Die CD „Herzenspoesie“ ist erschienen!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das Jahr 2007 hat mich mit so viel Arbeit empfangen, dass ich erst heute dazu komme, Ihnen auf meiner Aktualitäten-Netzseite eine erfreuliche Mitteilung zu machen: Unsere CD „Herzenspoesie“ ist seit einigen Tagen bei Eichborn lieferbar. Der Buchgrossist Libri hat „Herzenspoesie“ dankenswerterweise in seine Hörstationen im Buchhandel aufgenommen. Und auch auf den Internetseiten von Libri ist ein großer Teil der CD in Auszügen abrufbar: „Herzenspoesie“ bei Libri

Bereits am Montag dieser Woche (5. Februar 2007) hat die Süddeutsche Zeitung unsere CD als „akustisches Gesamtkunstwerk“ gefeiert. Während sich auf dem Hörbuchmarkt „ungeheuer viel Überflüssiges“ tummle, sei „Herzenspoesie“ ein „Glücksfall“. Dies liege nicht nur an der von mir getroffenen Auswahl von Liebesgedichten und den gelungenen Rezitationen von Anna Thalbach, Alexander Khuon und mir, sondern auch an der Musik von Martin Finsterlin, mit dem mich übrigens seit Kindestagen eine Freundschaft verbindet. „Ein besonderes Juwel an diesem Liebescollier ist die Musik von Martin Finsterlin“, schreibt die SZ. „Manches klingt nach der Laute des Barden, dann wieder groovt und jazzt es unter und zwischen den Saiten von Finsterlins Gitarre und all den anderen Instrumenten, die der Musiker noch einsetzt.“

Sie wissen vielleicht, dass ich seit Jahren zusammen mit Martin Finsterlin auftrete, um (oft auch Jugendlichen) Gedichte auf eine Weise zu vermitteln, die nur wenig mit so genannten „Wasserglaslesungen“ zu tun hat. Denn warum sollte es nicht einmal möglich sein, auf Verse zu tanzen?

Die Arbeit an unserer CD war hart, oft saßen wir im Spätherbst 2006 bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam mit Martin im Studio, um unter seiner sachkundigen musikalischen Führung jene Tonlagen zu finden, die (Liebes-)Gedichte zum Klingen und Schwingen bringen.

Martin ist meines Erachtens dieses Hör-Kunststück gelungen und es war eine große Herausforderung für uns, all die liebsten Liebesgedichte so zu rezitieren und mit Musik abzumischen, dass man die Poesie akustisch noch verstehen kann. Denn gerade daran hapert es nach meinem Höreindruck beim sog. „Rilke-Projekt“. Rilkes Verse ertrinken dort im Strudel der oftmals übermächtigen musikalischen Präsenz. Wir haben versucht, uns den lyrischen Texten toter Autorinnen und Autoren sehr behutsam anzunähern, denn die verstorbenen Kolleginnen und Kollegen können sich gegen eine postum unsensible Behandlung nicht mehr wehren …

Überprüfen Sie selbst, ob uns im Quartett eine Lösung der schwierigen Aufgabe gelungen ist. Das „Zusammespiel“ mit Martin Finsterlin, Anna Thalbach und Alexander Khuon war jedenfalls auch ein großes Vergnügen für alle Beteiligten, und wenn wir etwas von dieser Stimmung über die CD an Sie weitergeben können, hat sich unsere Arbeit gelohnt.

Sie Süddeutsche Zeitung bezeichnet „Herzenspoesie“ als „das ideale Geschenk zum Valentinstag“. Vielleicht ist Donnerstag in der kommenden Woche tatsächlich ein geeigneter Anlass, „Herzenspoesie“ zu erwerben. Genau an diesem Tag (Donnerstag, den 14. Februar 2007) widmet übrigens WDR 3 dem CD-Projekt um 14:45 Uhr einen Teil seiner Sendung „HörZeichen“.

Wer uns mit „Herzenspoesie“ live erleben will, kann dies auf der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, den 22. März 2007 um 15:30 Uhr im FOCUS Hörbuchcafé, Halle 3, Stand C511 tun (Veranstalter: Eichborn Verlag). Ich würde mich sehr freuen, Sie bei dieser Gelegenheit persönlich begrüßen zu dürfen.

Ich wünsche Ihnen herzlich einen poetischen Februar
und verbleibe für heute mit herzlichen Grüßen aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner

Weihnachten 2006 / Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher,

zusammen mit meiner Frau Felizitas, meiner Mitarbeiterin Gabriele Trinckler, unserer Lektorin Karin Fellner und dem Buchwissenschaftler Olaf Hintze wünsche ich Ihnen geruhsame Festtage und ein gesundes, ideenreiches und kreatives Jahr 2007, voller Poesie.

Hinter uns liegt ein arbeitsreiches Jahr 2006. Wir haben 2006 viel bewegen können. Erst gestern sind Band 4 und Band 5 meiner neuen Reihe „Poesie 21“ bei Steinmeier in Nördlingen erschienen („Klatschmohn heizt das Feld“ von Konstanze Reupsch sowie Eva Philipps erotisches Feuerwerk „Lasst uns oktopussen!“; siehe auch www.poesie21.de).

Mein Musik-Poesie-Projekt „Herzenspoesie“ bei Eichborn ist produziert und ab Februar 2007 in allen Buchhandlungen erhältlich. Die Zusammenarbeit mit den Interpreten / Schauspielern Anna Thalbach und Alexander Khuon und mit meinem musikalischen Partner Martin Finsterlin, der alle Kompositionen für „Herzenspoesie“ schuf, war für mich eine wunderbare Zeit, die mir viel Kraft für alle anderen Aufgaben gespendet hat.

In enger Zusammenarbeit mit meinem Vater Anton Leitner, dem pensionierten Oberstudiendirektor des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Germering, haben wir unsere Lateinlernhilfen auf die neuen Lehrbücher und das 8-stufige Gymnasium umgestellt. Die Bände für das erste und zweite Lateinlernjahr sind bereits erschienen und erweisen sich als viel gefragte kleine Bestseller für uns. Am dritten Band arbeiten wir bereits intensiv, er wird voraussichtlich kurz nach den Halbjahreszeugnissen, im Februar 2007 erscheinen. Es ist schön, dass wir die jahrzehntelange pädagogische Erfahrung meines Vaters, dessen Herz immer für seine Schülerinnen und Schüler geschlagen hat, jetzt für die Prüfungsvorbereitung vieler Lateinscholaren nützen können und wir freuen uns mit Anton Leitner senior, dass sein Fach Latein gerade in Deutschland eine unglaubliche Renaissance erlebt.

Auch meinem eigenen Verleger Hubert Ettl vom lichtung verlag möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die freundschaftliche Zusammenarbeit danken. Es ist für mich ein schönes Gefühl, zu wissen, dass er meine wichtigsten Gedichte aus den Jahren 1980 bis 2005 in einem fast 200 Seiten umfangreichen Band („Im Glas tickt der Sand“) sorgfältig ediert und verfügbar gemacht hat (und dies in einer liebevollen Ausstattung und zu einem erschwinglichen Preis).

Unter dem Motto „Gedichte – wie wir sie lesen, wie wir sie verstehen“ hat der Schweizer Rundfunk auf seinem Programm DRS2 unlängst eine einstündige Sondersendung zu lyrischen Novitäten über den Äther geschickt, die unter folgendem Link auch im Internet gehört werden kann: http://www.drs.ch/drsonline/index.cfm?gbAction=r04Fulldisplay1&ObjectID=B869CA46-0132-4CC2-95B91BAC7B342E0C&prg=NEWS

Der Literaturkritiker Markus Bundi, der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart und Felix Schneider präsentieren, diskutieren und lesen u. a. Gedichte von Nico Bleutge, Charles Simic und anderen. Ein Schwerpunkt der Sendung liegt auf der unterschiedlichen lyrischen Wahrnehmung von Objekt und Umwelt. Natürlich freut es mich besonders, dass mein Buch „Im Glas tickt der Sand“ darin fast 15 Minuten lang behandelt wird.

Es wäre schön, wenn wir uns im neuen Jahr vielleicht einmal wieder in Weßling auf einer unserer lyrischen Begegnungen sehen würden oder auf einer Lyrikveranstaltung irgendwo in Deutschland. Denn ich werde 2007 viel reisen und Sie auf dieser Seite über alle meine Auftritte rechtzeitig informieren.

„Herzenspoesie“ werden wir übrigens erstmals im Rahmen der Leipziger Messe öffentlich aufführen.

Noch einmal herzliche Grüße und Wünsche aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner

25-jähriges Bühnenjubiläum

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich möchte Sie schon heute herzlich dazu einladen, mit mir mein 25-jähriges Bühnenjubiläum zu feiern. Zu diesem Zweck stelle ich Ihnen vorab die Presseerklärung dazu ins Netz, die offiziell ab kommenden Montag von der Monacensia und dem lichtung verlag verbreitet wird.

Es wäre mir eine Freude, mit Ihnen auf ein Vierteljahrhundert Arbeit rund um die Poesie anzustoßen und bei einem wirklich guten Tropfen gemeinsam einige markante Lyrik-Stationen Revue passieren zu lassen. Seit gestern stehen schon 35 Flaschen köstlichen Rotweines bereit und warten auf ihre Entkorkung am Donnerstag, den 30. November 2006 in der Monacensia.

Herzliche Grüße aus Weßling
und vielleicht bis zum 30.11.2006 in München?
Bis bald,

Ihr Anton G. Leitner

Und hier folgt die versprochene Presseerklärung:

25 JAHRE LEBEN FÜR DAS GEDICHT:
Bühnenjubiläum von Anton G. Leitner

Donnerstag, 30. November 2006, 20.00 Uhr, Monacensia, Maria-Theresia-Str. 23 (Hildebrandhaus), München

Lesung mit Musik: „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“
Anschließend Stehempfang

Anton G. Leitner liest aus seinem neuen Lyrik-Band „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“, erschienen in der edition lichtung, Viechtach 2006

Musikalische Begleitung: Martin Finsterlin, Gitarre
Kurze Einführung: Hubert Ettl, Verleger

Manch einer verfasst Verse nebenher. Anton G. Leitner dagegen hat sich seit nunmehr 25 Jahren ganz dem Gedicht verschrieben. 1993 gab der studierte Jurist seine Beamtenstellung auf und wendete sich im Hauptberuf der Poesie zu. Er gründete die Zeitschrift „Das Gedicht“, die er bis heute ediert, gab über zwanzig Anthologien heraus und – das Kerngeschäft jedes Lyrikers – veröffentlichte bis dato circa 500 Gedichte.

„Im Glas tickt der Sand“ heißt der fast 200 Seiten starke Band, in dem der 45-Jährige nun Rückschau hält. Den Kernbestand seines bisherigen lyrischen Werkes bilden 128 Gedichte über die Wechselfälle der Liebe, über Lust und Verlust, über Versprechen, Versprecher und Verbrechen. In Leitners Versen pfeifen deutsche Rad- und Kraftfahrer auf Schutzengel – solange, bis sie mit dem Leibhaftigen zusammenstoßen. Eine verschrobene Bedienung serviert Schaumschläger ab, das Meer türmt Wellen auf, während an Land Weltenbummler den Wortdschungel durchstreifen. Viele „Echtzeitgedichte“ dieser ‘Best of’-Auswahl aus den Jahren 1980-2005 erscheinen in überarbeiteten Neufassungen, 20 davon zum ersten Mal.

Der in Herrsching am Ammersee ansässige Gitarrist Martin Finsterlin, mit dem Leitner seit Kindestagen befreundet ist, begleitet die Lesung mit eigenen Kompositionen.

Im Anschluss laden lichtung-Verleger Hubert Ettl und Anton G. Leitner zu einem Stehempfang ins Kaminzimmer der Monacensia ein. Bei Rotwein (ca’ Rugate, „Rio Albo“, Valpolicella, Jg. 2004), italienischem Mineralwasser und Grissini besteht die Möglichkeit, mit Leitner anzustoßen und 25 Lyrikjahre im Zeitraffer Revue passieren zu lassen.

Eintritt: 5,- € / Karten an der Abendkasse
Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek Monacensia und Lichtung Verlag, Viechtach

Anton G. Leitner, geboren 1961 in München, lebt als Autor, Herausgeber und Verleger in Weßling (Landkreis Starnberg). 1992 gründete er die Zeitschrift Das Gedicht, die er bis heute herausgibt.

Er publizierte die Erzählung „Still Leben Ohne Dichter“ (Berlin 1997), das Kinderbuch „Napoleons erster Fall“ (Hamburg 2003) sowie mehrere Gedichtsammlungen, u. a: „Das Meer tropft aus dem Hahn“ (CD mit Martin Finsterlin, beefree records, Weßling 2003), „Der digitale Hai ist high oder Die Gesänge eines gefischten Fischers“, Poem (Lyrikedition 2000, München 2004) sowie „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005“ (edition lichtung, Viechtach 2006).

Von 1984 bis 2006 edierte er 22 Anthologien, darunter den Bestseller „SMS-Lyrik“ (dtv/Hanser, München 2003³).

Derzeit arbeitet Leitner zusammen mit Martin Finsterlin, Anna Thalbach und Alexander Khuon an einem Musik-Poesie-Projekt für Eichborn.

Anton G. Leitner wurde u. a. mit dem Kulturpreis „AusLese“ der Stiftung Lesen, dem „V. O. Stomps-Preis“ der Stadt Mainz und dem Kulturpreis des Landkreises Starnberg ausgezeichnet.

Martin Finsterlin, geboren 1961, lebt als Musiker (Instrumente: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano), Komponist und Produzent in Herrsching am Ammersee. 1980 gründete er die Jazz-Rock-Formation „Milli Vanilli“, für die er viele Stücke schrieb. Von 1992 bis 2001 arbeitete er als Musikberater beim Bayerischen Fernsehen.

Seit 1998 betreibt er sein eigenes Label „beefree records“, das vor allem Filmmusik produziert. Finsterlin begleitet als Gitarrist den Dichter Anton G. Leitner, mit dem er 2003 die CD „Das Meer tropft aus dem Hahn“ aufnahm. Im Jahr 2005 erschien sein Soloalbum „Tierra“, 2006 trat er auch zusammen mit dem bayerischen Liedermacher „Tiger Willi“ auf.

Anton G. Leitner: Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005
edition lichtung, Viechtach 2006 (Sommer/Herbst)

Erste Pressestimmen (Auswahl)

„Eine Auslese der Sonderklasse. WAZ

„Anton G. Leitners Gedichtband ‘Im Glas tickt der Sand’ ist lesenswert, unterhaltsam, überraschend, schön und anregend.“
BR / Bayerisches Fernsehen, LeseZeichen, Armin Kratzert

„Wer zu Lebzeiten in das ‘Große deutsche Gedichtbuch’ von Karl Otto Conrady aufgenommen wird, hat die Reifeprüfung in seinem Metier bestanden. Denn die Anthologie des Kölner Germanisten ist noch immer ein Qualitätspegel deutscher Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Anton G. Leitner ist mit drei Texten darin vertreten. Soeben hat er in der edition lichtung unter dem Titel ‘Im Glas tickt der Sand’ den Kernbestand seines Schaffens aus 25 Jahren vorgelegt: eine Auslese der Sonderklasse.Leitners Gedichte, geschult an der Sprachaskese des Italieners Giuseppe Ungaretti, heben sich von der persönlichen Erfahrung ab und kreisen, nachdenklich oder verspielt, um Lust und Verlust, um Versprechen und Versagen. Und, was sonst, um Liebe und Tod.

Die Kunst der Reduktion und des Enjambements, des Zeilensprungs, erreicht bei Leitner eine Meisterschaft, die an Hexerei grenzt, wie das kleine Poem ‘Standbild, verwackelt’ zeigt. ‘Denk / Mal: Ich / Denke also / Bin ich zu / Schwer / Für meinen / Sockel’. Da ist Descartes’ berühmter philosophischer Satz ‘Ich denke, also bin ich’ virtuos zur Reflexion über die Grenzen des eigenen Ich verknappt.“
WAZ, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen, Hans Jansen

„Deutsche Verbotsschilder auf Mallorca oder die Laubsauger der Nachbarn: ‘Oft zünden schon kleine alltägliche Begebenheiten den poetischen Funken’, bekennt Anton G. Leitner, dessen Gedichte Lyrikfreunden den Atem verschlagen. Die Sätze des Münchner Dichters und Starnberger Kulturpreisträgers geben tristesten Tagen Farbe.“
Münchner Merkur

„Fast 130 seiner Gedichte aus den vergangenen 25 Jahren hat Anton G. Leitner in seinem bislang umfangreichsten Gedichtband gesammelt. Die Texte beschreiben die Wechselfälle des Lebens und sind oft mit einem kräftigen Schuss Ironie, Humor und feiner Hintersinnigkeit garniert. Leitner hat sie überarbeitet und in fünf thematische Kapitel geordnet. Dabei erweist er sich als Meister der ‘Poesie des Zeilensprungs’ (Enjambement). Mit dem neuen Band beweist Leitner, dass er nicht nur einer der rührigsten Lyrik-Verleger (‘Das Gedicht’) ist, sondern zugleich ein stilsicherer Autor mit sensibler Natur- und Menschenbeobachtung.“
dpa, Literaturdienst, Hamburg

„Anton G. Leitner zerteilt Wörter und arrangiert ihre Einzelteile so, dass ein ganzer Strauß ungeahnter Bedeutungen erblüht; souverän jongliert dieser Cinquevalli des Enjambements mit Zeilensprüngen, dass es vor Möglichkeiten nur so flimmert. Die Kombination aus beidem garantiert jedem Leser eine Fahrt auf Leitners Kaleidoskop-Karussell – Überraschungs-rausch inklusive. Atemberaubend!“
UNICUM, Das bundesweite Campus Magazin, Oktober 2006, Claudia Kraszkiewicz

„Der Lyriker und Lyrikverleger Anton G. Leitner, zu dessen 25-jährigem Bühnenjubiläum die Sammlung ‘Im Glas tickt der Sand’ erschienen ist, glaubt an die Macht der Poesie. Er scheint die Poesie mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Die Anthologie ‘Im Glas tickt der Sand’ präsentiert ein Vierteljahrhundert Best of Anton G. Leitner. Leitner besingt nicht nur die Freuden des Sexus, sondern auch Tod und Endlichkeit. Und das tut er auf eine Art, die manchmal an den ‘deutschen Ovid’ Johann Christian Günther, manchmal an ‘Unter dem Milchwald’ von Dylan Thomas erinnert.“
Tageblatt, Zeitung fir Lëtzebuerg, Luxemburg, Jérôme Netgen

Anna Seghers-Preis 2006 für GEDICHT-Redaktionsmitglied Nico Bleutge

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir gratulieren unserem Redakteur Nico Bleutge ganz herzlich zum Anna Seghers-Preis 2006.

Seit 1995 zeichnet die Anna Seghers-Stiftung Autoren aus den deutschsprachigen und lateinamerikanischen Ländern mit dem Anna Seghers-Preis aus, der mit jeweils 12.500 € dotiert ist. Preisträger in diesem Jahr sind der Lyriker und Literaturkritiker Nico Bleutge (Tübingen) sowie der Erzähler und Performancekünstler Pedro Lemebel (Chile).

Die Preisverleihung erfolgt am Sonntag, den 12. November 2006 um 19.00 Uhr im Plenarsaal der Akademie der Künste zu Berlin (Pariser Platz). Die Literaturkritikerin Sibylle Cramer hält die Laudatio auf Nico Bleutge, der anschließend aus seinem Gedichtband „klare konturen“ (Verlag C. H. Beck, München 2006) liest.

In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift DAS GEDICHT (Nr. 14, Herbst 2006: „Am schönsten ist ein Tierkonzert. Die Arche der Poesie“) sind bislang unveröffentlichte Gedichte von Nico Bleutge publiziert. Zusammen mit mir hat Nico Bleutge für die selbe GEDICHT-Folge auch die komplette Lyrikproduktion deutschsprachiger Verlage von 2004 bis 2006 gesichtet und die wichtigsten Novitäten kritisch kommentiert.

Nico Bleutge leitet als Gastreferent vom 26. bis 28. Januar 2007 das Lyrikseminar der Redaktion DAS GEDICHT in Weßling (weitere Informationen unter www.dasgedicht.de).

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an Nico Bleutge und toi, toi, toi für die weitere lyrische Arbeit.

Mit herzlichen poetischen Grüßen
und Wünschen
verbleibe ich für heute
aus Weßling

Ihr Anton G. Leitner

Fernsehen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

zum Erscheinen meiner Gedichtsammlung „Im Glas tickt der Sand“ (edition lichtung, Viechtach 2006) hat Armin Kratzert, Literaturchef des BR/Fernsehen, am Ufer des Weßlinger Sees für seine Sendung „LeseZeichen“ ein Gespräch mit mir geführt.

Es wird am Donnerstag, dem 28. September 2006 um 22.15 Uhr und am kommenden Samstag, dem 30. September 2006 um 22 Uhr auf BR-alpha in 8-minütiger Länge ausgestrahlt.

Armin Kratzert und ich unterhalten uns unter anderem über den Ursprung der Weißwurst, über das Backen von Kuchen, über den Zusammenhang der juristischen und lyrischen Sprache sowie über den feinen Unterschied zwischen Poesie und Prosa und die fast unbeschreibliche Kraft der Lyrik.

Ich lade Sie herzlich ein, unser Gespräch am Bildschirm zu verfolgen. Es wurde am vergangenen Dienstag aufgezeichnet und der Himmel hat uns glücklicherweise während der Dreharbeiten eine Regenpause gegönnt.

Herzliche Grüße 
aus dem „Hauptdorf der deutschen Lyrik“ (J. Sartorius) Weßling 
sendet Ihnen 
Ihr

Anton G. Leitner

 

LeseZeichen. Das Literaturmagazin des Bayerischen Fernsehens.

jeden Sonntag um 11.45 Uhr.

Wiederholung: Donnerstag 22.15 Uhr und Samstag, 30. September 22.00 Uhr in br-alpha.

LeseZeichen

 

VORSCHAU


Sendetermine auf BR-alpha:
Donnerstag, 28. September um 22.15 Uhr und Samstag, 30. September um 22.00 Uhr

 

PER PETTERSON: Pferde stehlen

ANTON G. LEITNER IM GESPRÄCH MIT ARMIN KRATZERT: Im Glas tickt der Sand

MARTIN WALSER: Angstblüte

EVA HERMAN: Das Eva-Prinzip 

Heute Demo!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

am heutigen Sonntag gibt es die erste Großdemonstration in der Geschichte des Dorfes Weßling. Die Bürger von Weßling und der umliegenden Gemeinden protestieren ab 15 Uhr gegen die Ausdehnung des Flugbetriebs auf dem ehemaligen Dornier-Werksflughafen im Weßlinger Ortsteil Oberpfaffenhofen. Mit Ausnahme der CSU, der bekanntlich schon seit den Höhen- und Tiefflügen ihres ehemaligen großen Vorsitzenden Franz Josef Strauß (ich sage nur: „Steuerbefreiung für Flugbenzin!“) ein halberotisches Verhältnis zur Fliegerei nachgesagt wird, rufen fast alle Parteien und Gruppierungen zur Beteiligung auf und ich folge ihrem Ruf und demonstriere mit.

Allerdings finde ich es ein wenig heuchlerisch, nur gegen Fluglärm zu protestieren. Ein Mensch wie ich braucht zu seiner Arbeit vor allem Ruhe. Und wahrscheinlich bin ich mit diesem Bedürfnis bei weiten nicht der einzige im Ort.

Und, unter uns gesagt: Ich wäre manchmal richtig froh, wenn ich den Lärm von Flugzeugen vom Lärm der Motorsägen, Kreissägen, Laubsauger, Heckenscheren, Rasenmäher, Mehrgang-Schlagbohrer, Bandschleifer, Luftdruckreiniger, Auto-Hifi-Anlagen, Auto-Staubsauger, PKWs, LKWs, S-Bahnen, Papiermüllentsorger, Plastikmüllentsorger, Restmüllunterentsorger, Feuerwehrsirenen, Martinshörner usw. unterscheiden könnte.

„Flugzeuge“, sagt meine Mitarbeiterin Gabriele Trinckler, „sind hier in Weßling eigentlich noch die geringste Lärmquelle“ – und freut sich täglich darauf, dass sie ab 18 Uhr wieder – mit einem langgezogenen Quietschton auf den abgefahrenen S-Bahnschienen – in ihr „ruhiges München“ fahren darf.

Und so will ich heute nicht nur gegen Fluglärm protestieren, sondern auch gegen den hausgemachten Lärm. Und vielleicht finde ich sogar einige Demonstrantinnen und Demonstranten, die mir beipflichten, dass wir im Grunde genommen erst einmal gegen uns selbst demonstrieren müssten. Eigentlich bräuchten wir ja nur die schon vorhandene gemeindliche Satzung einhalten, die das Verhältnis zu ruhestörenden Arbeiten regelt. Denn der Lärm aus der Luft lässt sich nicht abstrakt loslösen vom Lärm auf der Erde. Und die Boden- und Geräuschhoheit über unsere eigenen Grundstücke haben wir selbst!

Erst also sollten wir den lärmenden Schweinehund in uns überwinden. Und danach können wir uns guten Gewissens noch einmal treffen und gemeinsam gegen den Lärm aus der Luft demonstrieren.

Vielleicht ist mir der „Naherholungsort“ Weßling nach fast 45 Jahren einfach zu „nahe“, als dass ich mich in ihm erholen könnte?

Aber jetzt muss ich erstmal demonstrieren gehen
und verabschiede mich so leise wie möglich
um hinterher lautstark zu protestieren …
mit herzlichen Grüßen

Ihr Anton G. Leitner
(der seit Jahren stets „Ohropax“ in Griffweite auf dem Schreibtisch liegen hat)