Paradiesspiele Pfaffenhofen: Schnablgwax. Bairisches Verskabarett – Ein Mundart-Ereignis mit Anton G. Leitner und Maria Hafner

Am Freitag, 13. Juli, treten der Münchner Turmschreiber Anton G. Leitner und die Musikerin Maria Hafner („Hasemanns Töchter“, „Mrs. Zwirbl“) mit einem aufeinander abgestimmten Vers- und Musik-Programm mit kabarettistischen bairischen Versen und kontrastierenden Couplets und Gstanzln auf.
Anton G. Leitner hat sich im Laufe von vier Jahrzehnten mit hochdeutscher Lyrik einen internationalen Namen gemacht. Leitners deftige Gedichtgeschichten entspringen dem prallen Leben und erzählen vom ganz alltäglichen Wahnsinn im weiß-blauen Freistaat – sei es von einem meditierenden Metzgermeister auf Freiersfüßen oder von einer perfiden Biergarten-Variante des russischen Roulettes. Der klangvolle Dialekt verleiht Leitners Sprache eine urwüchsige Kraft. Durch die Übertragung ins Schriftdeutsche entstehen schräge Verfremdungseffekte, die die Lachmuskeln stark strapazieren.
Maria Hafner spielt Geige, Bratsche, Viola da Gamba, Akkordeon und Klavier, singt und jodelt. Mit dem Akkordeonduett „Hasemanns Töchter“ holte sie eine der begehrtesten kabarettistischen Auszeichnungen: das „Kleine Scharfrichterbeil Passau“. 2018 trat sie erstmals beim legendären Singspiel auf dem Nockherberg auf.
Das Zusammentreffen des Vollblutdichters mit der Vollblutmusikerin verspricht einen energiegeladenen, wilden Sommerabend.
Freitag, 13. Juli, 20 Uhr
Schnablgwax: Anton G. Leitner & Maria Hafner
Strandbad Café am Freibad
Ingolstädter Str. 72 – Pfaffenhofen an der Ilm
Eintritt: VVK : 7 €/erm. 5 €, AK: 9 €/erm. 7 €
online-Tickets

Sommer und Liebe auf der Sonnenburg: Der Münchner Dichter Anton G. Leitner liest Herzenspoesie aus seinen Werken

Freitag, 29. Juni 2018, 21 Uhr
Hotel Schloss Sonnenburg, I-39030 St. Lorenzen / Südtirol
Auch externe Gäste sind zur Lesung herzlich willkommen.
www.Sonnenburg.com

Anton G. Leitner. Foto: Volker Derlath

Anton G. Leitner. Foto: Volker Derlath

Was liegt näher, als auf der Sonnenburg an einem lauschigen Juniabend einem modernen Minnesänger zu lauschen? Der preisgekrönte Lyriker und Münchner Turmschreiber Anton G. Leitner trägt eigene Liebespoesie vor sowie sommerliche Klassiker aus seinen Editionen. Er hat für sein Rendezvous mit dem Publikum galante Verse im Gepäck: prickelnde Gedichte, mal hart, mal zart. Sinnliche Poesie, die niemanden kalt lässt.
Anton G. Leitner hat bislang zwölf eigene Gedichtbände veröffentlicht. Seit 1993 ist der studierte Jurist auch Verleger der Zeitschrift DAS GEDICHT und Herausgeber von bislang über vierzig Anthologien (insbesondere für Reclam und dtv). Er wurde für sein literarisches Schaffen vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem V. O.-Stomps-Preis der Stadt Mainz, dem Kulturpreis AusLese der Stiftung Lesen, dem Bayerischen Poetentaler sowie dem Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung. Internet: www.AntonLeitner.de und www.dasgedicht.de

Wer ko der ko – bairischer Mundart-Slam

Bayerischer Dialekt ist seit einiger Zeit wieder sehr in Mode. Von regionalen Kriminalromanen über die niederbayrischen HipHopper „Dicht und ergreifend“ bis hin zum Allgäuer Kommissar Kluftinger – Heimatsound ist in aller Munde und schwer angesagt. Genau wie der Poetry Slam. Was liegt also näher, als beides zu kombinieren? Ein Poetry Slam nur in bayrischer Sprache!
Mit einem gewachsenen bayerischen Selbstbewusstsein in den vergangenen Jahren wuchs auch das Bekenntnis zur eigenen Sprache. Was früher der Landbevölkerung vorbehalten blieb, ist längst schon in den Sprachgebrauch der Stadtbewohner übergegangen. Das Phänomen Poetry Slam hat sich hierzulande von einer Underground- und Jugendkultur in den 1990ern zu einem generationenübergreifenden Publikumserfolg entwickelt, dessen Siegeszug unaufhaltsam scheint und mittlerweile regelmäßig große Hallen oder Schauspielhäuser füllt und vielen Protagonist/innen der Szene zu beachtlichem Erfolg verhalf.
Münchens Slam-Pionier Ko Bylanzky und der Allround-Entertainer Moses Wolff spüren die talentiertesten und originellsten bayerischen Bühnenpoet/innen im bayrischsprachigen Raum auf und vereinen sie bei „WER KO DER KO“ auf der Bühne des Hofspielhauses – und am 02. Mai 2018 darf ich dort zu Gast sein. Wie es sich beim Poetry Slam gehört, entscheidet das Publikum über den Sieger oder die Siegerin des Abends.
München: Mittwoch, 2.5.2018
Wer Ko der Ko – Der Bayerische Mundart Poetry Slam
Moderation: Ko Bylanzky und Moses Wolff
Hofspielhaus (Falkenturmstr.8, 80331 München)
www.hofspielhaus.de

Frisch erschienen: »Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht«, herausgegeben von Uwe-Michael Gutzschhahn

Hundert neue Kindergedichten stellte Uwe-Michael Gutzschhahn für seine gerade erschienene Anthologie »Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht« (dtv Junior) zusammen: Die Sammlung moderner, frischer Lyrik für die ganze Familie von Franz Hohler, Hanna Johansen, Heinz Janisch, Gerald Jatzek, Susan Kreller, Yaak Karsunke, Anton G. Leitner, Paul Maar, Peter Maiwald, Jutta Richter, Michael Roher, Gerhard Rühm, Jürgen Spohn, Frantz Wittkamp u.v.a. ist hervorgegangen aus der ebenfalls von Uwe-Michael Gutzschhahn edierten Reihe »Gedichte für Kinder« hier auf DAS GEDICHT blog. Sie entführt in die Klangwelt der Poesie und lädt ein zu verrückten Sprachspielen, öffnet Räume für Kreativität und Fantasie, in denen man die Welt auf den Kopf stellen oder sie auch mal ganz neu erfinden kann.
Der umfangreiche, schön ausgestattete und von Sabine Kranz illustrierte Band ist nicht nur ein wunderbares Geschenk für junge Leser, sondern auch für junggebliebene Lyrikliebhaber jeden Alters.
 
Uwe-Michael Gutzschhahn (Hrsg.) Sieben Ziegen fliegen durch die NachtUwe-Michael Gutzschhahn (Hrsg.)
Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht

Hundert neue Kindergedichte
176 Seiten, Flexcover, Lesebändchen
€ 16,95 [D] März 2018
ISBN 978-3-423-76201-4
Zur Leseprobe

Touristische Orte im Winter: Ausstellung und Kurzprosa Miniatur-Lesung im Tiny House

Die Ausstellung zum Thema „Touristische Orte im Winter“, einem neuen Buchprojekt von Katharina Kreye, Gründerin des Verlags für spezielle Allgemeinheiten veranschaulicht Ortscharaktere inmitten des Wohnzimmers. Hier bleiben die Funktionen des täglichen Lebens, werden sie nicht gebraucht, hinter Klappen, Türen und Schüben unsichtbar. Diese konzeptionelle Gemeinsamkeit mit den beiden Tiny Houses, die vom 04.04. bis zum 08.04.2018 auf dem Gelände der Münchner Pinakothek der Moderne besichtigt werden können, bietet Freiraum. Leer-Raum, der vom jeweiligen Bewohner bespielt werden kann, so bleibt undefinierte Fläche, die den Raum, auch wenn er noch so klein ist, weit macht.
Die kleine Vorschau aus dem Buch »Touristische Orte im Winter« im Tiny House kann zum Beispiel eine Impression aus der italienischen Stadt Bibione an der Adria zeigen, deren Orts-Charakter sich im Winter, außerhalb der touristischen Saison, ganz anders verhält. Aber auch eine kleine Schneekugel auf dem Nachtkästchen birgt das Potenzial für einen winterlichen Sehnsuchtsort ̶ als inneres Bild, das sich im privaten Raum und in der Vorstellung manifestiert.
Mitwirkende:
Jakob Berr (Fotograf, Journalist und Bildredakteur bei der SZ, www.jakob-berr.com)
Anton G. Leitner (Lyriker und Verleger der Zeitschrift DAS GEDICHT, www.dasgedicht.de)
Katharina Kreye (Fotografin und Verlegerin, Verlag für spezielle Allgemeinheiten, www.katharinakreye.de)

 
Samstag, 7.4.2018, 14 Uhr
Touristische Orte im Winter
mit Kurzprosa Miniatur-Lesung und einem großen Fest
Lyrische und fotografische Geschichten erzählen: Jakob Berr, Anton G. Leitner und Katharina Kreye
Tiny House auf dem Gelände der Pinakothek der Moderne, am Türkentor
Eintritt kostenlos
Informationen zum Download (PDF)

Veranstaltungshinweis: Blaue Stunde: Snapchat versus Goethe

Die blaue Stunde: Gott – Die Welt – und ein Buch.
Diskussion zu Fragen, die den Menschen betreffen
Bei der Blauen Stunde, dem kontroversen Kultur-Talk in der Karmeliterkirche, diskutieren namhafte Experten und prominente Gäste gemeinsam mit dem Publikum.
Am 16.1.2018 findet die dritte ‘Blaue Stunde’ statt. Das Thema lautet diesmal: Snapchat versus Goethe.
Die Digitalisierung hat nahezu alle Lebensbereiche erfasst und die Meinungen darüber gehen auseinander. Während die Einen den Niedergang der Kultur durch digitale Medien betrauern, bedeuten Snapchat, Instagram und Co. für die Anderen einen Quantensprung hin zu ungeahnten neuen Lebens- und Ausdrucksmöglichkeiten. Wie wandelt sich unser Verständnis von Literatur, Kunst und Kultur, Mensch und Welt angesichts dieser Entwicklung? Welche Bedeutung haben Literatur, Dichtung und Poesie im ‚globalen Dorf‘? Sind sie antiquierte Relikte oder lebenswichtige Kostbarkeiten im globalen Irrsinn? Verleger, Autor und Präsident der Akademie der Schönen Künste Michael Krüger, sowie Autor und Verleger Anton G. Leitner gehen an diesem Abend gemeinsam mit dem Publikum diesen Fragen nach.
16.1.2018, 18.00 Uhr c.t
Blaue Stunde: Snapchat versus Goethe

Ehem. Karmeliterkirche (Karmeliterstr. 1, München)
Eintritt: € 10,-.
Für Studierende mit Ausweis ist der Eintritt frei
Anmeldung nicht erforderlich