(Meldung erstveröffentlicht auf DAS GEDICHT blog, 16. Juni 2025)
Mit »Vater Sinfonie« bringt die Journalistin, Dichterin und Podcasterin Sabine Bergk nun einen neuen Podcast an den Start. In Folge eins hat sie Anton G. Leitner zu Gast, mit dem sie über dessen Beziehung zu seinem 2021 verstorbenen Vater Anton Josef Leitner spricht, einen begeisterten Altphilologen und Gründungsdirektor des Carl-Spitzweg-Gymnasiums (CSG) in Germering, das er auch rund ein Vierteljahrhundert lang leitete. Aufhänger für das Gespräch ist der zum zweiten Todestag des Vaters erschienene Erinnerungsband des Sohnes, »Vater, unser See wartet auf dich« (ausführlich vorgestellt etwa unter dem Titel »Berührende Erinnerungen« hier auf diesem Blog).
Bergk, die in ihrem Podcast »eine zutiefst persönliche und doch gemeinschaftliche Komposition aus Geschichten« schaffen will, »die wir still in uns tragen, die uns aber, wenn wir sie teilen, gemeinschaftlich bewegen und trösten können«, attestiert Anton G. Leitner dabei, dessen Erinnerungsbuch sei »eine ganz große Hommage an deinen Vater«. Sie sehe da etwa »die große Bewunderung, die durchkommt, aber zugleich auch die Sehnsucht nach Anerkennung«. Und weiter fängt sie die im Buch entdeckten Ambivakelenzen so ein: Die Verse seien »einerseits ein Liebesbeweis, andererseits hast du auch deine Schatten sprechen lassen«. Und sie findet es »spannend, dass du diese Schattierungen«, die sich so ergäben, »wirklich sprachlich eingefangen hast«.
Den kompletten Talk, der sich hieraus entwickelt, eine dreiviertel Stunde lang geht und passend zu Leitner juniors 64. Geburtstag heute online gegangen ist, kann man praktisch überall nachhören, wo es Podcasts gibt, und zwar barriere- sowie kostenfrei. Etwa auf Spotify, Apple Podcasts und Youtube. (jeh)
Ihre München-Premiere feiert die neue die neue Sammlung von zeitgenössischen und klassischen Gedichten, die Anton G. Leitner bei Reclam herausgebracht hat, am Freitag, 25. April 2025. Ab 20 Uhr schweben Verse aus »Jede Jahreszeit ist schön – Gedichte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter« durch das Institut für Bagonalistik, das Atelier des emeritierten Kunstprofessors Nicolai Sarafov – eine herrlich verschrobene und im besten Sinne alternative, intime, lockere Location. Hier, im Rückgebäude der Göresstraße 32, veranstalten Jürgen Bulla und Johann de Blank seit vielen Jahren ihre Poesie-live-Reihe »Lyrik im Caveau«.
Und im Rahmen derer wird nun eben aus der neuen Reclam-Anthologie gelesen, die, wie gewohnt, zeitgenössische und klassische Lyrik vereint. Unterstützt wird der Herausgeber dabei von neun Poetinnen und Poeten aus dem Münchner Raum: Die eigenen und klassische Verse aus »Jede Jahreszeit ist schön« zu Gehör bringen Friedrich Ani, Ulrich Johannes Beil, Jürgen Bulla, Uwe-Michael Gutzschhahn, Heike Haas, Thomas Hald, Jan-Eike Hornauer, Ludwig Steinherr und Gabriele Trinckler. Begrüßung und Einführung übernehmen Jürgen Bulla und Anton G. Leitner. Der Eintritt ist frei.
Und hier noch die Veranstaltungseinladung in voller Länge:
In der Reihe »Lyrik im Caveau«
Freitag, 25.04.2025, 20 Uhr Institut für Bagonalistik Görresstraße 32 | 80798 München
Premierenlesung Jede Jahreszeit ist schön Gedichte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter Philipp Reclam jun. Verlag, Ditzingen 2025 Hardcover in Geschenk-Ausstattung (Erstverkaufstag: Mi., 26.03.2025) Veranstalter: Jürgen Bulla und Johann de Blank Eintritt: frei (Hutspenden willkommen)
München-Premiere mit dem Herausgeber Anton G. Leitner sowie mit einer Reihe von zeitgenössischen Poetinnen und Poeten, die mit lyrischen Originalbeiträgen in der Anthologie vertreten sind und ihre eigenen sowie einige Klassikertexte aus der Sammlung rezitieren. Es lesen Friedrich Ani (München), Ulrich Johannes Beil (Weilheim), Jürgen Bulla (München), Uwe-Michael Gutzschhahn (München), Heike Haas (München), Thomas Hald (München), Jan-Eike Hornauer (München), Anton G. Leitner (Weßling bei München), Ludwig Steinherr (München) und Gabriele Trinckler (München). Begrüßung / Einführung: Jürgen Bulla und Anton G. Leitner.
Zur Anthologie:
»Weit und schön ist die Welt«, das wusste schon Johann Wolfgang Goethe. Getreu diesem Motto entfalten über 100 Gedichte den Zauber der vier Jahreszeiten und laden zum Träumen und Schwelgen ein. Von Klassikern wie Rainer Maria Rilke, Wilhelm Busch, Erich Kästner und Mascha Kaléko bis hin zu bisher unveröffentlichten Gedichten zeitgenössischer Meister wie Matthias Politycki, Ilma Rakusa, Arne Rautenberg und Christoph Wilhelm Aigner – diese Sammlung vereint Generationen von Stimmen, die die Schönheit der Natur auf poetische Weise zum Leben erwecken. Stimmungsvolle Illustrationen machen die Auswahl zu einem Geschenk für das ganze Jahr.
Zum Herausgeber:
Anton G. Leitner wurde 1961 in München geboren. Der examinierte Jurist lebt als Schriftsteller, Herausgeber und Verleger in Weßling bei München. Er publizierte bislang sechzehn eigene Lyrikbände, zuletzt Vater, unser See wartet auf dich. Erinnerungsstücke und nachgerufene Verse (2023). Seine Gedichte wurden in neun Sprachen sowie in diverse Dialekte übersetzt. Neben zweiunddreißig Folgen der buchstarken Jahresschrift Das Gedicht edierte er mehr als vierzig Anthologien, zuletzt im Philipp Reclam jun. Verlag Lichtblicke. Gedichte, die Mut machen (Stuttgart 2022) sowie Jede Jahreszeit ist schön. Gedichte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Stuttgart 2025). Leitner wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alexander Sacher-Masoch-Preis 2023/2024 (Wien) sowie mit dem Deutschen Verlagspreis 2022 und 2023. Im Jahr 2024 erwarb die bayerische Landeshauptstadt München seinen literarischen Vorlass für ihr Literaturarchiv Monacensia. Leitner ist Gründungsmitglied des PEN Berlin. www.AntonLeitner.de | www.DasGedicht.de
Download-Material zur Veranstaltung (bitte gerne frei verwenden):
Es hat sich längst einen sehr guten Namen gemacht: das jährlich ausgerichtete internationale Festival »Forum für Neue Musik« in Oberstdorf. Heuer, zu ihrem 50. Jubiläum, lädt die Kommunale Musikschule am Freitag und Samstag, 21. und 22. März, unter dem Motto »Bayerische Literatur und sakrale Musik« zu ihm ins Oberstdorf Haus – und an beiden Tagen spielt auch der Lyriker Anton G. Leitner eine wichtige Rolle: am Freitag, weil er, nach Get-together und Eröffnungsreden, eine Lesung aus »Vater, unser See wartet auf dich – Erinnerungsstücke und nachgerufene Verse« gibt, musikalisch umrahmt von Dmitri Dichtiar (Violoncello) und Patrik Kleemola (Gitarre).
Und am Samstag, beim reinen Konzertevent, werden unter der Gesamtüberschrift »Geistliche Musik – Erinnerungen von morgen« unter anderem sechs Gedichtvertonungen zu Stücken aus Leitners bilingualem Lyrikband »voix en plain trafic – Stimmen im Verkehr« (Alidades 2020) vom Ensemble Cantissimo aufgeführt, in der französischen Übersetzung von Joël Vincent und unter dem Sammeltitel »la mer voit«. Das Ensemble Cantissimo unter der Leitung von Professor Markus Utz gehört zu den besten Vokalensembles Europas und wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Lesung am Freitag beginnt um 20 Uhr, das Konzert am Samstag um 16 Uhr. Veranstaltet wird das Forum für Neue Musik gemeinsam von Tourismus Oberstdorf, Musikschule Oberstdorf und Markt Oberstdorf. Die Schirmherrschaft hat der Bürgermeister des Marktes Oberstdorf, Klaus King.
Detailliertere Veranstaltungsinformationen finden sich hier:
(Meldung erstveröffentlicht auf DAS GEDICHT blog, 22. Januar 2025)
BR-Reporterin Sarah Khosh-Amoz besuchte den Schriftsteller und Herausgeber Anton G. Leitner in Weßling an seinem Schreibtisch und sprach mit ihm über aktuelle literarische Projekte sowie über den Stellenwert dieses sehr speziellen Arbeitstisches für sein künstlerisches Schaffen.
Ausgestrahlt wird die neue, rund fünfminütige Folge der Reihe »Besuch am Schreibtisch« im Rahmen der knapp einstündigen Sendung »Zeit für Bayern«, die am Samstag, 25.1.2025 ab 12.05 Uhr auf Bayern 2 läuft. Und danach steht »Besuch am Schreibtisch: So arbeitet Autor Anton G. Leitner« sieben Tage lang online zum direkten Nachhören sowie auch -lesen zur Verfügung. Sobald dies der Fall ist, wird am Schluss dieser Meldung hier auch noch der entsprechende Link zur BR-Mediathek eingefügt.
Sieht der Zukunft nun besonders gelassen entgegen: Anton G. Leitner (hier fotografiert in seinem heimischen Garten von Peter Boerboom, Münsing).
(zuerst erschienen auf: DAS GEDICHT blog, 04.12.2024)
Wie heute öffentlich bekannt gemacht wurde, übergibt Anton G. Leitner seinen Vorlass an die Monacensia, das literarische Archiv der Stadt München. Damit sind die Dokumente seiner jahrzehntelangen Verleger-, Herausgeber- und Lyriker- sowie weiteren Autorentätigkeit der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich sowie fachkundig gesichert.
»Mit dem Ankauf des Vorlasses und der Archive von Anton G. Leitner wird das literarische Gedächtnis der Stadt München um eine der größten Lyriksammlungen im deutschsprachigen Raum erweitert«, betont Anke Buettner, die Leiterin der Monacensia.
Und Anton G. Leitner fügt an: »Die Monacensia ist der richtige Ort für mein publizistisches und editorisches Lebenswerk.«
Nachfolgend gibt’s die Pressemitteilung der Monacensia von heute, 04. Dezember 2024, in voller Länge:
Die Monacensia übernimmt den literarischen Vorlass des Lyrikers Anton G. Leitner
Die Monacensia im Hildebrandhaus erwirbt den umfangreichen literarischen Vorlass des Lyrikers Anton G. Leitner sowie das Archiv der »Initiative Junger Autoren« und das Verlagsarchiv der Zeitschrift »Das Gedicht«. Die Sammlung ist eine einmalige Dokumentation der deutschsprachigen Lyrikszene seit den 1990er-Jahren.
»Mit dem Ankauf des Vorlasses und der Archive von Anton G. Leitner wird das literarische Gedächtnis der Stadt München um eine der größten Lyriksammlungen im deutschsprachigen Raum erweitert.« Anke Buettner, Leiterin der Monacensia
»Die Monacensia ist der richtige Ort für mein publizistisches und editorisches Lebenswerk, weil ich ihr schon mein ganzes Literatenleben lang verbunden bin, mal mehr, mal weniger intensiv. Sie ist für mich ein vertrauter Ort.« Anton G. Leitner
Der Vorlass und die beiden Archive von Anton G. Leitner bilden rund 40 Jahre seiner Tätigkeit als Dichter, Literaturvermittler und Verleger ab. Darin enthalten sind sowohl digitale als auch analoge Objekte: Aktenordner, Festplatten, das Medienarchiv des Verlags »Das Gedicht« mit Audio- und Videokassetten, CDs, DVDs, Verlagsunterlagen, Korrespondenz mit Autor*innen, Manuskripte und Typoskripte sowie Werbematerialien. Leitners literarischen Schaffensprozess dokumentieren Notizbücher, Kladden und Spiralblöcke mit zum Teil unveröffentlichten handschriftlichen Gedichten, Gedichtentwürfen und Ideenskizzen.
Anton G. Leitner, geboren 1961 in München, rief Anfang der 1980er-Jahre zusammen mit Friedrich Ani, Nicola Bardola, Michael Lentz und anderen die »Initiative Junger Autoren« ins Leben. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Ludwig Steinherr gründete er 1993 die Zeitschrift »Das Gedicht« die er bis 2007 alleine, ab dann mit wechselnden Mitherausgeber*innen herausgab. Als Schriftsteller und Lyriker veröffentlichte er bislang 16 eigene Gedichtbände, drei Hörbücher, zahlreiche Essays, Kritiken, Kurzgeschichten, eine Erzählung und ein Kinderbuch. Seine Gedichte wurden in neun Sprachen und diverse Dialekte übersetzt. Anton G. Leitner ist Mitglied der Münchner »Turmschreiber« wurde für sein Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zuletzt der Deutsche Verlagspreis 2022 und 2023 sowie der Alexander Sacher Masoch-Preis 2023/2024 (Wien).
Die Monacensia als literarisches Gedächtnis der Stadt München sammelt, bewahrt und präsentiert literarische Vor- und Nachlässe renommierter Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in enger Verbindung mit München stehen. Der literarische Vorlass und die beiden Archive von Anton G. Leitner ergänzen die Sammlung in idealer Weise und stehen für das neue Sammlungsprofil, das auch literarische Netzwerke, Institutionen, Kollektive und Verlage einschließt. Nach der systematischen Einarbeitung und Katalogisierung stehen die Dokumente für Wissenschaftler*innen, Studierende und Publizist*innen zur Auswertung zur Verfügung.
Wie sieht’s in einem Verlag aus, wo liegen hier die Herausforderungen, und was ist toll an der Verlagsarbeit? Wie ist es um die Gegenwartslyrik bestellt und warum? Was zeichnet die Zeitschrift DAS GEDICHT und den ja untrennbar mit ihr verbundenen AGL-Verlag besonders aus? Und wäre ein Leben, ohne sich – als Verleger, Herausgeber, Dichter – um die Lyrik zu bemühen überhaupt sinnvoll? In der Reihe »Verlage on Stage« von Literaturradio Hörbahn waren Verleger und DAS GEDICHT-Stammherausgeber Anton G. Leitner, der Editor des Kinderlyrikteils der Zeitschrift Uwe-Micheal Gutzschahn sowie Jan-Eike Hornauer, Online-Redakteur bei »DAS GEDICHT blog«, zu Gast bei Moderator Uwe Kullnick.
Kurz vor Aufzeichnungsbeginn (v. l.): Jan-Eike Hornauer, Uwe-Michael Gutzschhahn, Uwe Kullnick und Anton G. Leitner. (Foto: Angelika Kullnick)
Die Aufzeichnung erfolgte am 18. September 2024 in den Räumlichkeiten der Bayerischen Einigung bzw. Bayerischen Volksstiftung vor Publikum. Nun ist die rund 110 Minuten lange Podcast-Folge online, und zwar hier bei Literaturradio Hörbahn, über den Link https://t1p.de/das-gedicht-verlage-on-stage oder diesen QR-Code:
Dazu ist dieses ausführliche Interview auch an vielen weiteren Stellen zu finden, an denen es Podcasts gibt, wie etwa auf Spotify oder Podcast.de.
Anton G. Leitner (Foto: Jan-Eike Hornauer)Uwe Kullnick (Foto: Jan-Eike Hornauer)Jan-Eike Hornauer und Uwe-Michael Gutzschhahn (Foto: Angelika Kullnick)
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