Ich bin dein Nest du bist mein Fest: Ein Abend der poetischen Lust zum 15. Geburtstag der Zeitschrift DAS GEDICHT

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Literaturzeitschriften und Gedichtverlage, das ist bekannt, haben eine Lebensdauer von höchstens fünf Jahren. Dann ist Schluss. Dass der Verlag des Weßlinger Verlegers und Autors Anton G. Leitner (DAS GEDICHT) in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiern kann, gleicht praktisch einem kleinen Wunder. Und Wunder müssen groß begangen werden“, schreibt dieser Tage eine Tageszeitung und eigentlich kann ich diesen Worten kaum mehr etwas hinzufügen.

Über meine Überlebensstrategien der vergangenen 15 Jahre könnte ich ein eigenes Buch schreiben und eines Tages werde ich dies bestimmt auch tun. Denn was es heißt, DAS GEDICHT bis heute aus eigener Kraft, also ohne Förderungen oder Subventionen, am Leben zu erhalten, kann sich eigentlich nur der engste Kreis derjenigen vorstellen, die mich wacker auf meiner Abenteuerreise im Zeitalter der Buchhandelskonzentration begleiten.

Ohne Zweifel habe ich die bislang intensivsten Jahre meines Lebens als Herausgeber, Autor und Verleger dieses Organs erlebt. Hans Bender und Walter Höllerer, die Gründungsherausgeber von Akzente, warnten mich seinerzeit: Jede Zeitschrift werde früher oder später ihre Ernährer auffressen. Heute weiß ich, was sie mir sagen wollten und wie viel Kraft und Geld so ein Unternehmen kostet.

Trotzdem bleibt es für mich ein beglückendes Abenteuer, DAS GEDICHT bis heute edieren zu dürfen. Ich betrachte es als großes Geschenk, dass 50 bekannte Dichter aus dem ganzen deutschen Sprachraum anreisen, um im Literaturhaus München unsere Zeitschrift mit einer Jubiläumslesung zu feiern. Eine Lesung von Liebeslyrikern in dieser Dimension hat es bislang noch nicht gegeben. Selbst die Buchmessen in Leipzig oder Frankfurt täten sich schwer, einen solchen Dichter-CHOR an einem Ort zu versammeln.

Das Programm des Abends wurde von uns so strukturiert, dass die Lesungen 2 mal 45 Minuten dauern und anschließend noch genügend Zeit bleibt, sich mit mir und allen anderen Dichtern beim Empfang (neudeutsch: „After-Show-Party“) persönlich auszutauschen. Inzwischen haben weitere Lyriker aus ganz Europa ihr Kommen zugesagt, so dass sich am 22. Januar 2008 an der Isar so viele Poeten treffen werden, wie selten oder nie zuvor.

Da bis jetzt schon 200 Karten vorverkauft sind, empfehle ich Ihnen dringend, im Literaturhaus München unter der Telefon-Nummer 089/291934-27 Karten zu reservieren oder die Karten im Restaurant OskarMaria (im Literaturhaus) vorab zu erwerben.

Ich würde mich sehr freuen, am 22. Januar in München mit Ihnen auf weitere 15 GEDICHT-Jahre anzustoßen.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald,

Ihr

Anton G. Leitner

 

Presseerklärung:

Ich bin dein Nest du bist mein Fest

Ein Abend der poetischen Lust
zum 15. Geburtstag der Zeitschrift DAS GEDICHT

Dienstag, 22.1.2008, 19:00 Uhr
Literaturhaus München, Saal
Eintritt: € 10.- / € 8.- (inkl. 1 Getränk und 1 Snack)
Kartenreservierungen im Literaturhaus: Telefon 089 / 29 19 34-27

Veranstalter: Anton G. Leitner Verlag DAS GEDICHT,
Kulturreferat der Landeshauptstadt München,
Stiftung Literaturhaus

Moderation: Sabine Zaplin (BR), Andreas Ostermeier (SZ)

Die von Anton G. Leitner 1993 in Weßling bei München gegründete Zeitschrift DAS GEDICHT hat sich innerhalb weniger Jahre „zur bedeutendsten Lyrikzeitschrift in Deutschland“ (BR) entwickelt.

Zum 15. Geburtstag des Magazins lädt der GEDICHT-Herausgeber zu einem Abend der poetischen Lust ein. 50 Autoren der Jubiläumsausgabe aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz tragen Liebespoesie vor – dabei reicht der Gedichtreigen von jungen Slam-Poeten wie Lydia Daher (Augsburg) und Alex Dreppec (Darmstadt) bis hin zu erfahrenen Meisterlyrikern wie Said (München). Als Vorspiel rezitiert der Münchner Altphilologe Professor Niklas Holzberg sinnliche Liebesdichtung der Antike.

Außerdem mit dabei: Friedrich Ani (München), Markus Bundi (CH-Baden), Manfred Chobot (Wien), Tanja Dückers (Berlin), Nora-Eugenie Gomringer (Bamberg), Jean Krier (Luxemburg), Fitzgerald Kusz (Nürnberg), Alexander Nitzberg (Düsseldorf), Matthias Politycki (Hamburg), Arne Rautenberg (Kiel) und viele andere.

Im Anschluss bitten die Veranstalter zu einem kleinen Empfang.

Das GEDICHT-Jahr 2007: Ein weihnachtlicher Rückblick und eine lyrische Vorschau auf 2008

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das wohl arbeitsreichste, aber auch spannendste Jahr meiner bisherigen fünfzehn hauptberuflichen Lyrikjahre neigt sich dem Ende zu; und Januar 2008 mit unserem Geburtstagsfest „15 Jahre DAS GEDICHT am 22.1. im Literaturhaus München verspricht nicht weniger aufregend zu werden.

Wenn ich das Jahr 2007 im Sauseschritt Revue passieren lasse, denke ich an fruchtbare Begegnungen mit vielen hundert Schülerinnen und Schülern im ganzen deutschen Sprachraum, erinnere ich mich an das Erscheinen der CD „Herzenspoesie (zusammen mit meinem musikalischen Partner Martin Finsterlin und den Schauspielern Anna Thalbach und Alexander Khuon bei Eichborn im Februar 2007), die sehr gut besuchte Uraufführung im Focus- Hörbuchforum auf der Leipziger Buchmesse.

Mein Lyrik-Kanon „Die Arche der Poesie. Lieblingsgedichte deutscher Dichter bei dtv (Mai 2007) hat mich auf mancher Tour begleitet, ebenso das Bändchen „Kinder, Kinder. Gedichte zur Kindheit“, das ich für Reclams Universalbibliothek im Juni 2007 zusammenstellte.

Ein bewegendes Ereignis war für mich auch das Erscheinen der Jubiläumsausgabe Nr. 15 meines Herzblattes DAS GEDICHT im Oktober 2007 („Ich bin dein Nest, du bist mein Fest. Liebe mit allen Sinnen“). Als Krönung meiner diesjährigen editorischen Arbeit empfinde ich die internationale Sammlung „Mutters Hände, Vaters Herz. Familiengedichte aus 2500 Jahren“ (in edles Vollleinen gekleidet), mit der ich, ebenfalls im Oktober 2007, meine Lyrikreihe in der edition Chrismon eröffnen durfte. Auf der Präsentation während der Frankfurter Buchmesse zusammen mit Chrismon-Chef Arnd Brummer konnte ich mit einer ganzen Reihe von Kollegen auf dieses neue Lyrikrefugium unter dem Dach der evangelischen Kirche anstoßen.

Ich bin froh, dass ich die Kraft aufbringen konnte, dieses enorme Arbeitspensum zu bewältigen. Denn fast „nebenbei“ haben sich drei kleine Bestseller in meinen Kleinverlag eingeschlichen und halten uns hier alle in Weßling ordentlich auf Trapp: Die ersten drei Folgen der Latein-Lernhilfen (1. bis 3. Lernjahr), die mein Vater im Rahmen einer pensionistischen Großtat für uns und vor allem auch für viele dankbare Lateinschülerinnen und Schüler, verfasste, sind so gefragt, dass wir zeitweise mit dem Drucken und Verpacken gar nicht mehr nachgekommen sind.

Besonders einprägsam waren für mich 2007 aber auch die vielen Begegnungen mit Lyrikerkollegen. In der Erinnerung an die gemeinsame Frühjahrslesung mit Arne Rautenberg im Literaturhaus Kiel habe ich die Kieler Bucht vor Augen. Ich konnte den Meeresbusen bereits vom Hotelbett aus sehen. Der Gedanke an diese schöne Aussicht weckt sofort meine unstillbare bayerische Sehnsucht nach der Weite des Ozeans. Leuchtenden Proviant für trübe Herbststimmungen spendeten mir auch die Frauenfelder Lyriktage. Ich bin dem Kurator Markus Bundi dankbar dafür, dass er mich zusammen mit einer der größten erotischen Dichterinnen überhaupt, der Grande-Dame der rumänischen Lyrik, Nora Iuga, im Duett einen Abend der Liebespoesie bestreiten ließ, sensibel moderiert von dem Bamberger Universalgelehrten Ralph-Bernhard Essig. Und ich zehre von jenen Stunden, die ich zusammen mit meiner Frau und dem slowenischen Lyriker Aleş Steger am Ufer des Bodensees verbracht habe, um mit den beiden ein fast meditatives Gespräch über das Wesen der Poesie zu führen.

Ende November durfte ich schließlich in der Hauptbücherei in Wien, eskortiert von Münchner Kollegen, mit einer ganzen Reihe von österreichischen GEDICHT-Autoren den 15. Geburtstag schon vorfeiern. Es hat mir viel Freude bereitet, alte Lyrikerfreunde wie Manfred Chobot wiederzusehen. Und wahrscheinlich würde ich heute noch auf Wolke Sieben schweben, wenn ich nicht in den letzten Wochen nahezu Tag und Nacht an meiner nächsten Chrismon-Anthologie gearbeitet hätte, die seit gestern endlich beim Verlag ist.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei all jenen bedanken, die mir 2007 geholfen haben, das immense Arbeitspensum zu bewältigen. Meiner Frau Felizitas, meiner Familie und meinen engsten Mitarbeitern gebührt fast schon ein kleiner Heiligenschein, denn wegen des ungeheuren Zeit- und Termindrucks war ich sicherlich für meine Umgebung nicht immer ganz leicht zu ertragen.

Sehr bedanken möchte ich mich auch bei all jenen, die meine Arbeit mit konstruktiver Kritik in den Medien begleitet haben und dies teilweise schon seit 15 Jahren tun. Und vielmals danke ich auch all jenen, die Produkte aus der „Weßlinger Lyrikschmiede“ kaufen, in DAS GEDICHT inserieren und meine Veranstaltungen besuchen, denn ohne dieses großzügige Publikum und ohne Verlage, mit denen ich partnerschaftlich zusammenarbeite, würde unser Kamin schon längst nicht mehr rauchen.

Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Jahres 2007 hat auch mein Vater mit seinen Lateinlernhilfen geleistet. Für ihn standen zu seinen aktiven Zeiten als Gründer und Schulleiter des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Unterpfaffenhofen/Germering immer die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt des Lehrbetriebs. Dies hat sich auch seit der Pensionierung nicht geändert und der große Erfolg seiner Lateinlernhilfen hängt sicherlich auch mit dieser selten anzutreffenden Grundeinstellung zusammen.

Abschließend möchte ich Sie noch einmal ganz herzlich einladen, mit mir und 50 GEDICHT-Autoren aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz am Dienstag, den 22. Januar 2008 um 19 Uhr im Münchner Literaturhaus den 15. Geburtstag der Zeitschrift DAS GEDICHT zu feiern (siehe Attachement). Ich denke, für diesen Abend gilt das, was ich meiner Frau vor 16 Jahren versprochen habe, als wir geheiratet haben: Es wird nicht langweilig werden. Gestern hat sich der erste Fernsehsender für den 22.1.2008 angemeldet und wie ich im Vorfeld mitbekomme, reisen viele weitere Lyrikerkollegen und Poesiefreunde aus halb Europa an, um am 22. Januar 2008 in München mit dabei zu sein.

Die Cateringkosten des Abends müssen sich aus dem Eintritt finanzieren. Und weil wir allein schon insgesamt über 50 Mitwirkende sind, bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich am 22.1.2008 keine Möglichkeit habe, über eine Gästeliste engen Freunden oder Bekannten den kostenlosen Zutritt zum Fest zu ermöglichen. Wegen des großen Interesses im Vorfeld empfehle ich Ihnen dringend, Karten im Literaturhaus zu reservieren. Dies geht am einfachsten telefonisch unter der Rufnummer 089 / 29 19 34-27.

Ich wünsche Ihnen für die Festtage viele poetische Stunden
und ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und inspiriertes Jahr 2008.

Bleiben Sie der Lyrik treu.

Herzliche Grüße
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner

Frankfurter Buchmesse 2007

Mittwoch, 10. Oktober 2007, Messegelände
Chrismon-Stand, Halle 3.1, Stand G 139, 16 Uhr

„Mutters Hände, Vaters Herz”
Lesung von Anton G. Leitner und Chrismon-Chefredakteur Arnd Brummer mit anschließender Diskussion

Liebe Besucherinnen und Besucher,

heute abend sitze ich um 21.50 Uhr noch im Büro, um für Sie noch geschwind meine Website zu aktualisieren. Denn ab morgen Mittag bin ich schon in Frankfurt am Main auf der Buchmesse unterwegs.

Mein neuestes Werk, die Anthologie „Mutters Hände, Vaters Herz“ eröffnet in der edition Chrismon eine eigene, neue Lyrikreihe. Dieser bibliophil ausgestatte Band (Voll-Leinen, geprägt, mit Umschlagschild) ist eines der schönsten Bücher, das ich bislang edieren durfte und feiert tatsächlich morgen auf der Frankfurter Buchmesse seine Premiere. Ich habe der Druckerei DZA in Altenburg erst am Montag dieser Woche die Bindefreigabe erteilt und die ersten Exemplare werden morgen von einer Mitarbeiterin der Druckerei von Altenburg persönlich nach Frankfurt am Main auf die Buchmesse gebracht.

Für meine neue Sammlung habe ich rund 100 Familiengedichte der Weltliteratur zusammengetragen: Seit Hunderten von Jahren ist die Familie ein Spiegel der großen Welt im Kleinen. Ein Ort gegenseitiger Zuwendung aber auch Keimzelle verbissener Streitigkeiten und enttäuschter Hoffnungen.

Von Homer bis zum HipHop spannt sich ein generationsübergreifender lyrischer Bogen. Die ausgewählten Gedichte von Goethe, Jandl, Ovid, Shakespeare, Szymborska, Ungaretti und vielen anderen führen durch alle familiären Höhen und Tiefen.

Meines Erachtens gewährt diese Anthologie überraschend zeitlose Perspektiven auf das Familienleben und beweist, dass aktuelle Themen wie Elternverantwortung oder Kinderbetreuung schon früher in der Literatur eine große Rolle gespielt haben.

Ich würde mich sehr freuen, Sie morgen in Frankfurt bei der Buchpremiere begrüßen zu dürfen.

Traditionellerweise hat DAS GEDICHT in Frankfurt am Main keinen eigenen Stand, da es für mich als Herausgeber viel wichtiger ist, über die Messe zu streifen, Autoren, Lektoren, Journalisten und andere Büchermenschen zu treffen, als stationär auf der Stelle zu treten.

Wenn ich mit offenen Augen unterwegs bin, kann ich am ehesten neue Strömungen auf dem Buchmarkt orten, die für meine Arbeit zuhause relevant sind. Natürlich werde ich aber  in der Zeit von Mittwochmittag bis Freitagmittag immer wieder einmal am Stand von Chrismon anzutreffen sein, wo man mir auch Nachrichten hinterlassen kann und ansonsten auch immer wieder bei meinen anderen Hausverlagen (dtv, Eichborn, Reclam) auftauchen.

So, jetzt aber schnell nach Hause, um etwas zu Abend essen und um zu packen, denn morgen geht es bereits um 5 Uhr früh auf die Piste …

Herzliche abendliche Grüße
aus dem Hauptdorf der Poesie Weßling
wünscht Ihnen
Ihr

Anton G. Leitner

P.S. Warum ich nicht früher dazu gekommen bin, diese Website zu aktualisieren, können Sie einige Zeilen weiter unten lesen. Ich plane nämlich zum 15. Geburtstag von DAS GEDICHT am 22. Januar 2008 im Literaturhaus München die vermutlich größte Lesung von Liebeslyrik, die es bislang gegeben hat. Ein ganzes philharmonisches Orchester von Dichtern wird auftreten und das erfordert nicht nur im Vorfeld, dass der Dirigent seinen Taktstock kräftig schwingt …

DAS GEDICHT 15 erscheint

Liebe Besucherinnen und Besucher,

hinter mir liegen unglaublich arbeitsintensive Monate und die sind auch der Grund dafür, warum ich viel weniger dazu gekommen bin, diese Seite zu aktualisieren, als ich eigentlich wollte (und künftig will).

Morgen erscheint die Jubiläumsausgabe Nr. 15 von DAS GEDICHT („Ich bin dein Nest, du bist mein Fest. Liebe mit allen Sinnen“ – 15 Jahre DAS GEDICHT) und dann heißt es zunächst, einen LKW voller Bücher ausladen, die Ware auspacken, kontrollieren und zählen, danach alle Bücher wieder abgezählt einpacken, in Kisten stapeln, die gelben Kisten auf einen LKW der Deutschen Post AG verfrachten usw. Denn diese besonders umfangreiche, festliche Ausgabe von DAS GEDICHT soll ja möglichst schnell zu Ihnen bzw. in den Buchhandel gelangen.

Der ganze Versand ist eine unglaubliche Arbeit und vor allem eine große logistische Leistung, insbesondere meiner Mitarbeiterin Gabriele Trinckler. Sie ist schon seit zwei Wochen mit den Vorbereitungen für die Auslieferung beschäftigt und wird noch gute 14 Tage benötigen, um alle vorbestellten Exemplare zu versenden. Die Tatsache, dass wir die Auslieferung selbst organisieren, erlaubt es uns, den Versand so persönlich und gründlich wie möglich zu gestalten und sorgt dafür, dass ich mich als kräftig mitanpackender Herausgeber nicht so schnell von unseren ‘Produkte‹ entfremde. Denn alle Praktikantinnen und Praktikanten, die uns früher bei derartigen Aktionen geholfen haben (aus vielen sind inzwischen veritable Dichter geworden), können bestätigen, dass Papier wirklich aus dem Wald kommt, und dies auch wegen des Gewichts in rein körperlichem Sinne …

Übrigens erscheint zeitgleich mit der neuen GEDICHT-Folge eine Neuauflage unseres heimlichen Bestsellers: „Latein als zweite Fremdsprache, 1. Lernjahr“. Mein Vater Anton Leitner, der pensionierte Oberstudiendirektor des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Germering, hat die ersten Jahre seiner Pension intensiv genutzt, um für uns drei neue Lateinlernhilfen für das achtzügige Gymnasium (G 8) zu entwickeln, die, wie die Nachfrage eindrucksvoll belegt, aus der Sicht vieler Eltern und Lehrer eine wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe bei der Prüfungsvorbereitung bieten. Allein vom ersten Band konnten wir innerhalb von zwei Jahren vier Auflagen drucken. Ich bin meinem Vater sehr dankbar, dass er mit seinen fulminanten Lateinkenntnissen und seiner langjährigen Erfahrung indirekt auch unsere aufwändige Arbeit rund um die Poesie und ihre Vermittlung fördert. Denn er sorgt gewissermaßen für ein solides Fundament und ein zweites Standbein. Wir sind gerade in den Planungen für die vierte Lateinlernhilfe …

Ich werde versuchen, so bald wie möglich wieder vom Packen aufzutauchen, um Sie an dieser Stelle weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

Apropos: In den nächsten Monaten gibt es vielleicht die Gelegenheit, Sie persönlich auf einer meiner Veranstaltungen zu begrüßen? Mein Weg führt ja über die Schweiz, München und Frankfurt am Main (Buchmesse) direkt in die österreichische Metropole Wien, um dort (natürlich auch mit den Wiener Kolleginnen und Kollegen) den 15. Geburtstag von DAS GEDICHT gebührend zu feiern („… du bist mein Fest“).

Traditionellerweise ist DAS GEDICHT in Frankfurt am Main nicht mit einem eigenen Stand vertreten, da es für mich als Herausgeber wichtiger ist, alle unsere Partner aus den Verlagen sowie Autoren- und Herausgeberkollegen zu treffen, um Sie danach auf den nächsten Lyrikseminaren bzw. im Kritikteil von DAS GEDICHT 16 über alle wesentlichen lyrischen Novitäten und Entwicklungen informieren zu können. Regelmäßige Anlaufpunkte sind für mich in Frankfurt natürlich alle jene Verlage, für die ich als Autor und Herausgeber arbeite, in diesem Jahr vor allem die editon Chrismon sowie der Deutsche Taschenbuch Verlag (dtv). Meine Frau Felizitas, die mich auf der Messe begleitet, wird sicherlich immer wieder einmal am Stand des Daedalus Verlages anzutreffen sein. Gerade ist nämlich dort ihr Band „Die Venus streikt. Gesund durch die Kraft der Poesie“ in der 5. Auflage erschienen (www.daedalus-verlag.de), wozu ich ihr ganz herzlich gratuliere.

Ich verabschiede mich für heute, auch im Namen von Gabriele Trinckler, Karin Fellner, Olaf Hintze und meiner Frau Felizitas Leitner.

Herzliche Grüße aus Weßling,
dem „Hauptdorf der Poesie“ (Joachim Sartorius),
und gute poetische Vibrationen,
bis bald
Ihr

Anton G. Leitner

DAS GEDICHT, Herausgeber

Heute auf Seite 1 der Süddeutschen Zeitung im Streiflicht / Leitner und Finsterlin mit „Herzenspoesie“ auf der Leipziger Buchmesse 2007

Liebe Besucherinnen und Besucher,

nachdem in der vergangenen Woche wieder zwei Autoren aus dem Umfeld unserer Zeitschrift DAS GEDICHT den Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt erhielten (Christian Schloyer und Andrea Heuser) haben uns heute gleich zwei gute Nachrichten erreicht:

Die Süddeutsche Zeitung widmet der Ausschreibung unseres neuen Lyrikwettbewerbs heute ihr Streiflicht auf Seite 1. Und bei der Buchhandelkette Thalia ist nach Auskunft des Eichborn Verlags unsere CD „Herzenspoesie“ Spitzentitel des Monats März 2007. Auf der Internet-Startseite von Hugendubel www.hugendubel.de läuft übrigens gerade eine Aktion zu „Herzenspoesie“.

Das sind, so meine ich, schöne Startvoraussetzungen für die erste „Herzenspoesie“-Tour, die am kommenden Montag startet. Sie wird uns über Hessen und NRW nach Leipzig führen – zur Leipziger Buchmesse 2007.

Am Donnerstag, den 22.3.2007 präsentieren wir dort „Herzenspoesie“ um 15.30 Uhr live im FOCUS-Hörbuchcafé (Halle 3, Stand C 511; Veranstalter: Eichborn-Verlag).

Danach stehen das Scharfrichterhaus in Passau (20. April 2007, 20 Uhr) und das Literaturhaus Kiel (7. Mai 2007 – „Best of Anton G. Leitner und Arne Rautenberg“) auf dem Programm.

Es wäre mir natürlich eine Freude, Sie bei einer dieser Gelegenheiten vor Ort zu sehen.

Herzliche Grüße aus Weßling
und vielleicht bis bald,

Ihr Anton G. Leitner

Leonce-und-Lena-Preis 2007 an Christian Schloyer, Förderpreise an Andrea Heuser und Nora Bossong

Zwei Preisträger in unserer druckfrischen Anthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel-Gedichte“ (POESIE 21, Nördlingen, Februar 2007)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

es ist mir eine besondere Freude, Ihnen mit Christian Schloyer, Andrea Heuser und Nora Bossong wiederum drei junge Autorinnen und Autoren als Preisträger des Leonce-und-Lena-Wettbewerbs (Literarischer März) der Stadt Darmstadt präsentieren zu können, deren Arbeit uns bestens vertraut ist und die wir bei ihren ersten Schritten in den Literaturbetrieb begleiten durften.

Wie Sie wissen, gilt der Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt als eine der bedeutendsten deutschen Auszeichnungen für Nachwuchsdichter. Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann verlieh am gestrigen Abend den mit 8000 Euro dotierten Hauptpreis an den 1976 in Erlangen geborenen jungen Lyriker Christian Schloyer, der heute in Nürnberg lebt. Eines der ersten Gedichte Christian Schloyers, mit dem er an die Öffentlichkeit trat, heißt „filou“. Es thematisiert „sex im freien“ („im strandkorb / ein specht klopft auf holz, weckt herzklopf / erinnerung …“) und wurde von mir für die Anthologie „GRÜN PFLANZEN“ (2005) des ersten Lyrik-Wettbewerbs unserer Redaktion DAS GEDICHT/Lektorats-Service ausgesucht und darin zum ersten Mal publiziert. Auch in der Anthologie „LASS UNS HERZEN. 24 Stunden Poesie“ unseres zweiten Lyrikwettbewerbs (2006) ist Schloyer vertreten (mit seinem Liebesgedicht „sojus / rendezvous“). Vor wenigen Tagen erschien in unserer dritten Wettbewerbsanthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel Gedichte“ (herausgegeben von Gabriele Trinckler in der neuen Reihe POESIE 21) sein „3stimmiger kanon“: „bist du un-ge-liebt weil / du so hor-niss-chen bist du / un-ge-liebt weil du so hor // niss-chen bist du un / geliebt weil du so an-lauf / nimmst wie-der wie […]“.

Der mit 4000 Euro verbundene Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ging an die 1972 in Köln geborene Andrea Heuser, die heute in München lebt. Andrea Heuser ist sozusagen „Hausautorin“ unserer Zeitschrift DAS GEDICHT. Erst im Februar 2007 trat sie bei unserem Verlags-Hausabend in Weßling auf. Sie ist in vielen meiner Anthologien publiziert, u. a. auch in der aktuellen Wettbewerbsanthologie „Ein Teddy aus alten Tagen. Kind & Kegel Gedichte“ mit dem lyrischen Text „Vor dem verschwinden: loben“ (www.poesie21.de). Andrea Heusers Gedicht „du bist mein herz“ gehört übrigens zu meinen liebsten Liebesgedichten und nimmt deshalb auf meinem aktuellen CD-Projekt „Herzenspoesie“ (zusammen mit Anna Thalbach, Alexander Khuon und Martin Finsterlin) bei Eichborn eine zentrale Rolle ein:

du bist mein herz
sitzt im brustkorb
die brust ist ein korb
du bringst bienen
zum summen mein herz
ist ein bienenkorb
die brust ist voll honig
du bist du bist süß
du bist klebrig du bist
feucht bleicher tau
vor dem frühling
im busen du bist
wo du bist
wo mein herz sitzt
du bist
du bist im honig
du bist bei den bienen
du bist luft –
du bist wo die brust
den korb nicht bekommt
wo der frühling
mit dem atmen verfliegt

Andrea Heuser

Natürlich wird „du bist mein herz“ auch im Rahmen von „Leipzig hört“ bei „Herzenspoesie live“ rezitiert, auf der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, den 22. März 2007 um 15:30 Uhr im FOCUS Hörbuchcafé, Halle 3, Stand C511.

Der zweite mit 4000 Euro verbundene Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ging an die 1982 in Bremen geborene Nora Bossong. Bossong publizierte zum ersten Mal in der Jubiläumsausgabe Nr. 10 von DAS GEDICHT (Sommer 2002). Nora ist mir bereits Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre während meiner Jurorentätigkeit für den „Bundeswettbewerb Schüler schreiben. Treffen Junger Autoren“ als eine der jüngsten Autorinnen aufgefallen und seit ihrer Kindheit der Literatur treu geblieben.

Ich gratuliere Andrea Heuser, Nora Bossong und Christian Schloyer auch im Namen unserer Redaktion DAS GEDICHT ganz herzlich zu ihrem großen Erfolg und wünsche ihnen alles Gute für die weitere kreative Arbeit. Wir werden ihre literarische Produktion weiterhin aufmerksam verfolgen und konstruktiv-kritisch begleiten.

Herzliche Grüße aus Weßling
und einen schönen Restsonntag
und bis bald

Ihr Anton G. Leitner