Festlesung zu 30 Jahre DAS GEDICHT in Aachen am 1. Juli: Ausgabe »offen« wird bei »Leselust auf dem Lousberg« präsentiert

Eine Festlesung zu DAS GEDICHT 30 mit sechs Poetinnen und Poeten gibt’s am Samstag, 1. Juli 2023, ab 18 Uhr auf dem Säulengelände auf dem Lousberg in Aachen: Im Rahmen des Literaturfestivals »Leselust auf dem Lousberg«, das alljärlich an zwei Wochenenden eine ganze Reihe unterschiedlichster literarischer Live-Literaturgenüsse bereithält, wird unter freiem Himmel die neueste Ausgabe der buchstarken Jahresschrift DAS GEDICHT präsentiert. Sie steht, wie passend, unter dem Motto »offen«.

Gemeinsam mit diesen fünf Aachener Poetinnen und Poeten stellt Herausgeber Anton G. Leitner sie, beschattet und beschützt vom mächtigen Ahornbaum, vor: Martin Ebner, Sabine Schiffner, Fouad EL-Auwad, Hartwig Mauritz und Christoph Leisten. Moderiert wird die Jubiläumslesung der buchstarken Jahresschrift DAS GEDICHT von Christoph Leisten, Dichter und, auch das nimmt sich für diese Veranstaltung wieder sehr treffend aus, Co-Herausgeber von DAS GEDICHT 27 (»Natur«). Die Begrüßung übernimmt Dr. Oliver Vogt, Co-Vorsitzender des Literaturbüros.

Im Rahmen des traditionsreichen Aachener Open-Air-Literaturfestes ausgerichtet wird die »Offen I 30 Jahre DAS GEDICHT«-Festlesung in Kooperation von der Zeitschrift DAS GEDICHT und dem Literaturbüro in der Euregio Maas-Rhein e. V.


Die Veranstaltung im Detail (wie auf der Webseite des Literaturbüros Euregio Maas-Rhein angekündigt):

Jubiläumslesung »30 Jahre DAS GEDICHT«

Datum: Samstag, 01. Juli 2023
Beginn: 18.00 Uhr

Säulengelände auf dem Lousberg (Belvedereallee 1)
Eintritt: 7 Euro (ermäßigt: 5 Euro)

Mit Aachener Lyriker*innen

Festlesung aus der Jubiläumsausgabe #30 der buchstarken Zeitschrift für Lyrik mit Herausgeber und Verleger Anton G. Leitner.

DAS GEDICHT hat sich zu einer der »wirkmächtigsten Lyrik-Publikationen im deutschen Sprachraum entwickelt. Es ist ihr gelungen, immer wieder neue Impulse in der Lyriklandschaft zu setzen. Vielfalt und Offenheit zeichnen sie ganz besonders aus.« (Jurybegründung Verlagsprämie Bayern 2022).

Lyrikerinnen und Lyriker aus Aachen nehmen traditionell einen breiten Raum in DAS GEDICHT ein, so auch in der Jubiläumsausgabe #30. Es lesen:

  • Martin Ebner
  • Sabine Schiffner
  • Fouad EL-Auwad
  • Hartwig Mauritz
  • Christoph Leisten (ebenfalls Moderation)

Tickets

Karten im Vorverkauf ➔

Eintritt an der Abendkasse: 7 Euro (ermäßigt: 5 Euro)
Info und Kontakt: 02171-7058592 oder info@euregio-lit.eu

Über »Ein Leben für die Poesie« spricht Herausgeber und Lyriker Anton G. Leitner im Podcast »Draussen mit Claussen«

(zuerst erschienen auf: DAS GEDICHT blog, 30.05.2023)

Wo Kultur und Religion zusammentreffen, setzt Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, stets in seinem Podcast »Draussen mit Claussen« an. In der aktuellen Folge befragt er Anton G. Leitner, der auch schon zwei Religionsausgaben für seine Zeitschrift DAS GEDICHT herausgebracht hat (Nummer 9 und Ausgabe 25) und bekennender Katholik sowie Kirchenkritiker ist, rund eine Dreiviertelstunde lang.

Dabei geht es noch um weit mehr als das Verhältnis von Lyrik und Religion, es wird Anton G. Leitners Wirken als Herausgeber in drei Jahrzehnten ebenso beleuchtet wie über seinen aktuellen Soloband als Dichter gesprochen, in dem er den Tod seines Vaters, des leidenschaftlichen Althumanisten und Gymnasialdirektors a. D. Anton Josef Leitner, voll Hingabe, Trauer und Humor verarbeitet (»Vater, unser See wartet auf dich«).

Auch weitere persönliche Schicksalsschläge werden erwähnt sowie natürlich ästhetische Positionen thematisiert, und es geht um die Niederungen des Alltags beim Literaturzeitschriftenmachen mitsamt der Freude, wenn man etwa den Deutschen Verlagspreis oder die Verlagsprämie der Freistaats Bayern erhält oder die Jubliäumsausgabe zu 30 Jahre DAS GEDICHT samt Festlesungen etwa in München und Schleswig feiern kann. Kurzum: Reinhören lohnt in die ausführliche Podcast-Folge, in der Johann Hinrich Claussen unter dem Titel »Ein Leben für die Poesie« mit Anton G. Leitner über dessen Welt und Sicht parliert. (jeh)

Poesie und Orgelmusik: Leitner und Klötgen bringen nachdenkliche und komische Verse zum Thema Tod am 23. Juni in der St. Matthäuskirche Erlangen

Lyrisch um den Tod geht es am Freitag, 23. Juni 2023, ab 20 Uhr in der Veranstaltungsreihe »Poesie und Orgelmusik« der St. Matthäuskirche Erlangen, und dies trauernd, besinnlich, aber auch komisch und satirisch: Wortakrobat und Poetry Slammer Frank Klötgen nimmt sich dem Gevatter Tod gerade auch in seiner Absurdität ganz allgemein und meist mit schwungvollem Humor, jedoch auch mal melancholisch an. Und Realpoet Anton G. Leitner spürt trauernd, doch auch voll Witz und Wärme dem eigenen Vater nach, der vor gut zwei Jahren verstorben ist – und führt so nicht nur dessen herrlich eigenwilligen Charakter liebevoll und anekdotenstark vor Augen, sondern zeigt auch viel über die bundesrepublikanische Geschichte und menschliches Sein allgemein.

Die beiden Autoren lesen aus ihrem je neuesten Buch, das sie jeweils durch den Tod des eigenen Vaters geschrieben haben. Eindrucksvoll dabei ist auch, wie unterschiedlich die Trauerarbeit ausfallen kann: Frank Klötgens »Lebhaft im Abgang – Tödliches & Tröstliches in 200 Gedichten« (Satyr 2021) rückt eben dem Thema eher allgemein und satirisch sowie in traditionellen Gedichtformen mit Reim und Rhythmus zu Leibe, und Anton G. Leitners »Vater, unser See wartet auf dich. Erinnerungsstücke und nachgerufene Verse« (AGL 2023) ist ein unmittelbares Erinnerungsbuch – dessen Verse und prosanahen Texte die persönliche Beziehung und die besondere Figur des Vaters vielfältig ausleuchten.


Poesie und Orgelmusik – Erlangen, Fr., 23.06.23, ab 20 Uhr
Gastgeber und Moderator: Pfarrer Christian Düfel
An der Orgel: Kantorin Susanne Hartwich-Düfel
Poeten: Anton G. Leitner, vielfach ausgezeichneter Dichter, Herausgeber, Verleger, sowie Frank Klötgen, bekannt u. a. als Ensemblemitglied der legendären Lach- und Schießgesellschaft
St. Matthäuskirche Erlangen (Rathenaustraße 1, Ohmplatz)
Eintritt: € 10,- (ermäßigt: € 5,-)


Downloads:


Erotische Lyrik und Unverblümtes in Schwabing am 16. Juni im Heppel & Ettlich mit Klötgen, Leitner, Harms und Müller

Veranstaltungsflyer vorn

Unter dem Motto »Bloomsday – wenn die Triebe sprießen« präsentieren die Poetry Slammer und Wortakrobaten Meike Harms, Anton G. Leitner, Frank Klötgen und Ludwig Müller am Freitag, 16. Juni 2023, erotische Lyrik und Unverblümtes auf der Kultbühne Heppel & Ettlich im Herzen von Schwabing. Los geht der »poetische Frühschoppen am Abend«, bei dem auch Leitners 62. Geburtstag gefeiert wird, um 20 Uhr. Eintritt: 12 € (erm. 8 €), Anfahrtsdaten: Feilitzschstr. 12, U3 Münchner Freiheit.

Zwei- wie Eindeutiges zum Anbahnungs- und Paarungsverhalten rezitieren, wobei sie auf ihre eigenen Kabinettstückchen zurückgreifen, aber auch Lyrikklassiker und poetische Geheimtipps nach bester Spoken-Word- und Poetry-Slam-Manier auf der Bühne performen:

Veranstaltungsflyer rück
  • Meike Harms, bayerische Meisterin im Poetry Slam und Schöpferin abstrusester Tiergedichte
  • Ludwig Müller, Vollbluttschüttelreimer und Universalpoet
  • Frank Klötgen, Lach- & Schießgesellschaft Ensemblemitglied
  • Anton G. Leitner, kraftbayrischer Dichter sowie preisgekrönter Verleger und Herausgeber


Rückblick: Frühschoppenlesung in der Alten Seilerei Schleswig mit Schlüter und Leitner

Text und Fotos: Jan-Eike Hornauer (zuerst erschienen auf: DAS GEDICHT blog, 20.05.2023)

Lasen als Dichterduo beim lyrischen Frühschoppen in der Alten Seilerei Schleswig: Manfred Schlüter und Anton G. Leitner.

Schleswig. Zur Frühschoppen-Dichterlesung in ihre Alte Seilerei mit Manfred Schlüter und Anton G. Leitner lud Annette Oellerking (als Dichterkollegin u. a. wiederholt in DAS GEDICHT vertreten, hier in ihrer Rolle als Veranstalterin aktiv), am Sonntag, 14. Mai 2023.

Schlüter reizte mit seinen teils aberwitzigen Wortspielen im gereimten Kinder- und Erwachsenengedicht und mit seinem teils hintergründigen, teil ganz unmittelbarem Witz zu Lachen und Erkenntnis, als er aus einem Querschnitt seiner Buchpublikationen vortrug. Dazu präsentierte er auch etliche bislang unveröffentlichte Poeme, die gerade nicht von Reim und Rhythmus und Humor lebten, sondern prosanah und sehr nachdenklich daherkamen – sie beschäftigten sich mit dem direkten Erleben des Lokalmatadors in seiner Streusiedlung Hillgroven (Dithmarschen), wiesen aber selbtredend über diesen Mikrokosmos hinaus und aufs Allgemeinmenschliche.

Leitner las aus »Vater, unser See wartet auf dich«, seinem kürzlich erschienenen Erinnerungsbuch, das zum zweijährigen Todestag seines Vater Anton Josef Leitner herausgekommen ist. Gut ein Jahr lang hat hier der Junior mit literarischen Mitteln den Verlust des Seniors, mit dem er sich bis zum Schluss ein Haus teilte, verarbeitet. Voll Zärtlichkeit, Trauer und Humor, aber auch mit kritischem Blick geschrieben sind seine »Erinnerungsstücke und nachgerufenen Verse« (so definiert der Untertitel des Buches das Genre). In Anekdoten und Reflexionen beleuchtete Leitner in der Alten Seilerei Schleswig das einzigartige Wesen seines Vaters, machte die innige, aber reibungsintensive Verbindung zwischen ihnen beiden deutlich und verwies zugleich auf die Zeitgeschichte, das »Damals war es eben so«, das wesentlich daran beteiligt ist, den individuellen Verhältnissen auch viel Allgemeingültigkeit zu verleihen, das Besondere auch als Stellvertreter wirken zu lassen, etwa wenn der Senior die Musik der Jugend radikal ablehnt.

Die Einführung in die Veranstaltung übernahm neben Annette Oellerking auch ihr Mann Christian Oellerking, dessen Vorfahren die Alte Seilerei, die heute ein Kultur- und Veranstaltungsraum ist, einst in ihrer ursprünglichen Funktion, nämlich als Schleswiger Tauwerkfabrik, gegründet hatten.


Literarischer Frühschoppen am 14. Mai: Leitner und Schlüter kredenzen neue Verse in der Alten Seilerei Schleswig

Anton G. Leitner und Manfred Schlüter lesen in der Alten Seilerei Schleswig – Fotos: Peter Boerboom (l.) und Arne Rautenberg (r.)

Zum literarischen Frühschoppen kredenzen der Poet aus dem tiefen Süden, Anton G. Leitner, und sein Pendant aus dem hohen Norden, Manfred Schlüter, jeweils neueste Verse. Rein geschmacklich reichen sie dabei eine große Bandbreite dar, vom leichten Anekdoten- bis zum schweren Trauergedicht, von süßlich alberner Kinderlyrik bis hin zum salzigen Erwachsnenversen, frisch an der Küste gefangen. Heiter, beschwingt, aber auch mit angenehmem Ernst und Tiefe wird so am 14. Mai in der Alten Seilerei Schleswig ab 11 Uhr so richtig in den Sonntag gestartet. Ideal ist die gut einstündige Lesung, an deren Anschluss auch noch mit den Autoren diskutiert werden kann, wie Veranstalterin Annette Oellerking betont, auch als Muttertagsausflugsziel geeignet, für Paare, Familien und Literaturfreunde allgemein. Die Türen ihrer Alten Seilerei hält Oellerking an diesem Tag übrigens bis 17 Uhr geöffnet. Sie wünscht sich ein Kommen und Gehen, Lesen und Hören den ganzen Tag lang, sozusagen einen Ganztags-Sonntags-Frühschoppen. Voranmeldungen bis Mittwoch, 10. Mai, sind von ihr erbeten: info@oe3sl.de oder Tel. 04621 36 04 36.
Eintritt: 7 Euro, inkl. Frühschoppen-Getränken.

Die Veranstaltungseckdaten im Überblick:

So, 14. Mai 2023, ab 11 Uhr

Frühschoppen und Poesie
Anton G. Leitner & Manfred Schlüter

Manchmal sah die Zeit
den Menschen zu und wunderte sich
Von der Kraft der Erinnerung und der Lust zu träumen

Alte Seilerei Schleswig
Margarethenwallstraße 7a
24837 Schleswig


Anton G. Leitner lebt als vielfach ausgezeichneter Lyriker, Verleger und Herausgeber in der Nähe von München. Seit mehr als dreißig Jahren ediert er die buchstarke Jahresschrift »Das Gedicht«, die »zu den wirkmächtigsten und einflussreichsten Publikationen im deutschen Sprachraum« gehört (Jury Verlagsprämie Freistaat Bayern 2022). Er veröffentlichte bislang 15 eigene Gedichtbände, »die mit zum Besten gehören, was die zeitgenössische Lyrik zu bieten hat« (WDR, Matthias Ehlers). In der Alten Seilerei in Schleswig präsentiert er erstmals seinen druckfrischen Band mit Erinnerungstücken an den verstorbenen Vater: »Vater, unser See wartet auf dich«.
Aus dem Klappentext: Am 3. Mai 2021 verstarb der beliebte Pädagoge Anton Josef Leitner. Sein überschäumendesTemperament in Kombination mit altbairischem Witz und Columboartiger Schrulligkeit machten den Vollblut-Altphilologen zu einem unverwechselbaren Original. Anton G. Leitner, sein einziger Sohn, verarbeitet den schmerzlichen Verlust in mal wehmütigen, mal urkomischen Nachrufen. Zum zweiten Todestag von Anton Josef Leitner erscheinen diese poetischen Erinnerungsstücke in einem Band, der den Vater und seine große Menschenliebe wieder zu sprudelndem Leben erweckt.
www.AntonLeitner.de | www.dasgedicht.de | www.dasgedichtblog.de


Manfred Schlüter liest aus seinen Büchern, die im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen sind. Unter anderem aus »GURUKU GUGUKURU – Gedichte für Kinder und andere Menschen«. Das Buch war 2022 für den Josef Guggenmos-Preis für Kinderlyrik nominiert. In der Begründung der Jury heißt es:
»Auch wenn Schlüter seine großen Vorbilder wie Morgenstern und Ringelnatz nicht verleugnet, so sind seine sprachspielerischen, oft lautmalerischen Texte, deren Provenienz vom klassischen Reim (…) bis zur konkreten Poesie (…) reicht, sehr innovativ. Seine Texte sind von Humor und hintergründigem Witz getragen und warten mit erstaunlichen Pointen auf, sein Ideenreichtum und seine sprachliche Gestaltungskraft scheinen unerschöpflich.«
Neben seinen Büchern für Kinder hat er bislang unveröffentlichte Gedichte für Erwachsene im Gepäck. Sie alle atmen die salzige Luft der See und sind in jener Küstenregion zu Hause, in der Manfred Schlüter seit fast einem halben Jahrhundert lebt und arbeitet.
www.manfred-schlueter.com