Erinnerung: 5. Lyrikwettbewerb „Hochstadter Stier 2013“ – erstmals mit Publikums- und Jurypreis

Öffentliche Lesungen am Samstag, 26. Januar 2013 (Beginn: 19:30 Uhr; Einlass ab 18.30 Uhr)
mit den Mentoren Michael Augustin und Anton G. Leitner sowie 23 Kandidaten.
Als Juroren: Melanie Arzenheimer, Dr. Erich Jooß, Dr. Ludwig Steinherr
Gast-Performance: Franziska Röchter

(Weßling / Hochstadt) – Am Samstag, den 26. Januar 2013 ist im oberbayerischen Dorf Hochstadt wieder der Gedicht-Stier los. Um am fünften Lyrikwettbewerb „Hochstadter Stier“ teilzunehmen, reisen 23 Autoren aus ganz Deutschland an, eine Kandidatin kommt sogar aus Kanada. Dieses Mal steht die Veranstaltung unter dem Motto „Reiserouten und Lebenswege“. Die konkurrierenden Lyriker bewerben sich mit Poesie vom Unterwegssein im Gasthof Schuster erstmals um zwei Hauptpreise.
Neben dem üblichen Publikumspreis wird heuer auch der „Jurypreis Hochstadter Stier 2013“ vergeben. Die neu eingerichtete Jury setzt sich aus zwei unabhängigen Literaturexperten sowie einer früheren Stier-Preisträgerin zusammen. Dr. Erich Jooß, Lyriker und früherer Direktor / Verleger des Sankt Michaelsbundes sowie Vorsitzender des Bayerischen Medienrates (München), hat sich bereit erklärt, die Jury des Wettbewerbes um den „5. Hochstadter Stier“ als Sprecher zu leiten. Seine Beisitzer in der Jury sind der Lyriker Dr. Ludwig Steinherr (Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München) sowie die Lyrikerin und Journalistin Melanie Arzenheimer aus Eichstätt (Siegerin des 1. Wettbewerbs um den Hochstadter Stier, 2009). Die Stifter der beiden Hauptpreise (Publikumspreis: Gasthof Schuster; Jurypreis: Anton G. Leitner) haben den Münchner Bildhauer Vincent Mitzev beauftragt, als Trophäen Stier-Skulpturen in Bronze zu schaffen.
Der öffentliche Abend mit Lesungen, Zuschauer- sowie Juryabstimmung, Preisverleihungen und Literaturfestbuffet beginnt um 19:30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr). Das oberbayerische Literatur-Event wird auch in diesem Jahr wieder von der Weßlinger Ärztin Dr. med. Felizitas Leitner moderiert. Die beiden Mentoren des „Hochstadter Stiers 2013“, Michael Augustin und Anton G. Leitner (Herausgeber der Zeitschrift DAS GEDICHT), eröffnen die Veranstaltung mit dem Vortrag eigener Reisegedichte. Augustin zählt zu den wichtigsten Vermittlern von Poesie im ARD-Hörfunk (Radio Bremen / Nordwestradio). Der Dichter und Rundfunkmann aus dem hohen Norden (Bremen) gilt als großer Weltreisender der Lyrik. Er leitet als Co-Direktor das Internationale Literaturfestival „Poetry on the Road“. Im Herbst 2013 geben Augustin und Leitner gemeinsam die 21. Ausgabe der buchstarken Jahresschrift DAS GEDICHT heraus.
Eintritt (inkl. Literaturfestbuffet): Tisch: € 24,- / Reihe: € 18,-
Kartenreservierungen unter 0 81 53 / 36 41 (Gasthof Schuster)
Ort: Gasthof Schuster, Am Drössel 5, 82234 Weßling / Hochstadt

Internet: www.DasGedicht.de und www.Gasthof-Schuster.de

Einschalten: »20 Jahre DAS GEDICHT« diesen Samstag auf BR-alpha

Mehr Poesie im Fernsehen war wohl noch nie: Am Samstag, 12.01.2013 überträgt BR alpha den Mitschnitt des »Internationalen Gipfeltreffens der Poesie« von 22:30 bis 01:05 Uhr. Die Sendung wird bundesweit ausgestrahlt und ist auch in Österreich zu sehen.
2 Stunden und 35 Minuten Poesie im Fernsehen zum Mit- und Wiedererleben – Ansehen lohnt sich!
Nach der Erstausstrahlung ist die Sendung übrigens noch 9 Tage lang über das Internet in der BR-Mediathek abrufbar. Geben Sie dort einfach »Denkzeit« im Suchfeld ein.
Infos zur Sendung beim Bayerischen Rundfunk

Mehr Lyriker waren noch nie gemeinsam im Fernsehen: »20 Jahre DAS GEDICHT« am Samstag, 12. Januar 2013 ab 22.30 Uhr auf BR-alpha (»Denkzeit«) – ein guter Start ins neue Lyrikjahr

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
bevor wir alle in den Sog der bevorstehenden Festtage geraten, möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, Ihnen ein frohes Weihnachten voller Poesie und einen guten Rutsch in ein gesundes, kreatives, neues Literaturjahr zu wünschen.
Mein Jahr 2012 steht bis heute voll und ganz im Zeichen des 20. Geburtstages unserer buchstarken Zeitschrift DAS GEDICHT. Der diesjährige Mitherausgeber Matthias Politycki und mein kleines aber feines Verlagsteam in Weßling haben mit mir wirklich alle Register gezogen, um das GEDICHT-Jubiläum zu einem Ereignis werden zu lassen, an das sich viele von uns noch lange erinnern werden.


Wenn ich 2012 vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, reihen sich rasante Berg- und Talfahrten aneinander: Volles Haus im Gasthof Schuster beim »4. Hoch­stadter Stier«, Erscheinen meiner bibliophilen Anthologie »Ein Känguru mit Stöckelschuh. Neue Gedichte für Kinder« (ausgezeichnet vom BR als »Bayern 2-BuchFavorit«), geplatzte Teilnahme am »Festival Puisi International Indonesia 2012«, weil das Kunstministerium in Bayern die Übernahme meiner Reisekosten verweigerte (Kollegen aus anderen deutschen Bundesländern sowie aus der ganzen restlichen Welt bekamen diese Kosten von ihren Kulturträgern erstattet), Web-Premiere des Jubiläumsblogs www.dasgedichtblog.de im Sommer 2012 (mit bislang knapp 50.000 Besuchern), »Sommerpoesie & Flamenco« im Schloßmuseum Murnau, drei weitere spannende Abende in unserer Reihe »Gedicht und Film« mit dem Fünf-Seen-Filmfestival, sonnige »(Mundart-)Tage der Poesie« im Erzgebirge, lokalpolitisches Engagement mit dem Film »Seitenwechsel in Weßling«, der schließlich dazu beiträgt, einen laufenden Bürgerentscheid gegen fast alle Parteien und Widerstände im Ort zu gewinnen. Schließlich, als Höhepunkt, unsere opulente, goldene Jubiläumsausgabe 20 von DAS GEDICHT, die in kürzester Zeit so viele Leser findet, dass die Lagerreserven wie Eis dahinschmelzen. Bis heute erhitzt diese besondere GEDICHT-Nummer viele Gemüter und wird nahezu flächendeckend von deutschsprachigen Medien wahrgenommen. Ihr Erscheinen wurde begleitet von einem der größten Poetentreffen, das je über die Bühne gegangen ist, dem »Internationalen Gipfeltreffen der Poesie« mit 60 Lyrikern in München. Mit dem Satz »Die Lyrik ist hierzulande wieder zum Ereignis geworden« brachte es der Kölner Herausgeber und Lyriker Axel Kutsch auf den Punkt.
Allen Leserinnen, Lesern und Besuchern unserer Veranstaltungen und Internetseiten möchte ich vielmals danken, dass sie mich mit ihrer Aufmerksamkeit durchs Jahr 2012 begleitet haben. Ein herzliches Dankeschön allen Autorenkollegen, die durch ihre Mitarbeit in DAS GEDICHT und in meinen Anthologien aktiv helfen, Lyrik einem breiteren Publikum nahezubringen. Danke sage ich auch unseren Anzeigenkunden, unseren Partnern und Kollegen in kooperierenden Verlagen und in den Redaktionen, die mit konstruktiver Kritik nachhaltig dafür sorgen, dass unsere Arbeit rund ums zeitgenössische Gedicht öffentlich präsent bleibt. Und ein ganz großes DANKESCHÖN an das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, das Literaturhaus München, das BR Fernsehen / BR-alpha Denkzeit-Team, an den Gasthof Schuster sowie an meine Frau, meine Eltern, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne sie und ihr Engagement hätten wir uns 2012 nicht ins kleine Geschichtsbuch der Lyrik eintragen können.
Meine verstorbenen Lyrikerkollegen Nikolaus Dominik, Arnold Leifert und Florian Kleeblatt behalte ich nicht zuletzt durch ihre Texte in lebendiger Erinnerung.
Und weil kein Rückblick ohne eine Vorschau enden sollte:
Am Samstag, den 12. Januar 2013 strahlt der BR in seinem Fernsehprogramm BR-alpha ab 22.30 Uhr unseren kompletten Poesiegipfel aus, den Joachim Sartorius als »rauschhaften Lyrik-Marathon« bezeichnete. Mehr Informationen zu »20 Jahre DAS GEDICHT« im Fernsehen finden Sie z. B. auf dasgedichtblog.
BR-alpha kann sowohl in ganz Deutschland als auch in Österreich empfangen werden. Weil ich überzeugt davon bin, dass dies ein in seiner Art einzigartiger Fernsehabend werden wird, bitte ich Sie herzlich, sich den Sende-Termin vorzumerken und ggf. auch weiterzuempfehlen.
Und am Samstag, den 26. Januar 2013 ist ab 19:30 Uhr in Weßling (Gasthof Schuster) wieder der Hochstadter Lyrikstier los. Beim »5. Hochstadter Stier« wird erstmals neben dem Publikumspreis auch ein Jurypreis vergeben. Die beiden Sieger erhalten jetzt hochwertige Stier-Bronze-Miniaturen, eigens von einem bekannten Bildhauer für den Wettbewerb gefertigt. Gastmentor des »5. Hochstadter Stiers« ist der legendäre Bremer ARD-Rundfunkmann Michael Augustin, charismatischer Co-Direktor des Internationalen Bremer Literaturfestivals »Poetry on the road« und weltreisender Lyrikbotschafter der Poesie.
Auf ein neues Jahr rund ums GEDICHT!
Herzliche Grüße und Wünsche aus Weßling,
Anton G. Leitner

2. Lyrikwettbewerb „Hochstadter Stier“

Öffentliche Lesung
mit dem gefeierten Exil-Dichter Said
und Turmschreiber Anton G. Leitner.

25 Kandidaten aus Deutschland, Österreich, Norwegen und Kanada präsentieren Poesie über Liebe, Glaube und Hoffnung.
Literaturfestbuffet mit Publikumsabstimmung und Preisverleihung.

Samstag, 30. Januar 2010, 19:30 Uhr
Gasthof Schuster, Am Drössel 5, 82234 Weßling/Hochstadt
Eintritt (inklusive Buffet): € 16,
Kartenreservierungen im Gasthof Schuster unter Telefon: 08153/36 41

Seit 1998 veranstaltet die Zeitschrift DAS GEDICHT in Zusammenarbeit mit dem Gasthof Schuster regelmäßig Lyrik-Tagungen. Gäste aus aller Welt treffen prominente Dichter zu internen Lektoratsgesprächen. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wird am 30. Januar 2010 erneut der Lyrikpreis „Hochstadter Stier“ verliehen. Der Gewinner erhält ein handbemaltes Glaskunstobjekt aus der berühmten Kristallglasmanufaktur Theresienthal. Das Motiv für den “Hochstadter Stier” wurde von der Künstlerin Rosemarie Zacher (Gauting) entworfen. Melanie Arzenheimer aus Eichstätt wurde 2009 vom Publikum zur ersten Siegerin des „Hochstadter Stiers“ gekürt.

Die Kandidaten:

25 Autorinnen und Autoren aus vier Ländern bewerben sich 2010 um den Lyrikpreis „Hochstadter Stier“, wiederum gestiftet von Michael Schuster.

Gedichte über Liebe, Glaube und Hoffnung lesen
Karin Alette (Düsseldorf),
Claudia Angerer (A-Mils),
Peter Borjans-Heuser (Duisburg),
Ulrike Brandl (München),
Katja Embacher (N-Oslo),
Isabelle Feix (Gilching),
Evelyn Fomm (Frankfurt am Main),
Beate Gruhn-Schießl (Gauting),
Josef Hader (A-Naarn),
Joachim P. Harms (Düsseldorf),
Eva Höcherl (Pliening),
Bodo Kirchner (A-Salzburg),
Guido Luft (Ettlingen),
Uta Regoli (Kanada-Sherbrooke/Québec),
Konstanze Reupsch (Golm),
Wolfgang Richter (Düsseldorf),
Wilhelm Riedel (Groß-Zimmern),
Franziska Röchter (Verl),
Renate Schön (Augsburg),
Bettina Schultheiß (Wörth),
Andreas Schumacher (Walheim),
Iris Schwaneberger (Neubrandenburg),
Stefan Schwarzmüller (Pirmasens),
Babette Werth (Berlin) und
Barbara Zeizinger (Alsbach-Hähnlein).

Die vorgetragenen Gedichte loten alle Tiefen der Existenz aus. Sie dienen als Wortbojen und poetische Navigationshilfen.

Die Mentoren:

Said, Mentor des Lyrikwettbewerbs "2. Hochstadter Stier"

Said (*1947) kam als Student aus Teheran nach München. Sein Einsatz für die Demokratie verwehrte ihm die Rückkehr ins Persien der Schah-Ära. Auch der Wechsel zum Mullah-Regime änderte nichts an Saids Exil-Situation. Er lebt bis heute in München. Said war Präsident des deutschen PEN. Der SWR schwärmt vom „unvergleichlichen Lyriker Said“, dessen Gedichte „in ihrer poetischen Schönheit den Leser tief ergreifen und betören“. Sein Werk erscheint bei C. H. Beck.

Anton G. Leitner (*1961) gibt seit 1993 die renommierte Zeitschrift DAS GEDICHT heraus.  Seine Lyrik aus 25 Jahren ist im Band „Im Glas tickt der Sand“ versammelt. Bislang edierte Leitner über 30 Anthologien, zuletzt „power“, „relax“ und „smile“ (dtv). Im Herbst 2009 wurde er in den Kreis der Münchner Turmschreiber berufen.

Anton G. Leitner, Mentor des zweiten Lyrikwettbewerbs "Hochstadter Stier"

Im literarischen Schaffen von Said und Anton G. Leitner spielt die Frage nach dem Woher und Wohin des Menschen eine zentrale Rolle. Als Auftakt zum 2. Lyrikwettbewerb „Hochstadter Stier“ präsentieren sie eigene Gedichte zur Sinnsuche.

Ein Tag, ein Gedicht: Netzanthologie des ÖKT startet am 1. Januar 2010

„Die Hoffnung fährt schwarz.“
Ein Tag, ein Gedicht: Die große ÖKT-Netzanthologie
vom 1. Januar 2010 bis 16.  Mai 2010
Ausgewählt und herausgegeben von Anton G. Leitner
unter Mitwirkung von Dr. Erich Jooß und Pater Georg Maria Roers SJ.

Weßling, den 28.12.2009

Liebe Besucherinnen und Besucher,

weil in wenigen Tagen meine Netzanthologie zum 2. Ökumenischen Kirchentag online geht, stelle ich Ihnen sowie den Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen die Pressemitteilung zu diesem Projekt auf meinen Blog:

Aus Anlass des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) hat Anton G. Leitner, Lyriker und Herausgeber der Zeitschrift „Das Gedicht“, eine Reihe zeitgenössischer Lyrikerinnen und Lyriker aus Deutschland, Österreich, Polen sowie der Schweiz eingeladen, neue Hoffnungspoesie einzureichen. Viele Kolleginnen und Kollegen folgten seinem Aufruf.

Vom 1. Januar 2010 bis zum Abschluss des ÖKT (16. Mai 2009) wird auf der Internetseite des ÖKT jeden Tag ein Gedicht in einer großen Netzanthologie publiziert: 136 lyrische Texte bestätigen einmal mehr den leitmotivischen Vers des argentinischen Dichters Roberto Juarroz: „Ein Gedicht rettet einen Tag.“

104 Autoren aus drei Generationen – vom Junglyriker Leander Beil (Jahrgang 1992) bis hin zur Grande Dame der Schweizer Gegenwartspoesie, Erika Burkart (geboren 1922) – steuern vorwiegend Originalbeiträge bei, die im Hier und Jetzt verankert sind. In der Netzanthologie finden sich sowohl Reimgedichte als auch freie Verse oder experimentelle Lautmalerei. Neben Mundartlyrik von Fitzgerald Kusz voller fränkischer Scharfzüngigkeit oder galligen Wiener Dialektgedichten von Franzobel kommt auch das Lachen nicht zu kurz: Andreas Schumacher zum Beispiel entpuppt sich als Nachwuchstalent auf den Spuren Robert Gernhardts und dessen lyrischer Situationskomik.

Alle Autorinnen und Autoren dieser Gedichtsammlung im Internet klopfen das Thema unter verschiedensten Gesichtspunkten auf sein poetisches Potential ab. Da gibt es „Zukunftsazubis“ (Alex Dreppec), die das Vorwärtsgerichtete der Hoffnung „auf einen Morgen, wie du ihn niemals zuvor auch nur zu träumen gewagt“ (Matthias Politycki) verdichten. Die Zweifler unter den Lyrikern hingegen misstrauen jenen „Betrügern und Schiebern“ (Ilma Rakusa), die ihre enttäuschten Hoffnungen „auf dem Altar der Puppenbauernkapelle“ (Mathias Jeschke) opfern. Ob Optimist oder Pessimist: Jeder prüft „die Tragkraft der Erde“ (Erika Burkart) und hofft „auf ein glückliches ende“ (Gerhard Rühm).

Ein Vers von Kerstin Hensel leiht der Netzanthologie des ÖKT ihren Titel: „Die Hoffnung fährt schwarz.“ Angesichts einer globalen Krise, die inzwischen nahezu jeden Lebensbereich berührt, könnte man meinen, auch die Lyriker hätten allen Grund schwarz zu sehen. Wider Erwarten beweisen aber viele in der Netzanthologie versammelte Gedichte, dass die Hoffnung nicht kleinzukriegen ist. Sie braucht weder Fahrkarte noch Visum. Als blinder Passagier begleitet sie die Menschen durch dunkle Zeiten und öffnet ihnen die Augen für den Lichtstrahl am Ende des Tunnels.

ISBN 978-3-939905-60-8

Damit interessierte Leserinnen und Leser auch langfristig auf das ungewöhnliche Hoffnungspotential dieser Gedichte zurückgreifen können, von denen viele eigens für den 2. Ökumenischen Kirchentag entstanden sind, erscheint im Januar 2010 im Verlag Sankt Michaelsbund (München) eine exemplarische Auswahl von 74 Gedichten zusätzlich in Buchform (ISBN 978-3-939905-60-8).

Am Freitag, den 14. Mai 2010 gibt es schließlich um 19 Uhr im Historischen Festsaal des Alten Rathauses in München die einmalige Gelegenheit, 24 Dichterinnen und Dichter der Netzanthologie live zu erleben. Sie reisen aus dem ganzen deutschen Sprachraum zum 2. Ökumenischen Kirchentag an. Unter dem Motto „Die Hoffnung fährt schwarz“ lesen im Rahmen der großen „Nacht der Poesie“ auf dem ÖKT u. a. Leander Beil (Holzkirchen), Ulrich Johannes Beil (Holzkirchen und Zürich), Timo Brunke (Stuttgart), Manfred Chobot (Wien), Alex Dreppec (Darmstadt), Kerstin Hensel (Berlin), Werner Lutz (Basel), Arne Rautenberg (Kiel), Said (München), Ludwig Steinherr (München), Jan Wagner (Berlin) und Mario Wirz (Berlin). Durch den Abend führen Prof. Christoph Lindenmeyer, Koordinator für kulturelle Beziehungen und Projekte in der Hörfunkdirektion des Bayerischen Rundfunks sowie Anton G. Leitner, der die Veranstaltung kuratiert.

Link epd (Evangelischer Pressedienst zum Projekt)

Soviel für heute. Morgen nachmittag zeichne ich zusammen mit Friedrich Ani ein Rundfunkgespräch zur neuen Ausgabe unserer Zeitschrift DAS GEDICHT (Nr. 17) auf, das voraussichtlich am Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 9 Uhr im Deutschlandradio Kultur (Radiofeuilleton) gesendet wird.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald an dieser Stelle
Ihr Anton G. Leitner

Jahresrückblick mit Vorschau

Weßling, den 21. Dezember 2009

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Tatasche, dass ich einige Wochen lang keine Zeit mehr erübrigen konnte, um meinen Blog zu aktualisieren, mag Ihnen einen Eindruck davon geben, wie viel ich zu tun hatte. Denn im Krisenjahr 2009 habe ich selbst in meinem Verlag alles einsetzen müssen, was möglich war, um unser Flaggschiff DAS GEDICHT unversehrt durch die raue Wirtschafts-See zu navigieren.

Bis zum heutigen Tag habe ich seit Januar 2009 nahezu ohne Urlaub durchgearbeitet, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Die tägliche „Knochenarbeit“ wurde mir und meinen Mitarbeiterinnen Gabriele Trinckler und Tanja Rottländer durch erfreuliche Ereignisse versüßt. So kommt die neue Ausgabe von DAS GEDICHT zum Thema Angst und Zivilcourage (Nr. 17, Oktober 2009), die ich zusammen mit Friedrich Ani gemacht habe, so gut an, wie wir es uns erhofft hatten.

Nach der gelungenen Präsentation der Ausgabe in Wien (Alte Schmiede), wo dem Veranstalter wegen des hohen Besucherandrangs die Stühle ausgingen, und nach der Premierenfeier im Münchner Szene-Lokal GAP am 1.12.2009 mit 16 Dichtern gibt es überaus positive Kritiken zu unserem Anti-Angst-Projekt. Sie reichen von Agenturfeatures (ddp, epd) über Rezensionen u. a. in der Abendzeitung, in Die Welt kompakt, im RBB und in den Literaturbeilagen der Nürnberger Nachrichten, des Kölner Stadt-Anzeigers bis zu einem Nachdruck von Gedichten in Die Presse (Wien).

Auf der Hugendubel-Internet-Startseite konnten Besucher mit Friedrich Ani und mir chatten.  Und am Mittwoch, den 16. Dezember 2009 empfahl sogar die Redaktion der Süddeutschen Zeitung (Martina Scherf) das neue GEDICHT als Weihnachtspräsent.

Der Bayerische Rundfunk hat mir ein 45-minütiges Fernsehtalkportrait in seiner renommierten Reihe BR alpha-Forum gewidmet, das am 30. November 2009 (20:15 Uhr) zum ersten Mal ausgestrahlt worden ist. Die alpha-Forum-Sendungen werden ungeschnitten gesendet (Live-Effekt) und vom BR im Wortlaut publiziert.

Gefreut habe ich mich Ende September 2009 auch über die Nachricht, dass mich die Münchner Autorengilde der „Turmschreiber“ zu ihrem neuen Mitglied berufen hat. Die „Turmschreiber“ sind in Bayern eine Institution mit eigenem Verlag, Jahrbüchern, Kalendern und großem Publikum bei ihren Lesungen in der Advents- und Faschingszeit. Sie gelten als renitent und stehen in der Tradition von Karl Valentin. Zu ihren verstorbenen Mitgliedern zählt Eugen Roth, zu den aktiven Turmschreibern gehören u. a. Hannes Burger (er schrieb die legendären Nockherberg-Reden), Herbert Rosendorfer, Tanja Kinkel, Petra Morsbach und Asta Scheib.

Zusammen mit Gabriele Trinckler edierte ich bei dtv die Anthologie „Ein Nilpferd schlummerte im Sand. Gedichte für Tierfreunde“ (illustriert von Reinhard Michl). Im Sommer folgte dann meine dtv-Trilogie im CD-Sonderformat für ein junges Publikum „relax“, „smile“ und power“. Die „power“-Sammlung zählt zu den „50 besten Kinder- und Jugendbücher(n) des Jahres 2010“ (siehe „Lies doch mal 5“, Focus-Schule und cbj, Kinder und Jugenbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House, München 2009, S. 109 ff.). Außerdem erschien im Herbst bei Reclam meine bislang erfolgreichste Lyriksammlung Feuer, Wasser, Luft & Erde. Die Poesie der Elemente wieder – dieses Mal als Hardcover.

Darüber hinaus betreuten wir ein dutzend Einzeltitel in der Reihe POESIE 21 unseres Lektorats-Services. An Arbeit mangelt es uns also nicht hier in Weßling, und darüber bin ich, bei aller wohliger Erschöpfung, auch froh. Denn es könnte in diesen Zeiten ganz anders laufen.

Da ich, wie Sie vielleicht wissen, schon länger dabei bin, unsere Internetpräsenz zu verstärken, habe ich in Zusammenarbeit mit Richard Westermaier damit begonnen, Lyrikclips für das Internet zu produzieren. Westermaier verfügt in diesem Bereich über langjährige Erfahrung. Er produziert u. a. für Titanic TV (den Internetkanal der gleichnamigen Satire-Zeitschrift) wöchentlich die „Wildbach-Toni“-Filme. Sie werden von so Vielen gesehen, dass sie schon dabei sind, Kult-Status zu erlangen.

Wir haben bei YouTube einen eigenen Videokanal für DAS GEDICHT eingerichtet: dasgedichtclip. Bei unserer GEDICHT-Präsentation im GAP in München war Westermaier schon mit der Kamera dabei, fünf Live-Clips sind bereits unter dasgedichtclip abrufbar (u. a. die Debüt-Lesung des 17-jährigen Leander Beil).

Noch ein letzter Hinweis aus aktuellem Anlass: Die Evangelische und Katholische Kirche betrauten mich damit, ein Lyrikprogramm zum 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfindet, zu gestalten. Innerhalb von wenigen Monaten entwickelte ich in Zusammenarbeit mit den Kulturverantwortlichen des ÖKT sowie mit Dr. Erich Jooß (Geschäftsführender Direktor des Sankt Michaelsbund, München) und Pater Georg Maria Roers SJ, dem Münchner Künstlerseelsorger, das Konzept.

Unsere Internetanthologie startet bereits am 1. Januar 2010 auf der Netzseite des ÖKT und bringt bis einschließlich 16. Mai 2010 jeden Tag ein neues Hoffnungsgedicht ins Netz.

Begleitend dazu erscheint bereits Mitte Januar 2010 der Sammelband Die Hoffnung fährt schwarz“ im Verlag Sankt Michaelsbund (München).

Bei der Großen ÖKT-Poesienacht lesen 24 namhafte Dichter aus dem ganzen deutschen Sprachraum. Sie findet am Freitag, den 14. Mai 2010 ab 19 Uhr im Historischen Festsaal des Alten Rathauses in München statt.

Abschließend wünsche ich Ihnen auch im Namen meiner Frau und meiner Mitarbeiterinnen Gabriele Trinckler und Tanja Rottländer ein frohes Fest. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald an dieser Stelle, Ihr
Anton G. Leitner