gudrun Hillmann, Jürgen Preuss und Gabriele Trinckler lyrische „Visitenkarten“ für die Autoren und die Reihe selbst geworden. Insbesondere GEDICHT-Lektorin Karin Fellner hat im engen Dialog mit den Lyrikern hervorragende Arbeit geleistet. Die nächsten drei Bände von „Poesie 21“ sind bereits in Arbeit und erscheinen Ende Oktober 2006. Die Anthologie zu unserem „3. Lyrik-Wettbewerb“, dessen Ausschreibung noch läuft (siehe www.poesie21.de) wird natürlich in derselben Ausstattung wie die Einzelbände von „Poesie 21“ publiziert.

Meine gesammelten Gedichte aus 25 Jahren sind erschienen.

Ganz besonders freue ich mich darüber, dass mir Verleger Hubert Ettl vom lichtung verlag die Gelegenheit geboten hat, mein 25-jähriges „Brettl- und Bühnenjubiläum“ in seiner feinen „edition lichtung“ mit dem Band „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980 bis 2005“ zu begehen. Das fast 200 Seiten dicke Buch vereinigt (mit Ausnahme des 128 Seiten umspannenden Langgedichts „Der digitale Hai ist high“) den Kernbestand meiner bisherigen lyrischen Arbeit. Der Band ist seit 14 Tagen lieferbar: siehe www.lichtung-verlag.de. Meine Geburtsstadt München präsentiert ihn übrigens am Donnerstag, den 30. November 2006 um 20 Uhr in der Monacensia-Sammlung der Münchner Stadtbibliothek (Hildebrandhaus, Maria-Thersia-Str. 23, 81675 München). Der Gitarrist Martin Finsterlin, mit dem ich zur Zeit an einer gemeinsamen CD für Eichborn LIDO arbeite, wird die musikalische Gestaltung des Abends übernehmen.

Ein Tipp für alle Liebhaberinnen und Liebhaber der Poesie: Die Internetseite www.poetenladen.de.

Wer sich für Gedichte von mir interessiert, die in diesem Jahr verfasst wurden, kann sie auf der Internetseite www.poetenladen.de nachlesen. Der „Poetenladen“ ist ein wunderbares Forum für zeitgenössische Lyrik und ihre Diskussion.

Wie Sie unter www.dasgedicht.de sehen, führen wir in unserer „GEDICHT-Akademie“ neue Kleingruppenseminare ein, die neben Lyrik auch autobiographische Schriften und Prosa berücksichtigen. Als Gastreferenten stehen uns mit Nicola Bardola, Ulrich J. Beil und Nico Bleutge herausragende Künstler, Praktiker im Literaturbetrieb und versierte Kenner der Materie zur Seite.

Herzliche poetische Wünsche und Grüße aus Weßling
und vielleicht bis bald

Ihr ANTON G. LEITNER